04.12.2025
WENIGER BÜROKRATIE, MEHR ZEIT FÜR DAS WESENTLICHE – FREIE WÄHLER FORDERN VERDOPPLUNG DER FÖRDERZEITRÄUME
München – Die FREIEN WÄHLER setzen sich im Bayerischen Landtag dafür ein, die Förderzeiträume der Basisförderung für Jugendverbände von bisher einem Jahr auf zwei Jahre zu verlängern. Ziel ist es, den wachsenden bürokratischen Aufwand für Träger und Verwaltung deutlich zu reduzieren. Ein entsprechender Antrag wurde von der FREIE WÄHLER-Fraktion eingebracht.
Derzeit müssen selbst seit Jahrzehnten etablierte Jugendverbände jährlich umfangreiche Zahlenwerke, inhaltliche Anträge sowie detaillierte Verwendungsnachweise und Tätigkeitsberichte für jede geförderte Personalstelle einreichen. Das bindet wertvolle Ressourcen – gerade jetzt, da Fachkräfte in Verwaltung und Jugendarbeit fehlen und inflationsbedingt die allgemeinen Kosten steigen, während die Fördermittel nicht automatisch angepasst werden.
Julian Preidl, MdL und Vorsitzender der Jungen Freien Wähler, betont:
„Jugendarbeit lebt von Menschen, nicht von Papier. Wenn Jugendverbände jedes Jahr hunderte Stunden – meist ehrenamtlich – in bürokratische Anträge investieren müssen, geht das direkt zulasten der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das wollen wir ändern.“
Preidls Ansatz ist pragmatisch: Doppelhaushalte sind im bayerischen Politbetrieb längst etabliert. Durch die Verdopplung der Förderzeiträume für Verbände kann Bürokratie spürbar reduziert werden. Die Umstellung auf zweijährige Förderperioden würde sowohl Einrichtungen als auch Behörden deutlich entlasten.
Der Antrag der FREIEN WÄHLER sieht vor, die Maßnahme im Rahmen der vorhandenen Stellen und Mittel umzusetzen – ohne zusätzliche Kosten. Auch Regierungen, Landratsämter und Ministerien würden durch die Anpassung spürbar profitieren.
Preidl weiter:
„Wir schaffen Planungssicherheit für alle, die sich in Bayern für junge Menschen engagieren. Wenn Förderungen nicht jedes Jahr komplett neu beantragt werden müssen, entsteht Stabilität für Personal, Projekte und Ehrenamt.“
Die Jungen Freien Wähler sehen in der Reform einen wichtigen Modernisierungsschub für die Jugendarbeit in Bayern. Jugendverbände kritisieren seit Jahren die derzeitige Förderkulisse: Einrichtungen müssen jährlich um ihre Zusage bangen und nicht selten in Vorleistung gehen.
„Bürokratieabbau ist kein Schlagwort – er muss konkret dort passieren, wo er wirklich etwas bringt. Mit unserem Vorschlag können Jugendverbände mehr Zeit in ihre eigentliche Aufgabe investieren: Jugendliche unterstützen, stärken und begleiten“, erläutert Preidl.
Er ergänzt: „Die Logik längerer Förderzeiträume lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen – etwa die Landwirtschaft, die Kulturförderung oder die Heimatpflege. Überall dort, wo jährlich identische oder nahezu identische Anträge gestellt werden müssen, entsteht ein unnötiger bürokratischer Kreislauf.“
Ein Beispiel aus der Praxis: Viele landwirtschaftliche Betriebe müssen jedes Jahr gleichbleibende Unterlagen zur Pflege von Kulturlandschaften, Weideflächen oder Umweltprogrammen einreichen – obwohl sich die Rahmenbedingungen oft kaum ändern. Eine zweijährige Förderung würde hier nicht nur Zeit und Personal sparen, sondern auch die Planungssicherheit für Investitionen, Saisonkräfte und langfristige Naturprojekte erhöhen.
Gleiches gilt für Kulturinitiativen, Musikschulen und ehrenamtliche Vereine, die jährlich wiederkehrende Förderungen beantragen. Weniger jährlicher Aufwand bedeutet mehr Zeit für kulturelle Angebote, regionale Vielfalt und das Ehrenamt – und stärkt diese Strukturen dauerhaft.
Pressekontakt:
Lucas Kick
Freie Wähler Bayern, Landespressestelle
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