23.06.2026
Schweinemarkt in der Krise: FREIE WÄHLER fordern entschlossenes Handeln zum Erhalt der heimischen Schweinehaltung

München. Die aktuellen Niedrigpreise auf dem Schweinemarkt bereiten den FREIEN WÄHLERN große Sorgen. Marina Jakob, Agrarexpertin der FREIEN WÄHLER im Landesvorstand, warnt vor den Folgen für die schweinehaltenden heimischen Familienbetriebe und fordert gezielte Maßnahmen zur Stabilisierung der Branche.

„Die Schweinehalter sind derzeit ruinösen Preisen ausgesetzt. Das hält kein Betrieb lange durch. Wenn der Handel nicht schnell wieder kostendeckende Preise bezahlt, bricht die heimische Tierhaltung als Basis der Selbstversorgung weg. Der Export Richtung China muss ebenfalls wieder in Gang kommen. Die vielen Programme und Haltungsstufen haben die Schweineerzeugung in den letzten Jahren kompliziert und teuer gemacht und werden den Landwirten entgegen früheren Versprechungen nicht bezahlt. Die Menschen haben immer weniger Geld in der Tasche und greifen zu den günstigeren Produkten, während die Landwirte immer höheren Auflagen, Bürokratie und Kosten ausgesetzt sind“, erklärt Jakob.

Nach aktuellen Marktanalysen liegen die Ursachen der Krise vor allem auf der Absatzseite. Trotz eines nahezu unveränderten Angebots an Schlachtschweinen bleibt die Nachfrage nach Schweinefleisch schwach. Gleichzeitig belasten ein stockender Fleischmarkt, schwierige Exportbedingungen sowie ein hoher Wettbewerbsdruck innerhalb Europas die Preise. Mit niedrigen Standards produzierte Schweine aus Spanien verstopfen die deutschen Exportmärkte, beispielsweise in Italien. Selbst die üblicherweise belebende Grillsaison konnte in diesem Jahr keine nachhaltigen Impulse setzen.

„Sinkende Nachfrage, steigende Kosten und immer neue Auflagen setzen unsere Schweinehalter massiv unter Druck. Deshalb brauchen wir Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft stärken, statt die Produktion weiter ins Ausland zu verlagern. Nur eine wirtschaftlich tragfähige und marktangepasste Schweinehaltung sichert langfristig regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit“, betont Jakob.

Die FREIEN WÄHLER fordern deshalb den Abbau übermäßiger Bürokratie, mehr Planungssicherheit für landwirtschaftliche Investitionen sowie faire Wettbewerbsbedingungen innerhalb Europas. Ziel muss es sein, die heimische Schweinehaltung zu erhalten und die Versorgung der Bevölkerung mit regional erzeugten Lebensmitteln dauerhaft sicherzustellen.


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Freie Wähler Bayern, Landespressestelle
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