07.05.2024
Lauterbach will ins bewährte System der freiberuflichen Fachärzte eingreifen - Aiwanger: „Fachärztliche Versorgung ausbauen statt zurückfahren!“

Mit dem jüngsten Vorstoß der Kommission von Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) geht ein weitgehender Eingriff ins bewährte System der freiberuflichen Fachärzte und ein Abbau der Facharztpraxen einher. Die FREIEN WÄHLER wollen Fachärzte als bewährte Stütze der Gesellschaft stärken und die flächendeckende Gesundheitsversorgung in der Stadt und auf dem Land auch in Zukunft sicherstellen. Die FREIEN WÄHLER sprechen sich deshalb klar gegen eine Schwächung der Facharztschiene aus.

München. Lauterbach plant, die Zahl der Facharztpraxen weiter zu reduzieren und die Fachärzte vermehrt in Krankenhäusern arbeiten zu lassen. Hubert Aiwanger, Bundes- und Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, sagt: „Eine Schwächung der Facharztschiene in einer Situation, in der das deutsche Krankenhaussystem ohnehin schon wackelt, wäre fatal.“

„In der aktuellen Situation, mit bundesweit 70 Prozent existenzbedrohten Kliniken, weiß niemand, welches Krankenhaus in zwei Jahren überhaupt noch existiert. Es ist Unsinn, wenn der dorthin abgestellte Facharzt dann ohne Job dasteht und seine eigene Praxis vorher schließen musste. Davon profitiert am Ende niemand!“

Aiwanger weiter: „Schon jetzt verlassen gutausgebildete Ärzte Deutschland in großer Zahl, bei einer solchen Bevormundung durch den Bundesgesundheitsminister wird das Problem immer größer werden.“  

Für die FREIEN WÄHLER ist klar: Freiberufliche Fachärzte sind eine wichtige und bewährte Stütze unserer Gesellschaft und sichern die freie und unabhängige ärztliche Entscheidung. Sie müssen politisch geschützt und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Hubert Aiwanger fordert den Bundesgesundheitsminister auf, mit den Betroffenen zu sprechen, statt über sie. „Ironischerweise gehört der 17-köpfigen ‚Regierungskommission zur Krankenhausreform‘, die Lauterbach berät, kein einziger Facharzt- oder Patientenvertreter an, sondern nur Krankenhausvertreter und Uniklinik-Professoren. Dieses Vorgehen spricht Bände: Offenbar sollen nur Stimmen beratend zu Wort kommen, die den Regierungskurs vertreten.“

Und weiter: „Das kranke Gesundheitssystem wird nicht dadurch gesund, dass man den letzten halbwegs Gesunden auch noch amputiert. Am Ende funktioniert dann gar nichts mehr!“     

Um Fachärzte zu stärken, müssen zudem sog. investorenbetriebene Versorgungszentren (MVZ) limitiert werden, um Monopolbildungen zu verhindern. Ein Anliegen, das die FREIEN WÄHLER seit Jahren verfolgen.
„Wir stärken freiberufliche Ärzte und Hebammen, wir wollen inhabergeführte Apotheken und schnell erreichbare Krankenhäuser. Eine flächendeckend starke Gesundheitsversorgung ist für unsere zunehmend alternde Gesellschaft unerlässlich“, betont Aiwanger.  


Pressekontakt:
Christoph R. J. Hollender, Leiter Presse und Kommunikation
Freie Wähler Bayern, Landespressestelle
Giesinger Bahnhofplatz 8, 81539 München
Mail: presse@fw-bayern.de