29.09.2025
FREIE WÄHLER fordern Sofortmaßnahme: Vereine von Steuerbürokratie entlasten – Ehrenamt und Gesellschaft stärken!

FREIE WÄHLER Bayern fordern eine echte Entlastung von Vereinen und Ehrenamtlichen. „Alle reden von der Stärkung des Ehrenamts – die Realität aber ist: Unsere Vereine werden durch absurde Steuerregeln und immensen Verwaltungsaufwand ausgebremst. Das ist Bürokratie pur und gefährdet das freiwillige Engagement, das unsere Gesellschaft trägt“, kritisiert der Landes- und Fraktionsvorstand der FREIEN WÄHLER Bayern bei einer gemeinsamen Sitzung. 

München. Besonders deutlich zeigt sich das Problem bei den Feuerwehren. Hubert Aiwanger, Landes- und Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER sowie bayerischer Wirtschaftsminister, erklärt: „Feiert eine Feuerwehr ihr 150-jähriges Jubiläum und nimmt einmalig mehr Geld ein, gehen die Finanzbehörden davon aus, dass solche Einnahmen auch im nächsten Jahr zu erwarten sind – und der Verein ist auch im nächsten Jahr umsatzsteuerpflichtig. Obwohl er kaum mehr Einnahmen hat, wenn das Vereinsfest vorüber ist. Trotzdem müssen die Ehrenamtlichen im Folgejahr mit großem bürokratischem Aufwand und Steuerberater nachweisen, dass es keine höheren Einnahmen gab. 

Das kostet unnötig Zeit, Geld und Nerven. Wir brauchen eine generelle Steuerbefreiung für Vereine wie die Feuerwehr, die nach geltendem Steuerrecht besonders förderungswürdig sind. Zwischenzeitlich muss das System dahingehend geändert werden, dass ein Verein erst dann in die Umsatzsteuerpflicht kommt, wenn er zweimal hintereinander nennenswerte Umsätze - derzeit 25.000 Euro, sinnvoll wären 50.000 Euro - gemacht hat. Damit würde ein Großteil der unsinnigen Steuerbürokratie für die allermeisten Vereine wegfallen.“

“Würde man die ehrenamtlichen Leistungen bezahlen müssen, wäre das unbezahlbar.” - Hubert Aiwanger 

Aiwanger weiter: „Gerade bei den Feuerwehren ist der Frust über diese Regelung enorm, wie ich bei vielen Veranstaltungen in diesem Jahr gehört habe. Da sind Menschen, die freiwillig Zeit, Geld und Gesundheit investieren, zwei Jahre lang unbezahlt ein Jubiläumsfest vorbereiten, Kuchen spenden und ihn später selbst wieder kaufen. Bleibt am Ende Geld übrig, das man sinnvoll etwa in die Jugendarbeit stecken könnte, fordert der Staat Steuern. Würde man die ehrenamtlichen Leistungen bezahlen müssen, wäre das unbezahlbar. 

Gleichzeitig redet die Politik von Förderung des Ehrenamtes, Entbürokratisierung und allen möglichen gesellschaftlichen Diensten, die man neu einführen will. Doch zuerst einmal muss schleunigst eine Entlastung kommen bei den Diensten, die wir schon haben und die bestens funktionieren – wenn man die Ehrenamtlichen einfach machen lässt, statt sie zu gängeln.“ 


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Wolfgang Klein, Stellv. Pressesprecher
Freie Wähler Bayern, Landespressestelle
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