09.01.2020
Soziales Jahr für alle: „Ein sozialer Dienst junger Menschen für die Gesellschaft täte uns allen gut“, sagt Susann Enders

Wehrpflicht und damit Zivildienst sind ausgesetzt - soziale Einrichtungen geraten immer mehr unter Druck: Deshalb fordern die FREIEN WÄHLER Bayern, über ein Soziales Jahr für alle jungen Menschen, Männer und Frauen, nachzudenken. Generalsekretärin Susann Enders sagt: „Ein sozialer Dienst junger Menschen für die Gesellschaft täte allen gut, uns genauso wie den jungen Menschen, die durch diese wichtigen Erfahrungen für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit profitieren.“

München. Die FREIEN WÄHLER Bayern betonen: Unser soziales System und unsere Gesellschaft funktionieren nur so gut, weil es viele Menschen gibt, die sich ehrenamtlich und für das soziale Miteinander einsetzen. Leider engagieren sich immer weniger Menschen in Vereinen. Und es fehlt uns an Menschen, die in sozialen Bereichen mithelfen. Durch die Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes geraten soziale Einrichtungen immer mehr unter Druck: Deshalb fordern die FREIEN WÄHLER Bayern, über ein Soziales Jahr für alle jungen Menschen, Männer und Frauen, nachzudenken. Generalsekretärin Susann Enders sagt: „Ein sozialer Dienst junger Menschen für die Gesellschaft täte allen gut, uns genauso wie den jungen Menschen, die durch diese wichtigen Erfahrungen für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit profitieren.“

Ein Freiwilliges Soziales Jahr für alle kann dabei so attraktiv ausgestaltet werden, dass es auch für alle ein Gewinn ist. Es geht dabei zum Beispiel um Rentenansprüche und um eine Berücksichtigung für das Studium. „Dieses Soziale Jahr müssen junge Menschen nicht zwangsläufig an einem Stück ableisten, sondern können es auch über mehrere Jahre verteilen“, so Enders. Die FREIEN WÄHLER betonen: Durch die Aussetzung der Wehrpflicht haben wir nicht nur Personal im militärischen Bereich verloren. Damit sind ebenfalls die Zivildienstleistenden weggefallen. Diese sind in sozialen Bereichen und im Gesundheitswesen dringend notwendig. Dennoch: Eine Wiedereinführung der Wehrpflicht würde die Probleme auch nur teilweise lösen - (eine Wehrpflicht gilt nur für Deutsche und nur für Männer).

Enders betont: „Viele sind erst durch die Zivildienstzeit und durch diese Pflicht zu ihrem Glück gekommen und haben erkannt, wie wichtig diese Organisationen im sozialen Bereich sind. Bei meiner langjährigen Arbeit im Krankenhaus konnte ich persönlich junge Menschen kennenlernen, die direkt nach dem Zivildienst eine Ausbildung zur OP-technischen Assistentin absolvierten und dann als junge Kollegen wieder zurück ins OP-Team kamen.“

Mit Blick auf das Ehrenamt – Herzenssache der FREIEN WÄHLER – könnten durch das Soziale Jahr wieder mehr Menschen gewonnen werden, die ein Ehrenamt ausüben.  Ein Soziales Jahr kann in Rettungsorganisationen wie der Wasserwacht genauso abgeleistet werden wie in Pflegeheimen, Krankenhäusern, beim THW, bei Umweltorganisationen oder in Tierheimen. In Zeiten von gesellschaftlicher Spaltung müssen wir dafür sorgen, dass unsere jungen Menschen wieder ein Gefühl für die richtigen Werte und Umgangsformen bekommen.


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Christoph Hollender, Leiter Presse und Kommunikation
Freie Wähler Bayern, Landespressestelle
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