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Verkehr
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Allgemein
Das Flächenland Bayern fordert von seiner Wirtschaft, Industrie und Bevölkerung eine hohe Bereitschaft zu Mobilität. Leistungsfähige Verkehrswege sind deshalb im Freistaat ein Muss und haben hohe Priorität. Wer der wirtschaftlichen Konzentration auf die Metropolen entgegen wirken will, muss zuerst optimale Verkehrswege in die ländlichen Gebiete zur Verfügung stellen. Schlechte Straßen begünstigen die Konzentration auf die großen Städte.
Der Bürger steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. So ist der Wunsch von Privatpersonen nach Mobilität ist zu respektieren und nicht zu bekämpfen. Es ist die Aufgabe der Politik die Bedürfnisse des Bürgers mit Ökonomie und Umweltschutz in Einklang zu bringen.
Straßenverkehr
Bayern verfügt über ein gutes Autobahnnetz. Von Ausnahmen abgesehen, haben neue Trassenführungen zur Zeit keine Priorität. Konzentrieren sollte man sich auf den Erhalt und den Ausbau der bestehenden Fernstraßen. Die Einrichtung zusätzlicher Fahrspuren an Brennpunkten ist billiger als der Bau neuer Straßen.
Ortsumgehungen sind oft Staatsstraßen und fallen somit in die Zuständigkeit des Freistaates. Hier besteht an vielen Stellen die Möglichkeit, wenn nicht die Notwendigkeit, Verkehr aus kleinen und mittleren Orten herauszuhalten und damit die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern. Gleichzeitig begünstigen Ortsumgehungen das Mobilitätsbedürfnis von Wirtschaft und Menschen.
Forderungen nach einer Pkw-Maut erteilen die Freien Wähler eine Absage. Der Autofahrer hat die Kosten für den Straßenbau durch seine Steuerzahlungen längst mehrfach erbracht und darf nicht durch ein weiteres bürokratisches Instrument belastet werden. Auch eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen findet bei den Freien Wählern keine Zustimmung. Die Anzahl der Verkehrstoten ist seit über 30 Jahren rückläufig und erreicht erfreulicherweise jedes Jahr neue Tiefstände. Der Bürger möchte seine Geschwindigkeit selbst bestimmen und für die Automobilwirtschaft ist die freie Fahrt in Deutschland ein unschlagbares Werbeinstrument. Längst ist der Sinn örtlich eingerichteter Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht in jeden Fall mehr zu erkennen und bedarf der Überprüfung.
Bahnverkehr
Die wirtschaftliche Konzentration auf die Metropolen in Bayern ist von den Freien Wählern zwar nicht gewünscht, zur Zeit jedoch eine Tatsache. Viele Pendler machen sich täglich auf den Weg zu ihrem weit entfernten Arbeitsplatz. Hierfür sind schnelle und bequeme Zugverbindungen eine Notwendigkeit. Bei der Deutschen Bahn, die auf einen Börsengang hinarbeitet, muss darauf gedrungen werden, bei ihrem Angebot für Berufspendler die Sparsamkeit nicht zu übertreiben.
Der Güterverkehr auf der Schiene ist immer noch unterentwickelt. Wenn es der Deutschen Bahn nicht gelingt, dieses zu ändern, sollte man Privatunternehmen fördern, die sich mit Schienengüterverkehr befassen.
Luftverkehr
Die Kapazität des Flughafens München ist noch nicht ausgelastet. Die bestehende Auslegung mit zwei Bahnen kann noch Verkehr aufnehmen. Die geplante dritte Startbahn würde einen erheblichen Eingriff in die Lebens- und Wohnqualität der anwohnenden Bevölkerung bedeuten. Die Freien Wähler räumen daher den berechtigten Interessen der Anwohner Vorrang vor dem prognostizierten Gewinn von Arbeitsplätzen ein und lehnen den Bau einer dritten Start- und Landebahn ab.
Dringend notwendig ist dagegen eine Fernbahnanbindung des Flughafens. Was auf anderen Flughäfen seit Jahren selbstverständlich ist, wurde in München bisher versäumt. Wichtig ist dabei eine Bahnverbindung Ostbayerns zum Flughafen. Bei der Entscheidung für eine bestimmte Variante für die Streckenführung müssen neben Effizienz und Kosten auch Umweltaspekte berücksichtigt werden.




