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Anregungen der Jungen Freien Wähler Kulmbach
Zur aktuellen Diskussion um den Mangel von Lehrkräften an bayerischen Schulen
- Die Anzahl der Lehrkräfte muss den Schülerzahlen angepasst werden. Notfalls muss der Freistaat Bayern die Lehrer per Zeitvertrag anstellen bzw. mithilfe einer Planung Neueinstellungen unter Berücksichtung von Pensionierung der kommenden Jahre vornehmen, bis die geburtenstarken Jahrgänge versorgt sind.
- Die vorhandenen Lehrkräfte sind entsprechend der Schülerzahlen der einzelnen Institutionen in ganz Bayern optimal zu verteilen. Dies ist zurzeit nicht der Fall. Oft werden Lehrer von Schulen, an denen dringender Bedarf einer Vollzeitstelle besteht an andere Schulen versetzt, an denen sie nur als Halbtagskraft tätig sind.
- In den Mittel- und Oberstufen müssen neben pädagogisch ausgebildeten Lehrkräften ebenfalls fachlich geeignete Lehrbeauftragte eingesetzt werden. Die Lehrkraft bereitet die Schüler durch die Vermittlung des stofflichen Inhalts laut Lehrplan vor. Der Unterricht in Übungs- und Intensivierungsstunden kann von entsprechend ausgebildeten Fachkräften (Naturwissenschaftler, Sprachwissenschaftler usw.) durchgeführt werden. Mit krankheitsbedingten Fehlstunden der Lehrer ist in gleicher Weise zu verfahren. Durch diese Maßnahme werden einzelne Stunden der Pädagogen frei, die an anderer Stelle (z.B. in der Unterstufe) wieder für den Unterricht genutzt werden können.
- Einführung von Intensivierungs- und Übungsstunden zur Anwendung des Gelernten. Die theoretischen Lerninhalte müssen anhand von intensiven Übungsblöcken verinnerlicht werden. Schwache Schüler sind dabei gesondert zu behandeln und zu fördern. Dies soll jedoch so geschehen, dass die starken Schüler in ihrer Entwicklung nicht behindert werden. Während der Intensivierung für schwächere Schüler wäre also eine Förderung der guten Schüler durch besonders knifflige Aufgabenstellungen denkbar.
- Entschlackung und Neuordnung des Lehrplans zugunsten sozialer Fächer und Unterrichtsmethoden. Gesellschaftliche und politische Bildung muss eines der obersten Ziele der Schullaufbahn sein. Entsprechende Lerninhalte müssen eingearbeitet werden. Arbeiten in der Gruppe, Lösen von fächerübergreifenden Problemstellungen und freies Sprechen bereiten die Schüler besser auf den Beruf vor als stures Zuhören und Arbeiten nach "Schema F".
- Das Angebot von Eltern, sich aktiv am schulischen Leben zu beteiligen muss besser genutzt werden. Hier können Zusatzfächer angeboten werden (Kochen, Handwerkliche Arbeiten, ...).
- Förderung des Ehrenamts an Schulen durch Besserstellung engagierter Schüler (z.B. Vorteile bei Schulbibliothek, Nutzung von schulischen Einrichtungen und dergleichen).
Kern- und Schwerpunkt des Handelns sollte dabei immer sein: Die guten Schüler fordern, die schwachen Schüler fördern. Keinesfalls darf bei einer Förderung der schwachen Schüler die "Elite" vernachlässigt werden!
