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Ja zur Weiterentwicklung der Hauptschule - aber wohnortnah und flächendeckend

Resolution der Freien Wähler zum Erhalt der bayerischen Hauptschulstandorte... mehr


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Informationen zur Landtagsfraktion der Freien Wähler Bayern finden Sie unter www.fw-landtag.de.


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Resolution der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz

Wir brauchen die Hauptschule!

Das ostbayerische Handwerk bildet zurzeit rund 21.000 Lehrlinge aus. Davon kommen 70 Prozent von der Hauptschule. Die Hauptschule ist die Schulart, aus der das Handwerk den größten Anteil seines Nachwuchses rekrutiert. Dies macht deutlich, dass die Entwicklung der Handwerkswirtschaft maßgebend vom Wissen, den handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie dem sozialen Verhalten der Hauptschulabgänger abhängig ist. Gerade das personalintensive Handwerk setzt besonders auf Mitarbeiter aus der Hauptschule.

Das Handwerk stellt fest, dass

  • zehn Prozent aller Hauptschüler die Schule ohne Abschluss verlassen,
  • zehn Prozent der offenen Lehrstellen nicht besetzt werden können, da den Bewerbern die Ausbildungsreife fehlt,
  • zwei Drittel aller Ausbilder über mangelnde schulische Vorkenntnisse der Hauptschulabgänger klagen,
  • und die Hauptschulabgänger über zu wenig Praxisbezug zur Wirtschaft und Arbeitswelt verfügen.

Das Handwerk erwartet, dass Bewerber um Lehrstellen

  • lesen, schreiben, rechnen und Deutsch sprechen,
  • zuhören und durchhalten können,
  • sowie freundlich und aufgeschlossen, teamfähig und verantwortungsfreudig sind,
  • dass die Jugendlichen nach neun Jahren Hauptschule ausbildungsreif sind.

Die Vollversammlung der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz fordert daher,

  • den schmalen Intelligenzbegriff der PISA-Studie aufzugeben,
  • gleichzeitig, das mehrdimensionale Denken der Schüler gezielt zu fördern,
  • die Arbeitswelt konkret in den Unterricht einzubeziehen,
  • schwächere Schüler individuell zu fördern und zu betreuen,
  • den Rückzug der Hauptschule aus dem ländlichen Raum zu verhindern,
  • ausreichend qualifiziertes und motiviertes Lehrpersonal für die Hauptschule sicher zu stellen,
  • das Ansehen der Hauptschule aufzuwerten.

Das Handwerk begleitet gerne aktiv den Prozess zur Aufwertung der Hauptschule und empfiehlt sich weiterhin als erster Ansprechpartner für den beruflichen Alltag. Die Vollversammlung weist darauf hin, dass das weltweit anerkannte deutsche duale Ausbildungssystem eine leistungsfähige und qualifizierte Hauptschule braucht.