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Redaktion:

sfr Siegfried Frank
jör Jörg Ruthrof
rs Robert Sußner

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Ortsführung Sorg

05.08.2009

Ortsgeschichtliche Führung in Sorg

Rekordbeteiligung bei Ortsführung der Freien Wähler durch Sorg

Detailreiche Spurensuche im alten „Industriedorf“ 

Sorg (jr) - Das Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr Sorg bot den passenden geselligen Rahmen für die diesjährige ortsgeschichtliche Führung der Freien Wähler Wendelstein, bei der die Organisatoren, Architekt Karlheinz Zagel und Historiker Jörg Ruthrof, einen neuen Teilnehmerrekord erlebten: Über 120 interessierte Heimatfreunde aus der Gemeinde und der weiteren Umgebung folgten der knapp 2stündigen Führung zu einer architektonischen wie historischen Spurensuche nach dem mittelalterlichen „Industriedorf“ Sorg mit seinen Wohn-, Repräsentations- und Arbeitsgebäuden.

Erfreut über den großen Interessentenkreis begrüßte Wendelsteins FW-Vorsitzender Siegfried Frank die über 120 Interessierten, die sogar bis aus Schwabach, Schwanstetten und Kornburg zur Ortsführung gekommen waren. Vor der ehemaligen „Fabrikantenvilla“ der Familie Horr als Besitzern der Sorger Industrieanlagen seit dem 19.Jahrhundert, ging Jörg Ruthrof zunächst auf die Geschichte der mittelalterlichen „Industrien“ vor Ort mit einem 1420 genannten Hammerwerk und einem erstmals 1458 erwähnten Sägewerk ein. Karlheinz Zagel ergänzte die Ausführungen mit Erläuterungen zur denkmalgeschützten „Villa“ aus der Zeit um 1880. 

Am historischen Dorfplatz standen die typischen Siedlungselemente des „Industriedorfs“ in Anlehnung an die „Hammergüter“ wie in der Oberpfalz mit dem Uhrenhaus, der Gastwirtschaft und dem Wehrturm aus der Zeit um 1560 im Mittelpunkt, durch die sich der Ort „auf der Sorg“ von den Bauerndörfern der Umgebung unterscheidet. Als einmalige Dreingabe hatte sich die Familie Schalk als jetziger Besitzer der alten Dorfwirtschaft zur Öffnung ihres Hauses bereit erklärt und versorgte zudem die Führungsteilnehmer mit einer kleinen Brotzeit.

 

 

Wirthaus-Ensemble und Brunnenstube

 

Während Karlheinz Zagel die wichtigen zum Gesamtensemble des historischen Gasthauses gehörigen Gebäude von der eigentlichen Wirtschaft bis zu den Stadeln und dem Schlachthaus erklärte, erhielten die Führungsteilnehmer in Kleingruppen von Jörg Ruthrof in der sonst nicht zugänglichen unterirdischen Brunnenstube des Gasthauses Informationen zur allgemeinen Wasserversorgung des Ortes und der eigenen Quelle des Gasthauses. Hausbesitzer Xaver Schalk ließ es sich zudem nicht nehmen und erläuterte den Besuchern am Beispiel der alten Wirtsstube die langwierige Sanierung des Gesamtanwesens.

 

Das Sorger »Schlösschen«

 

Die letzte Station der Ortsführung war danach das „Schlösschen“ oberhalb des alten Dorfs. Hier übernahm nach den historischen Informationen durch Jörg Ruthrof und den ergänzenden architektonischen Anmerkungen von Karlheinz Zagel die dortige Besitzerfamilie Ritschel die weitere Führung durch die Innenräume. Die Besonderheit des Schlossbaues „auf der Sorg“ ist, dass der heute erhaltene Bau um 1660 als Ersatzbau für das „Rietersche Sommerhaus“ aus dem 16. Jahrhundert entstand und von einem österreichischen Exulanten, dem Freiherren Franz von Schwab, Freiherr zu Lichtenberg in der Krain, errichtet wurde.

Ein besonderes Lob seitens der beiden Führungsorganisatoren galt hier der Besitzerfamilie Ritschel, die im Erbweg über die „Schlossbauernfamilie“ Scheuerlein zum Schlossbesitzer wurde und seit Jahren erhebliche Mittel in Abstimmung mit dem Denkmalschutz in die Außen- und Innensanierung der Schlossanlage gesteckt hat. Vor wenigen Jahren erhielt die Familie, so Karlheinz Zagel, für diese ungewöhnlichen Bemühungen zudem eine denkmalpflegerische Auszeichnung vom Bezirk Mittelfranken. Gemütlich wurde es danach beim Ausklang am Festzelt der Sorger Feuerwehr, wo auch die kurzweilige Führung begonnen hatte.