Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Informationsfahrt nach Luxemburg zum EuGH

Nachlese?

  • wird Mitte bis Ende Juni stattfinden
  • Ort: Waldhalle Großschwarzenlohe - Einladung erfolgt separat

(c) - Vermerke:

alle Fotos: Siegfried Frank

Seiteninhalt

Luxemburg 2013

... nach Luxemburg

Luxemburg/Wendelstein (sf) – Komm‘ ein bisschen mit … nach Luxemburg! Das war das Motto der diesjährigen Fahrt der FREIEN WÄHLER WENDELSTEIN e.V. zu einer der europäischen Institutionen – dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH).

Die Anreise

Beginn der vom Bildungswerk für Kommunalpolitik Bayern (BKB) geförderten Fahrt war am 9. Mai; Vatertag, Europatag und Christi Himmelfahrt. Die erste Station war Speyer. Ein Eldorado für die mitreisenden Technik-Fans, die das Technik Museum besuchen konnten; und dies in aller Ausführlichkeit. Der Aufenthalt in Speyer war mit fünf Stunden veranschlagt, also auch viel Zeit für eine intensive Stadtbesichtigung in Verbindung mit einer Stadtführung; eine durchaus lohnende Möglichkeit, diese interessante Stadt mit ihrer bewegten Geschichte, die zwischen 1816 und 1918 bairisch war, und ihren Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Am Nachmittag ging es dann weiter zum Hauptziel der Fahrt – nach Luxemburg, welches am späten Nachmittag erreicht wurde. Nach Check-in im Hotel ging es auf eigene Faust los ins Zentrum von Lëtzebuerg, wie Luxemburg im moselfränkischen heißt.

Luxemburg – eine europäische Hauptstadt

Am nächsten Tag gab es dann zuerst eine Stadtrundfahrt, die über das Bahnhofsviertel in das Bankenviertel führte. Hier sind z.B. die Deutsche Bank AG und die Hypo-Vereinsbank zu finden. Weiter ging es zum Europazentrum auf dem Kirchberg Plateau. Bereits vor den Gründungen der EWG und der EURATOM im Jahr 1957 wurde 1952 die Gründungsakte der EGKS (die hohe Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl) unterschrieben, der Vorläufer aller heutigen Europäischen Institutionen. Dort befinden sich – neben dem Gerichtshof der Europäischen Union – unter anderem das Generalsekretariat des Europäischen Parlaments, die Europäische Investitionsbank und der Europäische Rechnungshof. Durch den internationalen Dienstleistungssektor und durch die internationale Zusammensetzung der Bevölkerung (über 60 % der Bevölkerung stammen aus anderen Ländern – die meisten davon aus der EU) ist Luxemburg im wahrsten Sinne des Wortes europäisch, oder mit den Worten Jean Monnets: sie hat sich von der »Kleinstadt zu einem Treffpunkt Europas« entwickelt.

Keine leeren Worte. Die Tageszeitung »Luxemburger Wort« ist ein Beleg dafür. Sie berichtet in der gleichen Ausgabe in drei Sprachen: Deutsch, Französisch und selbstverständlich Luxemburgisch.

Luxemburg – UNESCO Weltkulturerbe

Im Zuge der auf die Rundfahrt folgenden Stadtführung durch das »Gibraltar des Nordens« wurde das historische Luxemburg erkundet, welches seinen Ursprung im Jahre 963 hat, als der Ardennergraf Siegfried auf dem Bockfelsen eine Burg errichtete. Die noch vorhandenen Festungswerke und die genauso geschichtsträchtige Altstadt wurden im Übrigen 1994 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen, völlig zu Recht, wie z.B. ein Blick von der »Corniche«, auch schönster »Balkon Europas« genannt, eindrucksvoll vermittelt. Ebenso eindrucksvoll ist der Palais Grand Ducal, der seit 1856 die Abgeordnetenkammer und seit 1890 die Stadtresidenz der Großherzoglichen Familie beherbergt.

Der Gerichtshof der Europäischen Union

Hauptprogrammpunkt der Reise war die Besichtigung des Europäischen Gerichtshofs. Etabliert im Jahr 1952 hat er die Aufgabe »die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung« der Verträge zu sichern. Im Zuge der Besichtigung wurden den Reiseteilnehmern nicht nur das Gebäude, sondern auch die Interna der einzelnen Verfahrensarten, der Besetzung des Gerichtshofs, zu der jeweiligen Verfahrenssprache und den Beratungsmodalitäten auseinandergesetzt.

Eines dieser Verfahren war z.B. das im Zuge des Verbraucherschutzes das am EuGH anhängige Verfahren C-636/11 Karl Berger ./. Freistaat Bayern als Vorabentscheidungssache.

Trier – die älteste Stadt Deutschlands

Am nächsten Tag stand Trier auf dem Programm – die älteste Stadt Deutschlands. Im Zuge einer Stadtführung erfuhr die Gruppe Wissenswertes und Interessantes vom römischen Ursprung der Stadt bis hin zur neueren Geschichte. Besichtigt und vorgestellt wurden natürlich die Porta Nigra, das Dreiköniginnenhaus, der mittelalterliche Hauptmarkt, der Dom St. Peter und die Liebfrauenkirche, nicht zu vergessen die römische Palastaula und das Kurfürstliche Palais. Im Anschluss gab es ausreichend Zeit für eigene Exkursionen. Interessant war außerdem, dass Otmar Hörl (Präsident der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg) in der Geburtsstadt von Karl Marx eine »Installation mit 500 Karl-Marx-Figuren« auf dem Porta-Nigar-Platz in Trier veranstaltet hat. Besonders zu erwähnen ist außerdem noch ein zufälliges Zusammentreffen mit dem Vorsitzenden der FWG Trier Prof. Dr. Hermann Kleber - seines Zeichens als römischer Senator unterwegs um Gruppen die Geschichte Triers nahezubringen.

Schlösser und Burgen in Luxemburg

Am Rückweg gab es noch einen Abstecher in die luxemburgische Schlösser- und Burgenszene. Halte waren die Burg Vianden und das Schloss Assembourg.

Am Sonntag ging es dann zurück in Richtung Heimat. Allerdings nicht auf dem direkten Weg. Sonntag – Muttertag: da hat es sich natürlich empfohlen einen Abstecher nach Idar-Oberstein zu machen.

Idar-Oberstein – Kultur im wahrsten Sinne des Wortes

Dort stand natürlich eine Stadtführung auf dem Programm, die ausführlich in die Geschichte der Doppelstadt Einblicke gab. Nach »ungezählten« Treppenstufen wurde die Felsenkirche erreicht – das Wahrzeichen der Stadt. So viele Stufen machen hungrig. Empfehlenswert ist es, den Hunger durch die Spezialität der Stadt – den Spießbraten – zu stellen; ein Genuss. Idar-Oberstein ist natürlich auch als Edelsteinstadt weltberühmt. Da war es dann die ideale Ergänzung, die Edelstein-Erlebniswelt zu besuchen, insbesondere am Muttertag.

Zum Seitenanfang