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SC Tagblatt

Das Schwabacher Tagblatt über Bürgermeisterkandidat Peter Weidner

Je länger der Anlauf, desto größer die Chance?

Bürgermeisterkandidaten in Schwanstetten (II): Peter Weidner von den Freien Wählern - Programm

Er ist der Mann mit dem längsten Anlauf. «Seit drei Jahren habe ich mein Wahlprogramm im Kopf», sagt Peter Weidner, Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Schwanstetten. Der 54-jährige stellvertretende Schulleiter einer Hauptschule in Langwasser schwimmt im Wahlkampf auf einer Welle der Euphorie. Sie soll ihn bis in den Chefsessel des Rathauses tragen.

SCHWANSTETTEN – Es gibt da dieses Schwarz-Weiß-Foto aus den 1970-er Jahren von einer Fußballmannschaft. Rechts stehen acht Feldspieler. Dann kommt der Torwart. Dann der Spielführer. Und links vom Spielführer kommt Peter Weidner. Wie dieses Foto entstanden ist, weiß Ex-Kicker Weidner heute nicht mehr. Doch es charakterisiert ihn ganz gut: «Ich wollte schon immer vorne dran sein», sagt er. Der gebürtige Oberpfälzer, der schon als Zweitklässler Fußballspiele der einzelnen Klassen untereinander organisiert hat, ist jemand, der sich nicht gerne unterordnet.

Davon profitieren in seiner Wahlheimat eine ganze Menge Leute. Acht Jahre lang war er verantwortlich für die Tischtennis-Jugendarbeit beim 1. FC Schwand. Bis zu neun Nachwuchsteams standen unter seiner Führung an den Platten. So viele wie in keinem zweiten mittelfränkischen Verein. 2002 übernahm er den Vorsitz beim SV Leerstetten, den er bis jetzt innehat. Sichtbares Zeichen des Aufschwungs dort ist derzeit der Bau des vierten Fußball-Spielfeldes.

Ende des Stillstands

Peter Weidner ist niemand, der Streit sucht. Doch wenn es nötig ist, dann geht er ihm auch nicht aus dem Weg. Wenn er sich vor zwei, drei Jahren mit Bürgermeister Dietmar Koltzenburg in öffentlichen Gemeinderatssitzungen gezofft hat, dann sind Unbeteiligte in Deckung gegangen. Mittlerweile ist es ein wenig besser geworden. Doch der FW-Bürgermeisterkandidat ist nach wie vor überzeugt, dass in Schwanstetten mehr möglich wäre. Und dass sich Schwanstetten nach außen einfach zu schlecht verkauft. «Die letzten sechs Jahre waren doch Stillstand», klagt der Mann, der sich nach eigenen Angaben seit seinem sechsten Lebensjahr «dem Sport und der Kommunalpolitik» verschrieben hat.

Das stimmt natürlich nicht ganz. Fünf Kinder mussten großgezogen und das Reihenhaus in Leerstetten gebaut werden. Und eine Konrektorenstelle an einer Nürnberger Hauptschule, wo Weidner unter anderem für die Integrationsarbeit von ausländischen Schülern verantwortlich ist, gibt es auch nicht im Vorübergehen.

Hätte man den heute 54-Jährigen vor 35 Jahren gefragt, Peter Weidner wäre möglicherweise bei den Sozialdemokraten gelandet. «Ich war Wechselwähler mit dem Trend zur SPD», gibt er heute zu. Über den früheren FW-Fraktionssprecher Walter Mihatsch kam er jedoch Mitte der 1990-er Jahre in Kontakt zu den Freien Wählern. Er erlebte den Zusammenschluss der seinerzeit noch getrennten Ortsverbände Schwand und Leerstetten mit und arbeitete sich von da an konsequent nach oben. Schon 1997 wurde er stellvertretender FW-Kreisvorsitzender, 2002 zog er erstmals in den Gemeinderat ein. Zur Bürgermeisterkandidatur war es von dort nur noch ein kleiner Schritt.

Unter seiner Regie haben die Parteilosen sicher einiges auf die Beine gestellt. Sie waren die ersten, die ein richtiges Kulturprogramm mit einigen Großveranstaltungen anboten. Mittlerweile hat diese Aufgabe weitgehend der Verein «K.i.S.» übernommen. Bei den heftigen Auseinandersetzungen um einen möglichen Hubschrauberlandeplatz in Schwand und die Ansiedlung eines Discounters in Leerstetten hatten sie die Nase früh im Wind. Wenn Weidner derzeit seine sechs Wahlversammlungen abhält, dann tut er das an bekannten Orten: «Es ist für uns Freie Wähler ja schon die fünfte Vorstellungsrunde in den vergangenen Jahren.

Jetzt hofft der FW-Mann, dass sich die Kärrnerarbeit auszahlt. Auszahlt in Wählerstimmen. «Power, Perspektive, Peter Weidner» heißt sein Motto, und wenn er es am 2. März (oder zwei Wochen später in einer möglichen Stichwahl) tatsächlich schaffen sollte, so verspricht er ein Sofortprogramm, ein Zehn-Punkte-Programm und maximalen Einsatz, um politische Visionen umzusetzen.

Und: Er verspricht vor allem «eine neue Diskussionskultur» und eine andere Informationspolitik für die Bürger. «Das ist ja das größte Manko in der Gemeinde.»

Urheberrecht

Die vorrangigen Ziele, das weiß auch Peter Weidner, könnten natürlich auch seine Konkurrenten jederzeit unterschreiben. Mehr für Junge tun, bessere Angebote für Senioren schaffen, Gewerbebetriebe pflegen und neue in die Gemeinde holen, das alles mithilfe von Fachleuten wie renommierten Planungsbüros. «In der Zielsetzung gibt es ja keine großen Differenzen», räumt er ein. Doch für viele Punkte reklamiert er das Urheberrecht. «Ich war mit meinem Programm als erster draußen, und zwar mit Abstand.»

Wenn Peter Weidner gerade einmal nicht im Marktgemeinderat diskutiert, mit den Freien Wählern berät und den SV Leerstetten führt, dann darf es ruhig ein wenig Wellness sein. In der Sauna fließt der Schweiß von ganz alleine, ganz ohne Wahlkampf. Dort, beim Hobby-Sportclub, wird er dann schon einmal gefragt, was ihn denn besonders qualifizieren würde für das Amt des Bürgermeisters. «Wer es schafft, in seiner Schule Schüler aus 30 Nationen zu integrieren», sagt der FW-Anwärter auf den Chefposten dann halb im Scherz, «der wird das auch mit Schwand und Leerstetten schaffen.»

 ROBERT GERNER, Schwabacher Tagblatt, 07.02.08