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Wie kinderfreundlich ist unsere Gemeinde?

Hinten von links: Peter Weidner, Fritz Schrödel, Jürgen Kremer, Richard Hetzelein und Nicola Distler; die Powerkids freuen sich über die mitgebrachte Kinderschokolade

Schwanstetten – Die „Powerkids“ haben bei der Fraktion der Freien Wähler Schwanstetten viel Aufmerksamkeit ausgelöst. „Wie kinderfreundlich ist unsere Gemeinde?“ lautete das Thema des Projekts der Gruppenstunde der evangelischen Johanniskirche Schwand. Die Powerkids, unter der Leitung von Nicola Distler, sind 16 Kinder im Alter von sieben bis neun Jahren. Sie treffen sich immer dienstags von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr zur Gruppenstunde im evangelischen Gemeindhaus in Schwand.

Die Fraktion der Freien Wähler besuchte nun die Powerkids in einer Gruppenstunde und besprach mit der Gruppenleiterin Nicola Distler und den Powerkids die Projektstudie. „Warum habt ihr dieses Projekt durchgeführt?“ lautete die einleitende Frage von Fraktionsprecher Peter Weidner. Hintergrund war der Gedanke, den ländlichen Raum auch in Zukunft für seine Bürger attraktiv zu erhalten: “Die Kinder sollen frühzeitig lernen, sich als Teil des Ortes zu begreifen und sich für ihren Ort zu engagieren“, erläuterte Nicola Distler ihre Motivation diese 17-seitige Projektarbeit durchzuführen. Marktgemeinderat Jürgen Kremer war besonders erstaunt, dass diese Untersuchung ganz auf ehrenamtlichem Engagement beruht. Die Untersuchung ist in vier Teile aufgebaut. Zunächst wurde mit einem Fragebogen das Freizeitverhalten der Gruppenstundenkinder und die Bekanntheit der Freizeitangebote im Ort erfasst. In einem zweiten Schritt wurden dann Eltern zum Freizeitangebot in Schwanstetten befragt. Und  drittens wurden noch Spielplätze vor Ort besucht und begutachtet. Zum Schluss gab es auch noch ein ausführliches Empfehlungsschreiben an die Gemeinde.

Bei der Befragung der Kinder kam heraus, dass das Ferienprogramm sehr bekannt ist. Auch die großen Sportvereine FC Schwand und den SV Leerstetten kannten die Kinder. Viele weitere gute Freizeitangebote waren unbekannt. Ähnliche Ergebnisse lieferte auch der Elternfragebogen. Bei der Begutachtung der Spielplätze stellte sich heraus, dass das Anbot für ältere Kinder nicht ausreicht.

„Was können wir von Seiten der Politik für unsere Kinder tun?“ bot Marktgemeinderat Fritz Schrödel die Unterstützung der Freien Wähler an. „Transportieren Sie unsere Ergebnisse in den Marktgemeinderat!“ erwiderte Nicola Distler. „Einige Ergebnisse sind ohne viel Aufwand sofort umzusetzen und kosten auch nicht viel.“

Die Marktgemeinde sollte eine Broschüre mit allen Angeboten der Vereine und Kirchen und sonstigen Einrichtungen erstellen. Oft kennen die Eltern und Kinder die tollen Angebote in Schwanstetten nicht. Ein „Kinderführer“ für alle neu zugezogenen Familien, aber auch für Familien die bereits länger Schwanstetten  wohnen, wäre hier ein hilfreiches Instrument. 

Auch das Schwanstettener Info könnte mit einer monatlichen Kinderseite wesentlich attraktiver gestaltet werden. Das Angebot für ältere Kinder sollte sich erheblich verbessern. Wunschvorstellungen an die Markgemeinde sind hier ein Kletterwald, ein Abenteuer- und Erlebnisspielplatz, ein Wasserspielplatz, eine Inliner- und Skaterbahn und Tischtennisplatten.

 Die sehr guten Spielplätze für kleine Kinder sollten unter dem Gesichtspunkt „Aufrüstung für größere Kinder“ begutachtete werden. Die Vereinsangebote sollten in Zukunft noch besser präsentiert werden. Der Tag der Vereine der Grundschule Schwanstetten war hier eine sehr gelungene Veranstaltung. Der Pausehof der Grundschule muss ansprechender gestaltet werden.

 

Richard Hetzelein überreicht Nicola Distler eine Spielesammlung für die Powerkids; weiter hinten von links Peter Weidner, Fritz Schrödel und Jürgen Kremer