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Bericht Neujahrsempfang 2012

- Von links: 1. stv. Vors. Jürgen Kremer, 3.BGM Richard Götz aus Kammerstein, Kreisvors. Hermann Kratzer aus Greding, 1.BGM Thomas Schneider aus Röttenbach, 2. stv. Vors. Richard Hetzelein, Vorsitzender Peter Weidner, stv. Landrat Walter Schnell aus Kammerstein, 1. BGM Robert Pfann, Wolfgang Knörle, 2. BGMin Elisabeth Bieber aus Roth, Landrat Herbert Eckstein aus Wendelstein und 1. BGM Manfred Preischl aus Greding
So berichtet das Schwabacher Tagblatt am 21.01.2012:
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Neujahrsempfang der Freien Wähler Schwanstetten
Früher erkennen, früher handeln
Herbert Eckstein betonte, dass sowohl der Landkreis als auch der Markt Schwanstetten wirtschaftlich sehr gut da stehen. So gäbe es im Landkreis nur vier Betriebe, die mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigen. Deshalb sei der Kreis nicht von einem großen Betrieb abhängig. Ebenso erklärte Eckstein, dass ein Landkreis mehr sei als die jährliche Diskussion um die Kreisumlage. Ein Landkreis müsse Entwicklungen immer etwas früher erkennen und etwas früher handeln. Ein Beispiel sei dafür, einen guten Bildungsstandort zu bieten.
Der Landrat ging dann zu allgemeinen politischen Themen über. Er sprach die jüngste Zuwanderungsstatistik an und stellte fest, dass Deutschland als Einwanderungsland nicht mehr sehr begehrt sei. Dennoch brauche die bundesdeutsche Gesellschaft Zuwanderung, und eines Tages werde man den Flüchtlingen hinterherlaufen. Vor allem müssten die Menschen in Deutschland wieder die Kraft haben, Grundsatzentscheidungen breit und auch kontrovers zu diskutieren. Eckstein erinnerte sich, dass in seiner Jugend viele Themen kontrovers diskutiert worden seien. Dadurch sei er ein politischer Mensch geworden.
Scharfe Kritik übte er an der Bundeswehrreform und stellte die Frage, ob Deutschland eine Armee wie in den USA oder Großbritannien brauche, wo es keine Wehrpflicht mehr gibt. Er fügte hinzu, dass es niemandem schade – ganz gleich ob männlichen oder weiblichen Geschlechts – wenn er für ein Jahr einen Dienst für den Staat und damit für die Allgemeinheit verrichtet. Dafür erhielt Landrat Eckstein viel Beifall in der Kulturscheune. Die Reform der Bundeswehr bezeichnete er als dilettantisch. Sie „verbrenne“ Menschen und Geld.
Besonders trat Eckstein dafür ein, die Bürger an der Politik stärker zu beteiligen. Diese müssten spüren, dass ihre Meinung gefragt sei. So lobte er auch, dass in der Marktgemeinde Schwanstetten eine Informationsveranstaltung zur geplanten grünen Mitte im Ortszentrum stattfindet.
Die Freien Wähler Schwanstetten luden anschließend zum gemeinsamen Imbiss mit Weißwürsten und Wienerle ein. Während des Empfang sorgte der Klaviervirtuose Sergej Parparov aus Nürnberg für schwungvolle musikalische Begleitung.



