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30. August 2009

FW Freie Wähler - informieren sich über die Situation der Milchbauern

Informationstag beim Bauernhof der Fam. Schneider

Allersberg - Schönbrunn

FW Freie Wähler - informieren sich vorort über die Situation der Milchbauern
"Tag der offenen Tür" bei den Milchbauern in Schönbrunn

Initiator des Informationstages war der Bauernverband Deutscher Milcherzeuger (BDM). Der Kreisvorsitzende der Freien Wähler Roth, Hermann Kratzer, informierte sich dabei vor Ort intensiv über die aktuelle Situation der Milchbauern. Mit vielen anderen nahm er an diesem Tag auch an den angebotenen Betriebsführungen über den Hof und Stall der Landwirtsfamilie Schneider teil. 

Otto Schneider ist mit Leib und Seele Bauer. Er erzählte von seinen täglichen Arbeitsablauf im Betrieb, der morgens früh um 5 Uhr beginnt und am Abend nicht vor 19 Uhr endet - und das die ganze Woche, inklusiv Samstag und Sonntag. Dabei packen auch die Eltern und die vier Töchter mit an. Zur eigentlichen Hofarbeit kommt dann noch die Büroarbeiten. Die Familie hat viel investiert und einen Vorzeigehof geschaffen. "Wir machen unsere Arbeit wirklich gerne, doch wenn es so weiter geht mit dem niedrigen Milchpreis können wir nicht überleben", sagt Otto Schneider.

Zentrales Thema des Tages war es, auf den niedrigen Milchpreis aufmerksam zu machen, denn "So kann es nicht mehr weiter gehen!", sagen die Verantwortlichen. Der BDM hat ein Programm vorgelegt, das den Steuerzahlern nichts kostet und einen Umschwung in der momentan verfahrenen Situation der Milcherzeugung bringen soll. Die Politiker seien aufgerufen, die Vorlage ernst zu nehmen und zu handeln, denn das Höfesterben in Deutschland müsse gebremst werden.

Allein im Landkreis Roth fehlt durch den Milchpreisverfall 20 Millionen Euro Wertschöpfung, rechnete der BDM vor. Der jetzige Weg mit Subventionierungen aus Steuergeldern sei eine Sackgasse, betonte der BDM. Er fordert eine Begrenzung der Milchproduktion und stellte sich gegen die Liberalisierung, die zu einem Preischaos geführt habe.

Bald wird der BDM unter dem Zeichen der schwarze-rot-gelben Kuh Faironika eine eigene Marke in den Verkaufsregalen der Einkaufsmärkte stehen haben, mit deren Kauf die Verbraucher dazu beitragen können, dass die regionalen Milchbetriebe auch künftig existieren können.

Siehe dazu auch die FW Freie Wähler Pressemitteilung 02.09.2009 zum Thema: EU-Agrarausschuss hält an weiterer Milchquotenerhöhung fest

17.09.2009
Bernhard Kroczek
Öffentlichkeitsreferent
Freie Wähler Landkreis Roth