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9. Februar 2009
Freie Wähler diskutierten über Teilnahme an der Europa-Wahl
Tendenz zeigt nach Europa
Freie Wähler diskutierten über Teilnahme an Wahl
LANDKREIS ROTH (gw) — Sollen sich die Freien Wähler an der Europawahl am 7. Juni beteiligen? Diese Frage wird derzeit bundesweit an der Basis kontrovers diskutiert. So auch am Montagabend im Kreisverband Roth. Ergebnis: „Die Befürworter sind leicht in der Überzahl“, berichtete Kreisvorsitzender Walter Schnell gestern auf Nachfrage.
Rund 50 Mitglieder waren zu einem Vortrag mit dem Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Dr. Peter Bauer nach Pfaffenhofen gekommen. Formell abgestimmt wurde zwar nicht. Doch die Stimmungslage nach der sachlich geführten Diskussion sei in Richtung einer Wahlteilnahme tendiert, so Schnell.
Auch Peter Bauer und Walter Schnell befürworten eine Teilnahme. Hauptargument: Nach dem Erfolg bei der bayerischen Landtagswahl erwarteten viele Anhänger eine Kandidatur, weil sie den Parteien keine Lösungen mehr zutrauten. Die Kritiker dagegen verweisen auf die lokale Tradition der Freien Wähler, die so verloren gehe.
Die Entscheidung trifft der Bundesverband der Freien Wähler. Wie sich der Landesverband Bayern dazu stellt, darüber befindet die Landesdelegiertenversammlung am 7. Februar in Auerbach. „Unsere Delegierten sind natürlich in ihrer Entscheidung frei“, betont Schnell.
Als bayerische Spitzenkandidatin ist bereits Gabriele Pauli im Gespräch. Würde sie ins Europaparlament wechseln, bekäme der Landkreis einen FW-Landtagsabgeordneten: Hermann Kratzer aus Greding würde nachrücken.



