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7. Februar 2008
Freie Wähler-Bürgermeisterkandidaten in 11 von 13 Kreisgemeinden
Freie Wähler mit guten Chancen bei Kommunalwahl
Wendelstein (jr) - „Wenn diesmal am 2.März in 13 Gemeinden unseres Landkreises die Bürgermeister neu gewählt werden, bewerben sich in 11 Gemeinden davon Kandidaten der Freien Wähler mit um dieses Amt - mehr als von der CSU und die SPD im Landkreis und darauf dürfen wir stolz sein“ betonte FW-Kreisvorsitzender Walter Schnell beim „politischen Aschermittwoch“ in der Wendelsteiner TSV-Halle und präsentierte ebenso stolz die einzelnen Bürgermeisterkandidaten als einen der Höhepunkte neben der Hauptrede von Landesvorsitzendem Hubert Aiwanger.
Nach der Rede von Landesvorsitzendem Hubert Aiwanger oblag Walter Schnell die Moderation des „Aschermittwochs“, die er mit seinen eigenen Gedanken zur Analyse der Freien Wähler im Landkreis und den Chancen für die Kommunalwahl im März eröffnete. Sein Lob und auch Dank galten Aiwanger als Landesvorsitzendem, der durch sein persönliches Engagement die Organisationsform der Freien Wähler in Bayern seit seinem Amtsantritt entscheidend weiterentwickelt hat und inhaltlich viele neue Ideen und Anregungen eingebracht hat. Ebenso herzlich dankte er Werner Winter für die Organisation und Durchführung der Aschermittwochs-Veranstaltung.
Die Wahlkampfzeit sah Walter Schnell als sich wiederholenden Ideenwettbewerb der politischen Gruppierungen, wobei der Hauptunterschied der Freien Wähler zu den Parteien darin besteht, daß nicht das Erreichen oder Sichern absoluter Mehrheiten im Vordergrund steht. Vielmehr sind die Freien Wähler als Gruppe politisch interessierter Bürger Garanten für sachbezogene Diskussionskultur und Entscheidungsfindung und lehnen populistische Entscheidungen und Auftritte ab. Gerade deshalb sind auch der Liberalisierungs- und Privatisierungswahn des Staates eher Themen und Schwerpunkte als populistische Ausländerpolitik.
Das soziale Gleichgewicht stimmt nicht mehr
Die Parteien, so Schnell, haben längst ihre wichtigsten Aufgaben vergessen, wenn sie aufgrund der Wirtschaftsentwicklung im Land über EU-Normen und die x-te Reform der Reform diskutieren und darüber vergessen, daß im eigenen Land für manche Familien nicht einmal mehr der Lohn beider Eltern zum Leben ausreicht. „Die Politik sollte als Schwerpunkt erreichbare Lebensziele anstreben für normale Menschen, die zur Arbeit gehen, Kinder ordentlich erziehen und sich gesellschaftlich im Ehrenamt engagieren, wobei jeder wirklich Hilfsbedürftige auch Anspruch hat auf unsere Unterstützung, aber nicht die Sozialschmarotzer.“ Auch der Bürokratiewahn ist inzwischen preiswürdig chaotisch: Allein der Bürokratieaufwand, um in der Gemeinde ein Feuerwehrhaus neu zu bauen, verschlinge noch vor dem ersten Spatenstich mehrere 1000 -, €, für Planungs- und Genehmigungsgelder und bis eine Privatperson für staatlich geförderte Projekte tatsächlich den Zuschuß bekommt, muß sie faktisch ein „Aufbaustudium für Behördenkommunikation“ bewältigen. Fragwürdig bleibt zudem, warum bewährte Institutionen wie das Amt für Landwirtschaft allein in den letzten 20 Jahren fünfmal umstrukturiert, neubetitelt und deren Amtsstellen zusammengelegt und teilweise aufgelöst wurden.
„CSU zeigt im Landkreis, wie man’s nicht machen sollte“
Als gelungen und ausgewogen bewertete Walter Schnell die gute Kandidatenmischung und die große Zahl an Persönlichkeiten aus allen Landkreisgemeinden mit vielseitigen Fachkenntnissen und allgemein bürgerschaftlichem Engagement bei der Kurzvorstellung der FW-Kreistagsliste, zumal bei der Aufstellung traditionell keine Rangeleien oder Platzierungsneid auftraten. „Wie man’s nicht machen sollte, hat die CSU im Landkreis hinreichend bewiesen, ob in Heideck oder in Greding oder im eigenen Kreisverband mit der „Kuchenmeister-Revolte“ gegen Dr. Manfred Weiß“ bohrte Schnell sehr direkt in einer offenen Wunde der CSU im Landkreis.
Verlässlichkeit, Orts- und Personenkenntnis, Berufserfahrung und diplomatisches Geschick sowie Diskussionskultur zum besten der Heimatgemeinde gelten bei den Freien Wählern mehr als ein Parteibuch und fraktionelles Blockdenken. Wenn in Kammerstein die CSU eine FW-Mehrheit verhindern will, bleibt die Frage warum - die dortige FW-Fraktion hat nie ihr Mehrheitsrecht gnadenlos ausgenutzt wie die Parteien, sondern immer die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen gesucht. Genau das prägt die Freien Wähler als unabhängige und sachbezogen arbeitende Gruppierung mit guter politischer Kultur und sprichwörtlich „freien Köpfen“ aus.
Freie Wähler kritisieren nicht nur, sie bringen auch eigene Ideen ein
Schon die Schwerpunkte der Freien Wähler im Landkreis Roth mit den Stichworten Bildung und Familie, Förderung des ländlichen Raumes und effektive Einbindung des Landkreises Roth in der Metropolregion Nürnberg sowie vernünftige und langfristig sichere Finanzpolitik zeigen, daß die Freien Wähler in ihrer Heimatregion „zuhause“ sind und sich einbringen. Daß dabei auch landesweite Projekte wie der Transrapid, der trotz der räumlichen Distanz zu Oberbayern indirekt auch die Bürger im Landkreis Roth finanziell belastet, Themen sind, zeigt, daß die Freien Wähler auch über die Landkreisgrenzen hinaus für ihre Heimat Verantwortung zeigen. „Für den 2.März wünsche ich mir, daß die Wähler bewusst Kandidaten und Menschen wählen, die bereit sind miteinander anstatt gegeneinander zu arbeiten und ihren Kopf freihalten von politischen Farbtönen. Wir brauchen in der Kommunalpolitik mehr freie Köpfe, mehr Freie Wähler“ beschloß Walter Schnell seine Ausführungen und ging dazu über, den anwesenden Bürgermeisterkandidaten aus dem Landkreis für deren Kurzvorstellung das Podium zu übergeben. Den Anfang machten dabei die Kandidaten aus dem „schwarzen Loch“ im Süden mit Michael Pfeiffer aus Hilpoltstein, Manfred Preischl aus Greding und Dr.Reinhard Spörl aus Heideck.
Aus den nächsten Nachbargemeinden stellten sich Thomas Schneider aus Röttenbach, Anton Friedrich aus Abenberg und Klaus Popp aus Rohr sowie Helmut Bauz aus Büchenbach vor. Neben Walter Schnell als Kammersteiner Bürgermeister ohne Gegenkandidaten beschlossen Peter Weidner aus Schwanstetten und Werner Winter als Wendelsteiner Lokalmatador die Kandidatenpräsentation. Auch die „Jugend“ kam zu Wort, da Josef Graupmann als Landesvorsitzender der „Jungen Freien Wähler“ die Kandidaten daran erinnerte, auch an die Interessen und Bedürfnisse der Jugend zu denken, zumal manche Erstwähler überhaupt fürs Wählen gewonnen werden müssen. Wendelsteins 3.Bürgermeister Wolfgang Dinkler oblag dann das Schlusswort mit den besten Wünschen für die Kandidaten.




