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31. März 2008

Walter Schnell, Kreisvorsitzender der Freien Wähler im Landkreis Roth

Aufwärtstrend der Freien Wähler im Landkreis Roth

ROTH - Die Freien Wähler (FW) im Landkreis Roth sind mit dem Abschneiden bei den Kommunalwahlen zufrieden. Dieses positive Fazit zogen die Verantwortlichen auf Orts- und Kreisebene im Rahmen der jüngsten erweiterten Kreisvorstandssitzung in Roth. FW-Kreisvorsitzender Walter Schnell: "Den Freien Wählern ist es gelungen im Vergleich zu den Kommunalwahlen vor sechs Jahren in nahezu allen Landkreisgemeinden kräftig zuzulegen. Mit 20,4 % haben die Freien Wähler ein neues Rekordergebnis bei der Kreistagswahl erzielt.

Mit Manfred Preischl aus Greding stellen die Freien Wähler einen weiteren Bürgermeister. Wiedergewählt wurden Walter Schnell (Kammerstein), Helmut Bauz (Büchenbach) und Thomas Schneider (Röttenbach). Dem großen Engagement der vielen Bürgermeisterkandidaten in den Landkreisgemeinden seien auch die guten örtlichen Ergebnisse zu verdanken.

"Wir müssen auf dem Teppich bleiben und unseren Wählerauftrag in gute Politik umsetzen", meinte dazu Walter Schnell. "Unsere Leute haben in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet, das zahlt sich jetzt aus". Schnell erinnerte an die Anfänge der Freien Wähler im Landkreis Roth. "Wir konnten uns durch beständige Arbeit von Wahl zu Wahl steigern und haben vor allem bei der Kreistagswahl eine neue Rekordmarke erreicht".

Mit 12 Kreisräten sind die Freien Wähler im neuen Kreistag vertreten. Besondere Glückwünsche erhielten die neuen Kreisräte Michael Pfeiffer (Hilpoltstein), Helmut Bauz (Büchenbach), Hermann Kratzer (Greding) und Manfred Preischl (Greding). "Wir werden im Kreistag weiterhin sachlich, ruhig und selbstbewußt unsere Arbeit fortsetzen", führte dazu Fraktionsvorsitzender Alfred Zottmann (Spalt) aus.

Auch die politische Großwetterlage wurde analysiert. Die politischen Fehler des CSU auf Landesebene, so die einhellige Meinung im Kreisvorstand, schlagen mittlerweile auf die Kommunen durch. Probleme im Schulbereich, Hausarztsterben, das lange Warten der Gemeinden auf Zuschüsse, die Vernachlässigung des ländlichen Raumes, die Diskussion um den Transrapid, das Rauchverbot und die Landesbank-Pleite wurden von den Teilnehmern als weitere Gründe genannt. "Wir müssen diese Themen weiterhin aufgreifen und eigene Vorschläge unterbreiten", sagte dazu stv. Kreisvorsitzender Thomas Schneider. 

Auch landesweit konnten die Freien Wähler punkten. Marktgemeinderat Werner Winter, stv. Landesvorsitzender aus Wendelstein, konnte von vielen ermutigenden Beispielen berichten. Die FW stellen künftig mehr Landräte und Oberbürgermeister. In den Landkreisen Nürnberger Land und Neustadt Aisch / Bad Windsheim wurden Kandidaten der Freien Wähler zu Landräten gewählt. Auch in den Räten der großen kreisfreien Städte gibt es künftig weit mehr Vertreter der Freien Wähler.

Abschließend wurden die Vorbereitungen für die Landtags- und Bezirkstagswahlen am 28. September angesprochen. Erste Namen für Kandidaten wurden genannt. Mehrheitlich einigte man sich mit profilierten und bekannten Persönlichkeiten antreten zu wollen. Elisabeth Bieber aus Roth: "Wir haben sowohl mit unseren hervorragenden Kandidaten als auch mit unseren bürgernahen Konzepten gepunktet. Genauso werden wir auch in den Landtagswahlkampf ziehen und die bayerische Landespolitik mit pragmatischer und sachorientierter Politik mitgestalten".