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27. Februar 2008

Zuversichtlich in die Wahlen

ROTH - Die Freien Wähler sehen der Kommunalwahl am 2. März zuversichtlich entgegen. Dies war bei der jüngsten Kreisvorstandssitzung der Freien Wähler im Landkreis Roth deutlich zu spüren. Die vielzitierte Politikverdrossenheit ist nicht generell zu spüren, so FW-Kreisvorsitzender Walter Schnell. Im Gegenteil: "Vielerorts sind die Wahlversammlungen besser besucht als im Jahr 2002, gerade auch bei den Freien Wählern".  

Bei den Bürgermeisterwahlen sind die Freien Wähler sehr rührig. "Wir werden unsere Position bei den Bürgermeistern ausbauen", ist sich stv. Kreisvorsitzender Thomas Schneider, Bürgermeister in Röttenbach, sicher. "Bürgermeister der Freien Wähler können mit Fleiß und Bürgernähe viel bewegen und brauchen für ihr Amt nicht die fragwürdigen Beziehungen über Parteischienen". Die elf Bürgermeisterkandidaten haben sich in mehreren Zusammenkünften auf Kreisebene ausgetauscht. Diese wertvollen Kontakte wollen sie auch nach dem Wahltag pflegen.   In den Versammlungen nehmen die Themen "Familie" und "Bildung" einen großen Raum ein, berichteten die Mitglieder der Kreisvorstandschaft. Die Frage nach der Zukunft der Schulen, insbesondere der Hauptschule, sei drängend. Die Freien Wähler sprechen sich für wohnortnahe Schulen, für Klassenhöchststärken von 25 Kindern pro Klasse und einem Absinken der Mindestschülerzahl von derzeit 15 auf 10 Kindern pro Klasse aus.    

Auch die Zukunft des ländlichen Raumes ist für viele Besucher der Wahlversammlungen ein wichtiges Thema. Haben wir in fünf Jahren noch einen Hausarzt? Wann kommt endlich DSL? Wie können wir wohnortnahe Arbeitsplatze halten? Solche und ähnliche Fragten bewegen, so stv. Landrat Walter Schnell, die Menschen im Landkreis.   Von einer gewissen CSU-Verdrossenheit berichteten die Vorstandsmitglieder insbesondere im Süden des Landkreises. Die Basis der CSU sympathisiere häufig mit den Themen der Freien Wähler und kritisiere offen Versäumnisse oder Fehler der eigenen Parteispitze. "Der Transrapid wird von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt", berichtete Bürgermeister Helmut Bauz aus Büchenbach. "Die Menschen lehnen die zunehmende staatliche Bevormundung ab", ergänzte Kreisrat Fritz Loy aus Thalmässing.  

"Gerade unsere Bürgermeisterkandidaten haben in den letzten Monaten einen engagierten und motivierten Wahlkampf betrieben, erklärte Peter Weidner, stv. Kreisvorsitzender und Bürgermeisterkandidat aus Schwanstetten. Bürgermeisterkandidat Michael Pfeiffer aus Hilpoltstein: "Die Bürger freuen sich, dass sie bei der Kommunalwahl mit den Freien Wählern eine echte Alternative haben". Das Auseinanderdriften des sozialen Gefüges beschäftige die Menschen sehr. Dr. Reinhard Spörl, Bürgermeisterkandidat in Heideck: " Die Menschen verstehen nicht, dass der Lohn eines Arbeitnehmers nicht mehr für den Unterhalt einer Familie reichen kann". Spörl sieht hier die Politik gefordert.

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