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20. Oktober 2008

FREIE WÄHLER kümmern sich um die Betriebe

Eine Delegation der Freien Wähler aus dem Landkreis Roth informierte sich unmittelbar vor Ort über die Probleme heimischer Brennereien, hier im Gespräch mit Kartoffelerzeuger Martin Hummel aus Rohr.

Nach der Wahl wie vor der Wahl - FREIE WÄHLER kümmern sich um die Betriebe  

In der Vorbereitung zu den Landtags- und Bezirkstagswahlen 2008 hatte sich eine Abordnung der Freien Wähler (FW) in der bäuerlichen Genossenschaftsbrennerei in Rohr kundig gemacht. Das damalige Versprechen von Kreistagsmitglied Hermann Kratzer aus Greding, die Brennerei während der Produktionszeit im Herbst erneut aufzusuchen, wurde jetzt verwirklicht.   Brennereivorstand Wolfgang Straußberger erklärte den Freien Wählern – neben Hermann Kratzer auch stellv. Landrat und Bezirksrat Walter Schnell, sowie die Kreistagsmitglieder Manfred Preischl, Greding, Dr. Reinhard Spörl, Heideck, und weitere interessierte Freie Wähler – die Probleme, mit der die Genossenschaft zu kämpfen hat.  

In Mittelfranken gibt es neun landwirtschaftliche Genossenschaftsbrennereien, acht davon im Landkreis Roth. Alle verarbeiten ausschließlich heimisch erzeugte Kartoffeln oder Getreide zu reinem Alkohol, der in die kosmetische und Getränkeindustrie wandert.  

Hauptprobleme sind laut Straußberger, dass seit Jahren nur rund 50 Prozent des zugeteilten Kontingents gebrannt werden dürfen, und zudem unklar ist, wie lang das vorhandene Brennrecht noch gilt. Diese unklare Situation wirkt sich negativ auf langfristige Planungen, notwendige Investitionen, Auslastung der Anlage, und somit letztlich auf die Wirtschaftlichkeit des Kartoffelanbaus und der Brennerei aus. Hinzu kämen immer wieder staatlich verordnete neue Auflagen, die trotz unsicherer Zukunft der Genossenschaft einzuhalten sind, erklärte Straußberger. Zum Teil müssen sich die Kontrolleure erst auf die Vergehensweise zur Prüfung einstellen. Walter Schnell, Manfred Preischl und Dr. Reinhard Spörl bestätigten diese Problematik aus ihren Informationen von anderen Gewerbebereichen.

„Dabei“, so Hermann Kratzer, „zeigen die laufenden Erneuerungsarbeiten im Brennereigebäude, dass diese durch einheimische Firmen durchgeführt werden, und ein Beitrag zur Stärkung der heimischen Wirtschaftskraft erfolgt“. Dr. Reinhard Spörl: „Die Brennerei erhält und fördert Arbeitsplätze im landwirtschaftlichen und im sonstigen ländlichen Bereich. Dies zeigen auch die laufenden Bemühungen, z.B. durch Wärmedämmung den Energieverbrauch zu senken, oder durch neue Standbeine die Wirtschaftlichkeit der Brennerei zu verbessern.“ Die Freien Wähler werden die vor Ort gewonnenen Eindrücke und Informationen in ihre politische Arbeit der nächsten Jahre einbinden, erklärte Bezirksrat Walter Schnell, um den vielfach versprochenen Bürokratieabbau spürbar werden zu lassen.

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