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15. September 2008

FW-Betriebsbesichtigung Heideck

Die Freien Wähler bei Opitz + Flierl Hospitaltechnik. Betriebsinhaber Wolfgang Opitz (Mitte, mit Anzug) zeigt den beiden FW-Direktkandidaten Hermann Kratzer (links) undWalter Schnell (rechts) ein Edelstahlblech, aus dem kleine Teile herausgeschnitten wurden. Mit dabei Kreisrat Michael Pfeiffer (3. v. li.), FW-Geschäftsführerin Isolde Krahle (4. v. re.), Prokurist Raimund Baier (rechts) sowie FW-OrtsvorsitzenderDieter Knedlik(links) und Vertreter der Freien Wähler aus Heideck.

Anstatt Wahlversammlungen haben die Freien Wähler begonnen, in den Gemeinden des Landkreises Roth jeweils verschiedene Betriebe oder Einrichtungen zu besuchen.

Die Firma Opitz + Flierl Hospitaltechnik AG in Heideck war diesmal das Ziel für die Direkt- und Listenkandidaten der Freien Wähler: Stadt- und Kreisrat Hermann Kratzer für den Landtag und Bürgermeister und stellvertretender Landrat Walter Schnell für den Bezirkstag, zusammen mit dem Kreisrat Michael Pfeiffer, der Kreisgeschäftsführerin Isolde Krahle, Dieter Knedlik, dem Vorsitzenden der Heidecker Freien Wähler, sowie einigen Mitgliedern des Ortsvereins. Betriebsinhaber Wolfgang Opitz sowie Prokurist und technischer Leiter Raimund Baier informierten zum einen durch eine Bildpräsentation und anschließend beim Rundgang durch die Fertigung und die Lagerhallen.

Geplant, produziert und vor Ort eingebaut werden Operationssäle oder ganze Intensivstationen. Der Trend gehe zu Komplettlösungen, man zeige den Verantwortlichen auf, wie richtig geplant wird und baue dann. Dies überwiegend aus dem hygienischen Edelstahl und Glas. Ein zweites Standbein seit etwa vier Jahren sei der Kompletteinbau von Laborsystemen, Höchstsicherheitslabore für die Forschung mit Gentechnik beispielsweise. Für diese müssten die Schiebetüren auch bei Unter- bzw. Überdruck dicht schließen. Mit mehr als 30 der 160 Beschäftigten arbeiten sehr viele in der Konstruktion, gut 90 dagegen in Fertigung und Montage. Die Laserschneidmaschine, mit der die Edelstahlteile aus den großen Blechen geschnitten werden, interessierte ebenso wie das Schweißen von Edelstahlbecken an eine Edelstahlabdeckung. Kaum zu sehen war diese Schweißnaht.

Momentan werde viel gebaut, ein neues Gebäude für Büros und Ausstellungen sowie neue Produktionsräume. So entstehe mehr Lagerplatz für die Edelstahlbleche beispielsweise, aber auch Lagerflächen. Diese seien nämlich zu klein geworden, seit man etwa drei Viertel für den Export produziere. Große Zelte überspannen derzeit die Regale mit fertig verpackten Teilen. Zum Bestimmungsort, oft in Übersee, transportiert werde nämlich erst, wenn alles komplett ist und vor Ort von eigenen Leuten aufgebaut werden kann. Sehr beeindruckt waren die Freien Wähler vom Arbeitsbereich der Firma und auch davon, dass sie Ausbildungsplätze bereit stellt, derzeit 14.

Walter Schnell erkundigte sich, wie die Politik solche Betriebe stützen könne. Wolfgang Opitz lobte die Zusammenarbeit mit den politischen Gremien von Stadt und Landkreis. Die Bundespolitik allerdings lasse die mittelständischen Firmen allein, klagte er. Zu hundert Prozent müsste seine Firma die Forschung und Entwicklung tragen, beispielsweise von Brandschutztüren in OP-Sälen, die nach der Verschärfung der Vorschriften nötig geworden seien. Forschungsgelder des Bundes fließen nämlich nur einigen wenigen, ganz großen Firmen zu.  

Sehr interessant und lehrreich war die Betriebsbesichtigung für die Freien Wähler, waren sich alle einig. Schließlich sei eines ihrer Ziele bei ihrer Beteiligung an der Landtagswahl, dass die heimischen Arbeitsplätze, Mittelstand, Einzelhandel, Handwerk und Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb nicht benachteiligt werden. Auch soll unnötige Bürokratie und Überregulierung abgebaut werden.  


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