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11. Februar 2008

Von Beginn an auf Ausgleich bedacht

Gruppenbild mit Dame: Geehrt wurden Gründungsmitglieder im Kreisverband UWG/FW Roth: Johann Augsdörfer (Kammer­stein), Eberhard Büttner (Röthenbach/St.W.), Wolfgang Dinkler (Wendelstein), Heinrich Himmelein (Roth), Andreas Winkler (Greding). Unser Bild zeigt sie mit der aktuellen Führung des Kreisverbandes.

Freie Wähler im Landkreis Roth feierten Doppeljubiläum: 35 Jahre Kreistagsfraktion, 30 Jahre Kreisverband

„Aus politischen Weggefährten sind gute Freunde geworden“. Die Freien Wähler im Landkreis Roth nahmen ihr Doppeljubiläum von „35 Jahre Kreistagsfraktion“ und „30 Jahre Kreisverband“ zum Anlass, um mitten im Wahl­kampf noch einmal kräftig Selbstvertrauen zu tanken. Der Rückblick stand ganz im Zeichen des Dankens an die Männer und Frauen der ersten Stunde. Im Ausblick wurde Zuversicht großgeschrieben. Gleich ob Kreistag, Kommunalparlament oder Bürgermeistersessel: Die Freien Wähler sehen gute Chancen auf Zuwächse.

LANDKREIS ROTH (pü) – Drei Wochen vor der Kommunalwahl erinnerten die Freien Wähler gestern in einer Feierstunde im Sitzungssaal des Kreistages an ihre kommunalpolitischen Anfangsjahre beziehungsweise an jene Generation von Freien Wählern, die vor 35 Jahren angetreten war, „um mit einer hundertprozentigen Ausrichtung auf die Sachpolitik einen Ausgleich zwischen den politischen Blöcken zu schaffen“.

Laut Kreisvorsitzendem Walter Schnell ist dies gut gelungen. Der Stellenwert der Freien Wähler sei in den zurückliegenden Jahren zwar langsam, aber doch stetig gewachsen, erklärte Schnell. „Sowohl auf Gemeinde- als auch auf Kreisebene“.

Alfred Zottmann sieht das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Eine zweistellige Zahl von Kreistagssitzen schwebt dem Vorsitzenden der Kreistagsfraktion für die künftige Legislaturperiode vor. Derzeit stellen die Freien Wähler neun von insgesamt 60 Kreisräten. „Inzwischen hört man auf uns und spricht mit uns“, wies Zottmann auf den gestiegenen Stellenwert der Freien Wähler im Kreistag hin. Die soziale und ökologische Ausrichtung seiner Fraktion werde respektiert, erklärte der Großweingartener.

Zulegen wollen die Freien Wähler vor allem auch, was die Zahl ihrer Bürgermeister betrifft. Die Chancen für die insgesamt elf Kandidaten (bei 13 Bürgermeisterwahlen) seien besser als je zuvor, erklärte mit Walter Schnell einer der drei aktuellen Bürgermeister. Seine Partei hege, was die Probleme der CSU im Landkreis-Süden betrifft, zwar keine Schadenfreude. Doch werden die Freien Wähler alles tun, um der um sich greifenden Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. Hauptziel sei, ohne ideologischen Ballast und Parteienfilz Politik zu gestalten. Dafür plädierten gestern auch die elf Bürgermeisterkandidaten, die mit ihrer launigen Selbstdarstellung Schwung in den Vormittag brachten, der mit zwanglosen Gesprächsrunden endete.

Der Takt muss stimmen

Landrat Herbert Eckstein nahm das Bläserquartett junger Musiker, die das Doppeljubiläum trefflich umrahmten, als Beispiel für seine politische Einstellung. Instrumente und Tonlagen könnten durchaus unterschiedlich sein, wenn nur der Takt stimmen würde. Sein Verhältnis zu den Freien machte er an zwei Personen fest. Mit dem im vergangenen Jahr verstorbenen „Gründungsvater“ der FW, Friedrich Rupprecht, habe er einen Freund verloren. Mit Walter Schnell, Rupprechts Nachfolger als Kreisvorsitzender der FW, komme er ebenfalls sehr gut klar, erklärte Eckstein. Walter Schnell sei ein sehr loyaler Stellvertreter, lobte der Landrat.

Den Nachhauseweg konnten die Abordnungen von 14 Ortsverbänden (insgesamt 650 Mitglieder) mit einer informativen Chronik im Gepäck antreten. Auf 40 A4-Seiten lässt sich die Geschichte der Freien Wähler im Landkreis Roth detailliert nachlesen.

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