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23. November 2007
Freie Wähler im Landkreis Roth unterstützt Petition zur Bildungspolitik
Kleinere Schulklassen und mehr Lehrer als Hauptziel
Nürnberg/Roth (jr) - Die bei der Landesversammlung der Freien Wähler in Nürnberg beschlossene Petition an den Landtag für eine bessere bayerische Bildungspolitik stößt auch im FW-Kreisverband Roth auf breite Zustimmung. Mithilfe von Unterschriftensammlungen in den Gemeinden des Landkreises sollen folgende Ziele im Bildungsbereich umgesetzt werden: Kleinere Schulklassen mit höchstens 25 Kindern, mehr Lehrer und speziell für den ländlichen Bereich die Festsetzung der Mindestschülerzahl pro Klasse auf 10 Kinder. Ebenso sollten das letzte Kindergartenjahr kostenfrei und verpflichtend sein und im Universitätssektor soll auf die Studiengebühren im Erststudium verzichtet werden.
Gerade mit der Erfahrung als langjährige Lehrer begrüßten Walter Schnell als stellvertretender Landrat und FW-Kreisvorsitzender wie auch sein Stellvertreter Peter Weidner die Petition, die einstimmig bei der Landesversammlung der Freien Wähler in Nürnberg verabschiedet wurde. „Um besser auf die geistige Entwicklung der Schulkinder eingehen zu können sind angesichts der von der CSU als „Allheilmittel“ nach den schlechten Ergebnissen der PISA-Tests schnell und konzeptlos gesetzlich verankert wordenen Straffung des Unterrichtsstoffes und der laufenden Reformen für die einzelnen Schultypen auch bei weiterbildenden Schulen mit reduzierter Gesamtschulzeit kleinere Klassen mit Höchstschülerzahl von 25 Kindern das einzig richtige Signal“ betonten Schnell und Weidner.
Auch Röttenbachs Bürgermeister Thomas Schneider sieht in der Petition, für die in den nächsten Tagen mit der Unterschriftensammlung begonnen wird, gute Chancen für ein flächendeckendes und ortsnahes Schulsystem mit großen Vorteilen. So entstehen bei den teilweise schon jetzt umgesetzten zentralen Schuleinrichtungen, die ebenfalls dem Zentralisierungswahn der CSU zu verdanken sind, nur als einer von vielen Aspekten für die Schüler und Eltern weite Anfahrtswege. „Mit einer Mindestklassengröße von 10 Schülern haben viele kleinere Gemeindeschulen und Ortsteilschulen bessere Chance auf Bestandsschutz und für die Lehrer können zusätzliche Arbeitsplätze teilweise in Wohnortnähe geschaffen werden“ bilanziert er.
Petition deckt alle Bildungsebenen vom Kindergarten bis zur Universität ab
Als wichtigen frühen Ansatzpunkt für die besseren Bildungsideen der Freien Wähler begrüßt Werner Winter aus Wendelstein als stellvertretender Landesvorsitzender und persönlich betroffen als Familienvater den Vorschlag, das letzte Kindergartenjahr kostenfrei und zugleich verpflichtend zu machen. „Die Kinder können so einerseits besser auf das spätere Schulleben vorbereitet werden und lernen so auch wichtige gesellschaftliche Grundregeln“. Aber nicht nur Kindergarten und die gesamtbayerischen Schultypen sind Bestandteil der Petition für eine bessere Bildungspolitik, auch die akademische Ausbildung an der Universität.
Generell sollten für das Erststudium die Studiengebühren abgeschafft werden, um für die Region und Europa genug gut ausgebildeten Akademikernachwuchs ausbilden zu können. „Ob in der Lehrerausbildung, in den modernen Forschungsberufen oder in klassischen akademischen Arbeitsfeldern, überall werden uns die Akademiker fehlen, wenn nur noch das Geld über einen Studienplatz entscheidet und nicht das Wissen, Interesse und Können der Abiturienten, die ihr schulisches Wissen in ein akademisch geprägtes Berufsbild umsetzen wollen“ begründet Walter Schnell den Vorstoß der Freien Wähler auch in diesem Bildungssektor.



