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11. November 2007

Trauer um Fritz Rupprecht

Fritz Rupprecht

Rupprecht Gründervater der Freien Wähler ist tot

ROTH/REDNITZHEMBACH - Friedrich Rupprecht ist tot. Der "Gründervater" der Freien Wähler im Landkreis Roth,  frühere Leiter der Standortverwaltung Roth und langjährige Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen im Rother Kreistag verstarb im Alter von 94 Jahren im Rother Krankenhaus. Bis zuletzt verfolgte Friedrich Rupprecht aufmerksam das politische Geschehen im Landkreis Roth.  

Friedrich Rupprecht gehörte 1972 nach der Gebietsreform dem ersten Rother Kreistag an. Bis 1990 war er Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler. Er war auch 1977 der Hauptinitiator zur Gründung des Kreisverbandes der Freien Wähler. Damals nannte sich der Kreisverband Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG). Von 1977 bis 1985 stand er dem Kreisverband als Kreisvorsitzender vor. Eine Reihe von Ortsverbänden der Freien Wähler wurde unter seiner Verantwortung gegründet. Auf Vorschlag seines Nachfolgers Walter Schnell wurde er 1985 zum Ehrenkreisvorsitzenden ernannt.  

Der Verstorbene erfreute sich bei den Freien Wählern größter Wertschätzung. "Für viele von uns ist Friedrich Rupprecht eine Vaterfigur", erklärte stv. Landrat Walter Schnell. Seine Korrektheit, sein Fleiß und seine Sachlichkeit seien zu tragenden Werten bei den Freien Wählern geworden.   Schnell würdigte Rupprecht als gebildete Persönlichkeit und überzeugten Demokraten, der auch Andersdenkende achtete. Geprägt seien sein Denken und Handeln vom Versagen der Parteien in der Hitler-Diktatur und den schlimmen Folgen. Daher habe er absolute Mehrheiten und Machtmißbrauch immer kritisch hinterfragt. Schnell: "Auf sein Wort konnte man sich immer verlassen".  

Landrat Herbert Eckstein bezeichnete Fritz Rupprecht als "guten, verläßlichen und aufrechten Wegbegleiter". Rupprecht habe im Landkreis "viel bewegt und sehr viel geleistet. Von Fritz Rupprecht konnten wir Jüngeren viel lernen".   Rupprecht habe den Ruf der Standortverwaltung positiv geprägt und mit der Gründung der Freien Wähler politische Aufbruchstimmung im Landkreis erzeugt. Bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand war Rupprecht ein engagierter Verfechter für den Aufbau des Bundeswehrstandortes in Roth. Für seine vielfältigen Verdienste wurde Rupprecht neben der Landkreisverdienstmedaille auch mit dem  Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.  

Auch wenn er sich aus dem politischen Tagesgeschäft längst zurückgezogen hatte, begleitete er noch bis zuletzt das politische Geschehen in der Region aufmerksam. Noch vor wenigen Wochen, bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler für den Kreistag, ließ er über Walter Schnell Grüße ausrichten.

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