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Geschichte

Kreistagsfraktion 1972 - 2007:

Die Entwicklung der Kreistagsfraktion der FREIEN WÄHLER (FW) im Landkreis Roth (früher Unabhängige Wählergemeinschaft – UWG)

Mit der am 11. Juni 1972 stattfindenden Kreistagswahl zogen erstmals Kreisräte der Freien Wähler in den Kreistag Roth ein. Der Landkreis Roth wurde 1972 im Zuge der Gebietsreform aus großen Teilen der früheren Landkreise Schwabach und Hilpoltstein sowie einiger kleinerer Gebiete aus Nachbarlandkreisen gebildet.

Schon Ende 1971, also lange vor den am 11. Juni 1972 stattfindenden Kreistagswahlen, trafen sich freie, parteiungebundene und an der Kommunalpolitik interessierte Bürger aus den beiden Altlandkreisen, um die Möglichkeiten der politischen Mitwirkung auf Kreisebene zu beraten.

Blick in die Altlandkreise

Eine Organisation bestand nicht. Gleichwohl kandidierten auf Listen freier Gruppen Bürgerinnen und Bürger – vor allem in den kleinen Gemeinden – für die Gemeinderäte. Im Altlandkreis Hilpoltstein gab es in den zurückliegenden Jahrzehnten einige wenige parteifreie Kreisräte, die über unabhängige Listen oder über Parteien gewählt wurden.

Im Altlandkreis Schwabach gab es keine unabhängigen oder freien Listen. Die Bürgermeister der Freien Wähler kandidierten auf Parteilisten mit dem Zusatz „Partei und Freie Wähler“. So zogen z. B. Fritz Gundel aus Büchenbach über die CSU-Liste und Leonhard Schnell aus Kammerstein über die FDP-Liste in den Kreistag ein.

Kreistagswahl 1972

Nach einer Reihe von Besprechungen - ein wichtiger Motor war seinerzeit Franz Kollroß aus Spalt - trafen sich am 14. April 1972 Freunde und Anhänger der "Unabhängigen Wählergemeinschaft - UWG", wie man den Wahlvorschlag nennen wollte, im Hotel Seerose in Roth. Die kühnsten Erwartungen wurden weit übertroffen. Mehr als 200 Personen kamen dort zusammen und nominierten nach eingehender Beratung die 60 Kandidaten für den Wahlvorschlag.

Die Wählergemeinschaft konnte auf Anhieb 10,55 % und damit sechs Sitze im neuen Kreistag gewinnen. Nachdem Maximus Fickert, der die meisten Stimmen erzielt hatte, wegen seiner Zugehörigkeit zum Landratsamt die Wahl nicht annehmen konnte, zogen folgende unabhängige Wähler in den Kreistag ein: Heinrich Himmelein aus Roth, Hans Kolb aus Roth, Hans Rößler aus Greding, Friedrich Rupprecht aus Rednitzhembach, Wilhelm Weglehner aus Thalmässing und Alfred Zintl aus Allersberg.

Erste Fraktionssitzung

Die erstmalige Zusammenkunft der gesamten Fraktion fand am 29. Juni 1972 in Allersberg im Gasthof Rehm statt. Diesen Tag kann man als Geburtsstunde der UWG-Kreistagsfraktion bezeichnen. Als Fraktionsvorsitzenden und Mitglied im Kreisausschuss benannte die Fraktion Friedrich Rupprecht.

Im Laufe der Legislaturperiode verstärkte sich die Fraktion durch den Übertritt des aus der SPD ausgeschiedenen Kreisrats Josef Bäuml aus Hilpoltstein.

Kreistagswahl 1978

Die konsequente sachliche Arbeit der Fraktion im Kreistag, wie sie Friedrich Rupprecht in seiner ersten Erklärung im neuen Kreistag versprach, fand in der Öffentlichkeit und bei den Wählern Anerkennung. Dies zeigte sich bei der Kreistagswahl am 5. März 1978. Der Stimmenanteil der UWG vergrößerte sich auf 12,08 % und es konnten nunmehr sieben unabhängige Bürger in den Kreistag einziehen. Aus dem ersten Kreistag wurden Hans Rößler, Friedrich Rupprecht und Hans Kolb wiedergewählt. Neu traten in den Kreistag ein: Matthias Losch aus Greding, Gerhard Pachelbel aus Heideck, Walter Schnell aus Kammerstein und Friedrich Wagner aus Thalmässing. Wiederum wurde Friedrich Rupprecht zum Fraktionsvorsitzenden gewählt und in den Kreisausschuss entsandt.

Kreistagswahl 1984

Auch bei der Kreistagswahl am 18. März 1984 gewann die UWG sieben Sitze im Kreistag und erreichte einen Stimmenanteil von 11,26 %. So konnten Matthias Losch, Hans Rößler, Friedrich Rupprecht, Walter Schnell und Friedrich Wagner wiederum ein Mandat erringen, Manfred Klos und Ottmar Misoph - beide aus Spalt - kamen neu in den Kreistag. Zum dritten Mal wählten die Kreisräte Friedrich Rupprecht zu ihrem Vorsitzenden und nominierten ihn erneut für den Kreisausschuss.

Im Jahr 1986 erfolgte nach einer Namensänderung des Kreisverbandes auch eine Änderung der Fraktionsbezeichnung in "Unabhängige Wählergemeinschaft/Freie Wähler - UWG/FW".

Kreistagswahl 1990

Bei der Kreistagswahl im Jahr 1990 konnten die Kandidaten der UWG/FW  10,94 % der Stimmen und damit sechs Mandate im Kreistag erringen.

Folgende Kollegen wurden 1990 in den Kreistag gewählt:

  • Walter Schnell, Konrektor aus Kammerstein;
  • Hans Rößler, Bezirksschornsteinfegermeister aus Greding;
  • Fritz Loy, Landwirt aus Thalmässing;
  • Hans Henglein, Unternehmer aus Abenberg;
  • Friedrich Wagner, Bankkaufmann aus Thalmässing und
  • Alfred Zottmann, Kriminalbeamter aus Spalt.

Die Kreisräte wählten Walter Schnell zu ihrem Fraktionsvorsitzenden und Hans Rößler zum Stellvertreter. Walter Schnell wurde mit der Vertretung im Kreisausschuss beauftragt.

Die Arbeit der Kreistagsfraktion ging engagiert weiter. Viele Anstöße für die Kreistagsarbeit zeichneten die Fraktion auch in der Öffentlichkeit aus. Zielstrebig und sachbezogen wurde in zahlreichen Fraktionstreffen gearbeitet und das konstruktive Miteinander mit den anderen politischen Kräften im Kreistag gesucht. Zentrale Punkte waren Themen wie Sparvorschläge für den Kreishaushalt, Initiativen im Umwelt- und Abfallbereich sowie die Förderung der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit.

Landratswahl 1993

Ein Meilenstein in der Entwicklung der Kreistagsfraktion war die erstmalige Beteiligung an Landratswahlen am 17. Oktober 1993. Nach dem überraschenden Tod von Landrat Dr. Helmut Hutzelmann traten fünf Kandidaten an. Walter Schnell und seine Wahlkampfmannschaft erreichten nach einem engagierten, kreativen und fairen Wahlkampf für die UWG/FW mit fast 10.000 Stimmen und 20,7 % ein stattliches und vielbeachtetes Ergebnis. Zum Landrat wurde in der Stichwahl schließlich MdL Herbert Eckstein (SPD) gewählt.

In den Jahren 93 und 94 starben die ehemaligen Fraktionskollegen Matthias Losch aus Greding, Hans Kolb aus Roth und Alfred Zintl aus Allersberg. Marion Lösch aus Schwanstetten, die dem Kreistag als parteilose Kreisrätin angehörte, schloss sich 1994 der Fraktion an. 

Kreistagswahl 1996

Die engagierte und erfolgreiche Arbeit der Kreistagsfraktion wurde bei der Kreistagswahl am 10. März 1996 honoriert. Mit  15,76 % und damit neun Mandaten erreichten die Freien Wähler ihr bisher mit Abstand bestes Wahlergebnis auf Kreisebene.

Für die Freien Wähler zogen folgende Personen in den Kreistag ein:

  • Walter Schnell, 1. Bürgermeister aus Kammerstein (20.564 Stimmen);
  • Fritz Loy, Landwirt aus Thalmässing (16.349 Stimmen);
  • Hans Henglein, Unternehmer aus Abenberg (15.640 Stimmen);
  • Hans Rößler, Bezirksschornsteinfegermeister aus Greding (14.431 Stimmen);
  • Hans Herger, 1. Bürgermeister aus Heideck (12.639 Stimmen);
  • Hans-Peter Holzinger, Handelsvertreter aus Greding (11.823 Stimmen);
  • Alfred Zottmann, Kriminalbeamter aus Spalt (11.803 Stimmen);
  • Max Pfaller, Landwirt aus Greding (11.607 Stimmen) und
  • Benno Basso MdS, Gärtnermeister aus Roth (11.383 Stimmen).

Im September 1996 verstarb Hans Rößler aus Greding. Hans Rößler gehörte dem Kreistag von 1972 bis 1996 an und war Ehrenmitglied des UWG/FW-Kreisverbandes Roth. Für ihn rückte Friedrich Wagner, Bankkaufmann aus Thalmässing (11.383), in den Kreistag nach.

Das Amt des Fraktionsvorsitzenden übernahm Alfred Zottmann. Zu seinen Vertretern wurden Fritz Loy und Benno Basso gewählt.

Erstmals Landratsstellverteter

Erstmals in der Geschichte des Landkreises Roth stellten die Freien Wähler mit Walter Schnell seit Mai 1996 den ersten  Stellvertreter des Landrats. In der Wahlperiode 1996 bis 2002 gehörten dem Kreisausschuss, dem wichtigsten Ausschuss des Kreistages, ebenfalls erstmals mit Walter Schnell und Alfred Zottmann zwei Kreisräte aus den Reihen der UWG/FW an.

Im Laufe der Wahlperiode änderte die Fraktion auch ihren Namen. Aus Unabhängige Wählergemeinschaft/Freie Wähler (UWG/FW) wurde Freie Wähler (FW). Damit reagierten die Kreisräte auf die Namensangleichung vieler Orts- und Kreisverbände im ganzen Land.

Kreistagswahl 2002

Ein neues Spitzenergebnis brachte die Kreistagswahl am 3. März 2002. Die Freien Wähler zogen mit 15,85 % und neun Kreisräten in den Kreistag ein. Herausragende Ergebnisse wurden mit 49,91 % in Kammerstein, mit 34,92 % in Röttenbach und mit 32,27 % in Rohr erzielt. Die schwächeren Ergebnisse kamen aus den einwohnerstarken Gemeinden Roth mit 9,22 %, Hilpoltstein mit 9,33 % und Wendelstein mit 9,67 %.

Die CSU kam auf 28 (+1) Sitze, die SPD erzielte 18 (-1) Mandate. Bündnis 90/DIE GRÜNEN stellten drei (-1) Kreisräte, die FDP errang zwei (+1) Mandate.

Neun FW-Kreisräte

Über die Liste der Freien Wähler wurden folgende Kreisräte gewählt:

  • Walter Schnell, 1. Bürgermeister, Kammerstein mit 26.457 Stimmen,
  • Hans Henglein, Unternehmer, Abenberg mit 15.565 Stimmen,
  • Fritz Loy, Landwirt, Thalmässing mit 13.878 Stimmen,
  • Thomas Schneider, 1. Bürgermeister, Röttenbach mit 13.154 Stimmen,
  • Alfred Zottmann, Kriminalhauptkommissar, Spalt mit 13.005 Stimmen,
  • Dr. Reinhard Spörl, Landwirtschaftsdirektor, Heideck mit 12.530 Stimmen,
  • Fritz Schrödel, Landwirt, Schwanstetten mit 12.280 Stimmen,
  • Max Pfaller, Landwirt, Greding mit 12.203 Stimmen,
  • Richard Götz, Landwirt, Kammerstein mit 12.016 Stimmen.

Zottmann und Schnell bestätigt

Zum Fraktionsvorsitzenden wurde wiederum Alfred Zottmann gewählt. Alfred Zottmann und Walter Schnell vertreten die Freien Wähler auch im Kreisausschuss. Bestätigt wurde ebenso Walter Schnell im Amt des ersten Stellvertreters des Landrats.

Kreisrat Max Pfaller (geb. 28. Sept. 1943, gest. 16. Nov. 2003) aus Greding-Kraftsbuch verstarb 2003 im Alter von 60 Jahren. Ihm folgte mit der Einzelhandelskauffrau und 3. Bürgermeisterin von Roth Elisabeth Bieber (11.785 Stimmen) erstmals eine Frau in die Kreistagsfraktion der Freien Wähler.

Unser langjähriger Fraktionsvorsitzender und „Gründervater“ der Freien Wähler Friedrich Rupprecht aus Rednitzhembach verstarb am 08. November 2007 im Alter von 94 Jahren. Vier Wochen später mussten wir auch seine Frau Anni zu Grabe tragen. Sie wurde von uns allen wegen ihres großen Engagements für die Freien Wähler liebevoll  als unsere „Kreismutti“ bezeichnet.

Für die Zukunft sind die Freien Wähler gut aufgestellt. Unsere Mandatsträger werden sich auch in Zukunft ausschließlich an Sachfragen orientieren. Unsere Kreisräte stehen für eine gute politische Kultur. Sie arbeiten fair, sachbezogen und unabhängig zum Wohle der Menschen im Landkreis Roth.

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