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Aktuelles

Bürgerbegehren zum Thema Schulstandort

Am 28.09.2018 teilten drei Bürger/-innen der Gemeindeverwaltung mit, dass sie ein Bürgerbegehren zum Thema Schulstandort in der Gemeinde Kammerstein beantragen.

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Aktuell

Bürgerbegehren zum Thema Schulstandort in der Gemeinde Kammerstein

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde Kammerstein sind ab dem nächsten oder spätestens übernächsten Schuljahr zusätzliche Klassenräume zur Unterrichtung der Schulkinder erforderlich.

Der Gemeinderat befasst sich deshalb mit dem Bau von vier zusätzlichen Klassenräumen mit den erforderlichen Funktionsräumen.

Als möglicher Standort wurde ein Grundstück in Barthelmesaurach gewählt, welches aufgrund der Größe auch Erweiterungsmöglichkeiten für zukünftige Entwicklungen bietet. Zusätzlich ist dieses Grundstück an einer wenig befahrenen Innerortsstraße gelegen.

In der Bürgerschaft war dieser Standort nicht unumstritten. Insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass beide möglichen Standorte in Barthelmesaurach und Kammerstein Vor- und Nachteile ausweisen.

Vorteile des Standortes Kammerstein ist die Nähe zum Kindergarten (ca. 750m) und die dadurch mögliche Zusammenarbeit beider Einrichtungen, die Lage am Sportgelände des SV Kammerstein mit der Möglichkeit der Nutzung des bereits vorhanden Rasenspielfeldes und daß sich das Grundstück in Kammerstein bereits im Besitz der Gemeinde befindet.

Durch eine Realisierung des Diakonie-Projektes in Barthelmesaurach würde eine zweite Kindertagesstätte in Barthelmesaurach entstehen und zusätzlich die Pfarrstelle in Barthelmesaurach dadurch gesichert.

Durch den eventuellen späteren Bau einer Sporthalle am Standort in Kammerstein wäre eine Nutzung für die Schüler und die Mitglieder des Sportvereins möglich.

Vorteile des Standortes Barthelmesaurach sind die um ca. 50% größere zugesicherte Grundstückfläche und das dadurch mögliche Erweiterungspotential, die Lage an der geringer befahrenen Innerortsstraße (nur ca. 25 - 30% des Verkehrsaufkommens im Vergleich zu Kammerstein) und die Nutzung der Funktionsräume im neuen Schulgebäude für alle Schüler (Entfernung zum bisherigen Schulstandort ca. 600 - 700m).

Gemeinsam können an beiden möglichen Schulstandorten sämtliche, bisher absehbaren räumlichen Anforderungen realisiert werden.

 

Im Antrag des Bürgerbegehrens zum Schulstandort in der Gemeinde Kammerstein werden folgende Gründe angeführt:

- Erhebliche Mehrkosten am Standort Barthelmesaurach

- Verhinderung einer langfristigen Schulzusammenführung "unter einem Dach"

- Gefährung der Kinder durch die Nachbarschaft zum Gewerbegebiet

- Mögliche Erweiterung des Gewerbegebietes blockiert

 

Mehrkosten

In der Kostenschätzung des Architektenteams vom 18.07.2018 sind die Mehrkosten zum überwiegenden Anteil auf den Grundstückskauf und den Bau eines optionalen Rasenspielfeldes zurückzuführen.

In der Kostenschätzung wurde der Kauf eines flächenmäßig größeren Grundstückes in Barthelmesaurach berücksichtigt.

Wie auf den Übersichtslichtbildern der Grundstücke dargestellt sind in Kammerstein für schulische Zwecke ca. 9.500 m² und in Barthelmesaurch ca. 13.500 m² (ca. 14.500 m² - ca. 1.000 m² für Parkplätze und Zufahrt) verfügbar. Bei der zugesagten Grundstücksgröße in Barthelmesaurch wäre auch ein optionales Rasenspielfeld realisierbar. Eine bauliche Nutzung des Rasenspielfeldes in Kammerstein würde die Möglichkeiten des Sportvereins stark einschränken.

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Barthelmesaurach
Kammerstein

Durch das größere Grundstück in Barthelmesaurach sind tatsächlich Mehrkosten zu erwarten.

Die Diakonie in Neuendettelsau hat sich als Betreiber eines weiteren innovativen überregionalen Schul- und Kindertagesstättenprojektes in Kammerstein angeboten. Durch den Verkauf des schulisch nutzbaren Bereichs des Grundstückes in Kammerstein wäre ein teilweiser Ausgleich der zu erwartenden Mehrkosten zu erreichen.

 

Langfristige Verhinderung einer Schulzusammenführung

Wie bereits dargestellt, ist die für schulische Zwecke verfügbare Grundstückfläche in Barthelmesaurach flächenmäßig größer. Dadurch wäre eine, auf langfristige Sicht angestrebte Schulzusammenführung gesichert.

 

Gefährdung der Kinder durch die Nachbarschaft des Gewerbegebietes

Die Lage des Grundstückes in Barthelmesaurach nach der Zufahrt zum Gewerbegebiete bedingt keine zwingend zu erwartende verkehrsbedingte Gefährdung der Schüler/innen.

Demgegenüber bedingt die Lage des Grundstückes in Kammerstein an der stark befahrenen Kreisstraße RH 4 ein erhöhtes Gefährdungspotential für die Kammersteiner Kinder welche zur Schule laufen müssen. Die Verkehrsbelastung in Kammerstein ist um das Drei- bis Vierfache höher als an der Innerortsstraße in Barthelmesaurach.

Bei der möglichen Realisierung eines Schulneubaus der Diakonie in Kammerstein wäre ebenfalls eine Gefährdung der Schüler gegeben, welche zu Fuß diese Schule erreichen müssen.

Bei privaten Schulträgerschaften besteht jedoch kein Beförderungsrecht der Schüler. Der Schülertransport fällt somit in die Verantwortung der Eltern. Bei einer kommunalen Schule müssten die Schüler aus Kammerstein, aufgrund der räumlichen Nähe zum Schulstandort, zu Fuß zur Schule gehen.

 

Mögliche Erweiterung des Gewerbegebietes blockiert

Ein mögliche Erweiterung des Gewerbegebietes auf den vorgesehenen Grundstücken des Schulneubaus ist aus planerischer Sicht kaum möglich. Die, an das Gewerbegebiet angenzenden Grundstücke zum Dorfgebiet hin wurden bei der Gebietsentwicklung von den Planungsbehörden als nicht gewerblich nutzbar eingestuft. Bei der Planung des Gewerbegebietes war noch unklar, welche Betriebe sich letztendlich ansiedeln würden. Aus diesem Grund wurde eine Pufferzone zum Schutz des Dorfgebietes verfügt.

 

Bei der Abstimmung im Gemeinderat standen die Standorte in Kammerstein und Barthelmesaurach zur Auswahl. Die Beschlüsse zu den Standorten fielen mit 5:10 Stimmen für Kammerstein und 13:2 Stimmen für Barthelmesaurach.

Durch den Antrag zur Durchführung des Bürgerbegehrens sind sämtliche Planungen einzustellen. Dadurch ergibt sich eine Verzögerung bei Bau der benötigten zusätzlichen Klassenzimmer von ca. einem halben bis zu einem Jahr.

Zusätzlich ist die Umsetzung des Schul- und Kita-Projektes der Diakonie Neuendettelsau gefährdet.

Aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen zum zukünftigen Schulstandort bitten wir jedoch alle Bürger der Gemeinde Kammerstein die Argumente und Gesichtspunkte objektiv zu werten.

Eine Reduzierung des Themas "Schulstandort" auf den Ortsgedanken spaltet unsere bürgerliche Gemeinschaft nachhaltig.