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Faktionssitzung Mai 2018

Die Freien Wähler im Landratsamt – Personal und Gebäude gut ?

 

Die Kreistagsfraktion der FREIEN WÄHLER informiert sich regelmäßig über wichtige Einrichtungen im Landkreis Roth. Im Fokus der letzten Sitzung stand der Gebäudezustand des Landratsamts.

Immerhin wurde bereits vor rund 34 Jahren aus einem Krankenhaus das jetzige Landratsamt.

Besonderes Augenmerk legten die Freien Wähler auch auf die Personalsituation. Die Mitarbeiter des LRA Roth Eva Dorner, Klaus Pechler und Alexander Wernard nahmen sich Zeit, um den Räten Rede und Antwort zu stehen. Nach der Einleitung durch Klaus Pechler, der die wesentlichen Kennzahlen des Personalbestands vermittelte, wurde natürlich auch das Gebäude besichtigt. Insbesondere der Zugang zur Zulassungsstelle wurde genau unter die Lupe genommen. Und natürlich durfte auch ein Gang durch das weitverzweigte Kellersystem nicht fehlen.

Im Rahmen der Diskussion stellte Michael Pfeiffer, Kreisrat aus Hilpoltstein, die provokante Frage, warum der Landkreis Beamte ausbilde. Die Antwort fiel durchaus überraschend aus: Zum einen gebe es im Bereich der Landkreisverwaltung eine Reihe von Aufgaben, die nur von Beamten erledigt werden könnten. Als Beispiel wurden die Kreis-Rechnungsprüfer genannt.  Zum anderen seien Beamte im Vergleich günstiger als Angestellte und sie seien flexibler einsetzbar, da kein Arbeitsvertrag zugrunde liege, sondern ein Dienstverhältnis.

Der Stellvertretende Landrat Walter Schnell stellte bedauernd fest, dass es für Gemeinden zusehends schwieriger werde, Personal zu finden. Gerade im Bereich um Schwabach würden häufig Mitarbeiter durch tariflich nicht gerechtfertigte Zahlungen zum Wechsel animiert. „Dies macht uns zusehends zu schaffen“, so Schnell. Büchenbachs Bürgermeister Helmut Bauz stellte fest, dass Mitarbeiter, die im Landratsamt ausgebildet wurden, häufig nicht mehr in die eigene Wohnortgemeinde wechseln wollten. Diesen Trend bestätigten auch andere Kreistagsmitglieder der Freien Wähler. Auf die Frage des Fraktionssprechers Thomas Schneider aus Röttenbach, ob es Instrumente im Landratsamt gäbe, die Mitarbeiterzufriedenheit zu untersuchen, erklärte Klaus Pechler: „Der Landkreis Roth ist sehr kunden- und  familienfreundlich, über das Thema Mitarbeiter-Feedback gibt es jedoch noch keine Untersuchungen“.

Hermann Kratzer aus Greding sprach die Parkplatzsituation an. Hier konnte Alexander Wernard Besserung in Aussicht stellen. Zum einen prüfe der Landkreis momentan verschiedene Alternativen, zum anderen gäbe es im Umfeld des Landratsamtes durchaus eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen. Diese seien jedoch in der Öffentlichkeit zu wenig bekannt. Auch werde derzeit über ein Parkleitsystem nachgedacht, das den Besuchern freie Parkplätze empfehlen könnte.

Besonders erfreut war FW-Kreisrätin Elisabeth Bieber über die Aktion „Neuer Start für Frauen“. Über diese Fördermaßnahme versucht der Landkreis Frauen, die eine längere entgeltlose Arbeitsphase hinter sich haben, den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu erleichtern.

Thomas Schneider bedauerte, dass das Image der Verwaltungsmitarbeiter in der Öffentlichkeit nicht die tatsächliche Bedeutung widerspiegle. Gerade wer im Ausland unterwegs sei, wisse die heimische Verwaltungsstruktur zu schätzen. Während Polizei und Gesundheitsdienst eine hohe Reputation hätten, sei dies in der inneren Verwaltung häufig nicht der Fall. Um auch in Zukunft ausreichend Mitarbeiter zu bekommen, müsse sich daran etwas ändern, so der Fraktionssprecher. Interessant waren die Ausführungen von Eva Dorner, die gemeinsam mit Stephanie Bimüller die Ausbildungsleitung wahrnimmt. Während in der Vergangenheit fast nur noch Damen ausgebildet wurden, setzt der Landkreis nun auf eine ausgewogene Mischung. „Die Männerquote ist damit beim Landratsamt bereits umgesetzt“, scherzte Gredings Bürgermeister Manfred Preischl. Kreisrat Dr. Reinhard Spörl enthielt sich hierzu eines Kommentars.

Die Besichtigung des Landratsamts-Gebäudes ließ die regelmäßigen Unterhaltsmaßnahmen erkennen. Man sieht dem Gebäude seine über 30 Jahre Dienstzeit kaum an. Trotzdem werden eine Reihe von Vorüberlegungen getroffen, wie das Gebäude energetisch optimiert werden kann. Dies gab Lob von Fritz Loy aus Landersdorf.  Mit einem kleinen Geschenk verabschiedete sich FW-Fraktionssprecher Thomas Schneider von den Gastgebern und bedankte sich auch bei den 12 FW-Fraktionsmitgliedern für die interessierte Teilnahme.

 

Fraktionsmitgliedern für die Teilnahme.