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Stadträte verabschiedet

Abschied mit einem Lächeln. Dr. Stefan Singer (vorne rechts) wird dem Stadtrat nicht mehr angehören. Bürgermeister Werner Bäuerlein (rechts) verabschiedete auch den langjährigen Ebersbacher Ortsbeauftragten Thomas Wirth (ganz links). Foto: Gerner


137 Stadtrats- und Ausschusssitzungen hat es in den ver­gangenen sechs Jahren in Abenberg gegeben. Die 137. war für sechs Mit­glieder des 20-köpfigen Stadtrats die (vorerst) letzte. Sie waren entweder im März bei den Kommunalwahlen nicht mehr angetreten oder hatten nicht mehr genügend Stimmen für eine Wiederwahl gesammelt. Bürger­meister Werner Bäuerlein verabschie­dete sich von diesem Sextett sowie von zwei Ortsbeauftragten und einem Ortssprecher mit Worten des Dankes und mit Urkunden. Denn am morgi­gen Donnerstag, dem 1. Mai, beginnt die neue Wahlperiode.
Dr. Stefan Singer gehörte zwölf Jahre lang im Stadtrat zu den politi­schen Schwergewichten. Der Frakti­onssprecher der Freien Wähler hatte aber schon vor einem Jahr angekün­digt, dass 2014 Schluss sein solle mit der kommunalpolitischen Karriere. „Wir waren nicht immer einer Mei­nung“, sagte Werner Bäuerlein zum Mediziner aus Wassermungenau. „Aber du wirst mir in diesem Gre­mium fehlen.“

Erfolgreich einbringen

In Erinnerung bleiben Singers regel­recht durchkomponierte Haushaltsre­den. In diesem Punkt ließ er zum Schluss seinem Vize Eugen Börschlein den Vortritt
(siehe eigenen Bericht zum Haushalt). Doch Singer ließ es sich nicht nehmen, noch einmal einige Höhepunkte der vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen. Die Verhin­derung der Freiflächen-Fotovoltaikan­lagen kam noch einmal zur Sprache, die erfolgreiche Demonstration gegen eine geplante Hühnermastanlage und die emotional geführte Debatte um die Hundeverordnung. Diese Punkte hätten gezeigt, dass man sich erfolg­reich einbringen kann, „als Stadtrat und als einfaches Gemeindemitglied“.
An den neuen Stadtrat appellierte Singer, sich um die in Abenberg „akut bedrohte“ hausärztliche Versorgung zu kümmern und bei aller Fokussie­rung auf die Pflichtaufgaben nicht die Kür zu vergessen. „Dinge wie die Pflege von Städtepartnerschaften oder kulturelle Ereignisse sind doch das Salz in der Suppe.“ Ebenso wie Singer kam Gerhard Rock auf zwölf Jahre im Stadtrat. Der CSU-Mann räumte ein, dass ihm der Abschied „sehr, sehr schwer“ falle. Rock sah sich als Opfer der CSU-Stra­tegie. Die Christsozialen hatten bei der Kommunalwahl einige junge Kan­didaten auf der Liste weit nach vorne gesetzt, amtierende Stadträte muss­ten sich dafür weiter hinten anstellen. Rock verpasste daraufhin knapp den Sprung in den Stadtrat. Als Verkehrs­sicherheitsbeauftragter der Polizei für den Landkreis Roth werde er aber nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn dies gewünscht werde, versprach er.
Anton Riepel (SPD, 10 Jahre) war wie Stefan Singer nicht mehr angetre­ten, Wolfgang Deutschle (SPD, 10 Jahre) hatte es nicht mehr in den Stadtrat geschafft, ebenso wie Beate Laußer von der CSU (6 Jahre). Nicht mehr kandidiert hatte Thorsten Hugel (SPD, 6 Jahre).
Werner Bäuerlein erinnerte auch an drei Stadträte, die im Laufe der jetzt
zu Ende gegangenen Wahlperiode ausgeschie­den waren. Uwe Burk­hardt (SPD) starb. Chris­tian Braun (CSU) musste aus gesundheitlichen Gründen passen, Detlef Raab (FW) aus privaten. Wolfgang Deutschle, Bertram Helbig und Regina Wenning hatten ihre Plätze eingenom­men.

Meilensteine

In seinem Rückblick ging Werner Bäuerlein auf wichtige Entschei­dungen seit 2008 ein. Die bessere Anbindung nach Roth und nach Schwa­bach durch die Umstel­lung der reinen Schulbus­linien auf den Öffentli­chen Linienverkehr zum Beispiel, die Gründung des Mittelschulverbun­des mit Roth, Georgens­gmünd, Büchenbach und Spalt, die vielen Dorfer­neuerung- und Flurneu­ordnungsverfahren, die Einstellung eines Schul­sozialarbeiters, die ener­getische Sanierung des Rathauses und die Inves­titionen ins Schulhaus Wassermungenau, der Bau der Umge­hung, die transparente Diskussion um mögliche Windparks und die Stär­kung des Wirtschaftsstandortes. Bäu­erleins Bilanz: „Es lässt sich bei uns gut leben. Aber das ist eine Moment­aufnahme. Es gibt noch viel zu tun.“
Der Rathauschef verabschiedete in der letzten Sitzung der Wahlperiode auch den Beerbacher Ortssprecher Johann Meister sowie die beiden Orts­beauftragten Thomas Wirth (Ebers­bach) und Martina Domeier (Kaps­dorf). Ersterer hatte schon vor der Wahl angekündigt sein Amt aufgeben zu wollen. Letztere verlieren gewisser­maßen ihre Posten, weil es ab 1. Mai mit Michael Vollmer (SPD) wieder einen eigenen Stadtrat aus der früher selbstständigen Gemeinde Ebers­bach/ Kapsdorf gibt.

 


VON ROBERT GERNER- Schwabacher Tagblatt vom 30.05.2014