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3. Bürgermeister für FW

Anton Friedrich wird 3. Bürgermeister

Der Kandidat der Freien Wähler Anton Friedrich (ganz links)

FW setzen sich bei Stellvertreter-Posten durch.
Anton Friedrich wird 3. Bürgermeister in Abenberg — Folgen des Wahlkampfs


Das Abenberger Bürgermeister-Trio für die nächsten sechs Jahre steht.
Rathaus-Chef Werner Bäuerlein kann mit seinem Wunsch-Vize Hans Zeiner (Obersteinbach) weitermachen. In einer Kampfabstimmung um den 3.
Bürgermeister setzte sich etwas über­raschend Anton Friedrich von den Freien Wählern gegen Inge Strobel von der SPD durch.

ABENBERG — Der Bürgermeister wird von allen Wahlberechtigten einer Gemeinde – im Fall Abenberg also rein theoretisch von rund 5000 – gewählt. Über die (Ehren-)Ämter der Bürgermeister-Stellvertreter entschei­det ein exklusiverer Club: Der Stadt­oder Gemeinderat wählt in geheimer Abstimmung jemanden aus seiner Mitte. Diese Wahl ist das Salz in der Suppe einer jeden Eröffnungs-Sit­zung.
In Abenberg war das am Montag­abend im Stilla-Saal nicht anders. Dabei war das Amt des zweiten Bür­germeisters unumstritten. Hans Zei­ner (CSU) bekam dann auch 19 von 21 möglichen Stimmen. Er bildet seit zwölf Jahren mit dem parteilosen (aber SPD-nahen) Werner Bäuerlein ein eingespieltes Team.


Knappe Entscheidung

Spannender war schon die Wahl zum zweiten Stellvertreter oder zur zweiten Stellvertreterin. Die SPD schickte Inge Strobel ins Rennen, weil sie in Abenberg ehrenamtlich stark engagiert sei „und weil es einfach Zeit ist, dass auch einmal eine Frau einen solchen Posten erhält“, so SPD-Frakti­onschefin Dr. Danielle Bartes. Der bis­herige dritte Bürgermeister Wolfgang Amler, als Konrektor in der Mittel­schule stark gefordert, hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet.
Die Freien Wähler schlugen dage­gen Anton Friedrich vor, jenen Mann, der 2008 und 2014 Werner Bäuerlein als Bürgermeisterkandidat herausge­fordert hatte – und zweimal deutliche Niederlagen bezogen hatte. Bloß: Die SPD hat im Rat acht Sitze, die Freien Wähler nur halb so viele. Doch bei der geheimen Abstimmung lag Friedrich mit 11:9 Stimmen knapp vorne. Mut­maßlich hatte sich die CSU auf die Seite der Freien Wähler gestellt.
Dabei hatte CSU-Fraktionsspre­cher
Reinhard Biburger zu Beginn der Sitzung nach „jüngsten Differenzen kollegiale Zusammenarbeit“ angebo­ten. Das Angebot reichte aber offen­bar nicht so weit, die SPD-Kandida­tin Strobel zu unterstützen – nachdem die SPD ihrerseits zuvor den CSU-Kandidaten Zeiner unterstützt hatte.

Der Wahlkampf und die Folgen

Die SPD war anschließend ein wenig angefressen, wollte sich in der öffentlichen Sitzung aber nicht mehr äußern. SPD und CSU waren sich im Wahlkampf ins Gehege gekommen. Die Christsozialen fühlten sich bei einer SPD-Wahlkampfveranstaltung auf der Burg verunglimpft, die nach Augenzeugenberichten irgendwo zwi­schen Veitshöchheimer Frankenfa­sching und Starkbieranstich am Nock­herberg angesiedelt war. Reinhard Biburger war daraufhin nicht mehr gut auf den SPD-Hauptredner Franz Bachmann zu sprechen – und hatte
dabei Worte wie „Großinquisitor“ benutzt.
Eigentlich passen solche Scharmüt­zel gar nicht zum Abenberger Stadt­rat. Die meisten Abstimmungen fallen einstimmig, in Sitzungen duzt man sich kollegial. „Es gibt hier ein Mitei­nander, kein Gegenüber mit Regie­rung und Opposition“, betonte auch Bürgermeister Bäuerlein in seiner Eröffnungsrede. „Deshalb sind wir auch kein Parlament, sondern obers­tes Verwaltungsorgan der Gemeinde.“


Schwerpunkte bis 2020

Bäuerlein skizzierte die Schwer­punkte der Arbeit in den nächsten Jahren: die Fertigstellung der Teilorts­umgehung, der Abschluss der Dorfer­neuerungsmaßnahmen, die immer wie­der aufgeschobene „dringend notwen­dige Sanierung des Rathauses“, das Ausweisen neuer Wohnbau- und Gewerbeflächen, die Sicherung des Schulstandortes. Und: „Ich will eine
Nachbarschaftshilfe anstoßen“, kün­digte Bäuerlein an.
Wichtigster Tagesordnungspunkt neben der Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter war die Vereidigung der neuen Stadträte: Das Gremium wurde deutlich verjüngt, Markus Hofmann, Jürgen Kuhn, Manfred Lunkenheimer (alle CSU), Thomas Riepel, Michael Vollmer (SPD) und Johannes Weid (Freie Wähler) schworen Treue dem Grundgesetz Deutschlands und der Verfassung des Freistaates Bayern.
Die Wähler hatten, was die Sitz­verteilung im Stadtrat angeht, bei der Kommunalwahl am 16. März die beste­henden Verhältnisse zementiert. SPD und CSU stellen jeweils acht Stadt­räte, die Freien Wähler vier. Aller­dings ist der neue Stadtrat noch män­nerlastiger als bisher. Mit SPD-Frak­tionssprecherin Dr. Danielle Bartes, mit Inge Strobel und mit Regina Wenning (FW) sitzen nur noch drei Frauen im Gremium.

 


VON ROBERT GERNER - Schwabacher Tagblatt vom 07.05.204