Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Zur Überraschung der Freien Wähler Kreisfraktion [mehr]

FW zur Milchpreiskrise...[mehr]

Kreisklausur der Fraktion

Klausurtagung der Kreistagsfraktion der FREIEN WÄHLER im Nürnberger Land [mehr]

Neuer Vorstand gewählt...[mehr]

Freie Wähler Kreistagsfraktion besucht das Herrmann-Kessler-Stift...mehr

Freie Wähler Kreistagsfraktion im Nürnberger Land besucht die generalsanierte Johannes-Scharrer-Realschule in Hersbruck.....mehr

Soziales und Finanzen im Blick - Kreistagsfraktion besucht Rummelsberg mehr

Junge Freie Wähler Nürnberger Land gegründet....[mehr]

Zu den Seiten des Bezirksverbandes gelangen sie hier.  Link

Seiteninhalt

Für bayrische Schüler fällt die Entscheidung

G8 oder G9 an den Gymnasien

Hat das 8jährige Gymnasium noch Bestand? Können G8 und G9 nebeneinander angeboten werden? Diese Themen wurden in der bildungspolitischen Informationsveranstaltung der Freien Wählergemeinschaft  Leinburg mit MdL Herrn Felbinger diskutiert.
In Anwesenheit von Landrat und neu gewähltem Bezirksrat Armin Kroder, Bürgermeister Joachim Lang und weiteren Vertretern der Kreisverbandes der Freien Wählern begrüßte Vorstand Peter Dietl vor allem die Eltern und Betroffenen, deren Kinder in ihrer Schullaufbahn die Entscheidung für oder gegen ein G9 treffen müssen.
Herr Dr. H. Kohl, Direktkandidat der FW für den Bundestag, nutzte die Gelegenheit,  den Gästen sein politisches Bestreben kurz vorzustellen. Als Arzt ist die Sozialpolitik von besonderem Interesse für ihn. Er kann die Entwicklung  der medizinischen Versorgung, vor allem auf dem Land, gut abschätzen und sie deutlich vor Augen führen.  Die Aussichten, dass in naher Zukunft eher die wirtschaftlichen Interessen der von Kapitalgesellschaften geführten Versorgungseinrichtungen im Mittelpunkt der Behandlung stehen werden und nicht mehr der Mensch und seine Erkrankung, dass die freie Arztwahl deutlich eingeschränkt sein könnte, weil kaum mehr frei praktizierende Ärzte zu finden sein werden, machen deutlich, dass eine zwingende Änderung des Gesundheitssystems notwendig ist. Doch auch die bildungspolitischen Aspekte sind für ihn als Vater dreier, wenn auch bereits erwachsener Kinder, von großer Wichtigkeit.
Auf dieses Thema ging dann Herr MdL Felbinger ein. Das große Begehren der FW Bayern ist es, Kindern wieder mehr Zeit zum Lernen und mehr Zeit zum Leben zu geben durch die Verlängerung der Gymnasialzeit auf wieder 9 Jahre. Nach der schnellen Einführung des 8jährigen Gymnasiums vor nunmehr 10 Jahren zeigte sich weiterhin eine Unzufriedenheit bei Schülern, Lehrern und Eltern. Alle bisherigen Korrekturversuche scheiterten, letzter Versuch ist das zum Schuljahresbeginn neu eingeführte Flexibilisierungsjahr, das der individuelle Förderung von lernschwächeren Kindern nützlich sein soll.
Die bisherigen Erfahrungen mit G8 zeigen aber, dass die verkürzte Schulzeit weder für Schüler noch für die Wirtschaft einen Nutzen bringt, da viele Jugendliche nach dem Abitur noch orientierungslos und studierunfähig sind. Nach 8 Jahren ohne Zeit für zusätzliche Hobbys fallen viele Abiturienten in eine Phase der Unschlüssigkeit, die mit Diensten im FSJ oder als BUFDI gefüllt wird. 
Eine reformierte Schulform des 9jährigen Gymnasiums würde den Schülern wieder mehr Zeit für außerschulische Aktivitäten schenken. In die neuen Lehrpläne sollten aber die guten Ansätze des G8-Systems übernommen werden, z.B. die praxisorientierte Ausbildung  der W- und P-Seminaren sowie die Durchführung von Projektarbeiten. Dabei wäre es laut Hr. Felbinger durchaus möglich, einen G8 und einen G9-Zug an einer Schule parallel mit reformierten Lehrplänen zu betreiben und damit Schülern ab der 7. Jahrgangsstufe eine Wahl zu ermöglichen. Sollte eine Schule sich ausschließlich für eine 8 oder 9-jährige Ausrichtung entscheiden, müsse den Eltern die Möglichkeit zu freien Schulwahl offen bleiben. Wie diese Umsetzung konkret aussehen wird, solle von einem Schulforum, bestehend aus Vertretern von Lehrern, Schülern, Eltern und dem Schulträger, beschlossen werden.
In der anschließenden, regen Diskussion wurden alle Seiten kontrovers behandelt. Die Fragen der Zuhörer wurden von Hr. Felbinger direkt beantwortet, die Skepsis vieler Eltern konnte er jedoch nicht zerstreuen.  Schulwegfreiheit, Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit und die  Qualität des Abiturs waren gefragte Themen. Auch der Aspekt, dass die Wirtschaft nicht nur Akademiker, sondern auch Handwerker benötigt, wurde beleuchtet.
Wären betroffene Schüler anwesend gewesen, hätte die Diskussion des Personenkreises aus Eltern, Lehrern und Träger noch angeregter sein können.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage der Freien Wähler unter www.fw-bayern.de und unter www.volksbegehren-g9.de. Ein Eintrag in die ausliegenden Listen zum Volksbegehren ist noch möglich.

Zum Seitenanfang