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Gemeinderatssitzung 09.07.2014

Marode Wasserleitung: Mehrfacher Lochfraß im Jahrzehnte alten Stahlrohr vom Unteren Mühlweg in Happurg

09.07.2014

Wasserversorgung und Städtebauförderung

Nach der Begrüßung des Gremiums und der rund 15 Zuhörer übergab Bürgermeister Bernd Bogner dem von der Gemeinde Happurg beauftragten Tiefbau- und Straßenbaufachmann Manfred Raum vom Ingenieurbüro Reeder & Raum das Wort. Raum lieferte einen ausführlichen Sachstandsbericht zu den derzeitigen Baumaßnahmen in Happurg sowie zu der in einigen Bereichen Happurgs dringend erforderlichen Erneuerung der Wasserversorgung ab.

Herr Raum erläuterte zunächst, dass die Baumaßnahmen in der Siedlungsstraße und am Gänsberg, ebenso der Ausbau des Verbindungsfußweges beider Straßen, bald abgeschlossen werden können. Ab Ende Juli könne dort asphaltiert werden, die Pflasterarbeiten seien bereits im Gange und man könne Mitte August mit der kompletten Fertigstellung dieses Teilgebietes rechnen. In diesem Zuge sei der längst erforderliche Ringschluss in der Wasserversorgung in diesem Teilstück getätigt worden, der nicht nur für Löscharbeiten wichtig sei, sondern auch im Falle eines Rohrschadens im östlichen Hanggebiet von Happurg dazu beitrage, dass nur jeweils wenige Haushalte von der Wasserzufuhr abgesperrt seien, so Manfred Raum. Somit habe man im gesamten Ortsgebiet von Happurg zwei etwa gleich große, geschlossene Druckzonen, nämlich eine obere und eine untere Druckzone, analog in etwa zum „oberen Dorf“ und dem „alten Ortskern“. Der Wasserdruck konnte und musste schrittweise erhöht werden. Derzeit betrage der Wasserdruck in Happurg etwa 7,5 Bar, wobei dies auch vom jeweiligen Standort abhänge. Ingenieur Manfred Raum und Wasserwart Horst Kaspar rieten den Hauseigentümern bei Überdruck zu Druckminderern, um Schäden zu vermeiden. Bogner erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Haushalte darüber informiert wurden.

Entkräften konnte Manfred Raum die Sorge eines Gemeinderates, ob die Erhöhung des Wasserdrucks mit den in letzter Zeit häufig auftretenden Wasserrohrbrüchen zu tun habe. Raum erklärte, dass dies nicht ursächlich sei, sondern das sehr alte Stahlleitungsnetz schuld daran wäre. Es wurde in Teilen des Ortskerns vor einigen Jahrzehnten eingebaut und ist mittlerweile sehr löchrig. Lochfraß durch Scheuern von Gestein an den alten, nur äußerlich korrodierten Leitungen sei das Hauptproblem, so Raum. Der Bürgermeister zeigte den Anwesenden ein meterlanges, erst kürzlich ausgetauschtes Rohrleitungsstück, das regelrecht durchsiebt war (siehe Foto). Laut Wasserwart Kaspar treten durch solche Schäden über das Jahr gerechnet große Wasserverluste auf.

Besorgniserregend wegen des unerwartet hohen Kostenaufwands waren Raums Ausführungen zu den aktuell aufgetretenen Wasserrohrschäden in einer Stichstraße der Hohenstädter Straße sowie in der Unteren Mühlstraße. In der Hohenstädter Straße musste eine oberirdische Notversorgungsleitung gelegt werden. In diesem Straßenabschnitt sei das Leitungssystem veraltet und sehr marode, so Raum und Kaspar. Eine komplette Rohrerneuerung sowie eine Straßensanierung seien erforderlich. Auch in der Unteren Mühlstraße ergaben sich zuletzt regelmäßig Wasserrohrbrüche. Hier sei die Verlegung der Wasserleitung durch drei Privatgrundstücke das Problem. Durch die Grundstücke verläuft eine marode Wasserleitung, die erneuert werden müsse. Auch seien die Dienstbarkeiten zu überprüfen, da es sich um eine öffentliche Leitung auf Privatgrund handle. Der Bürgermeister wird Kontakt zu allen betroffenen Anliegern beider Straßen aufnehmen.

Der zweite große Tagesordnungspunkt, der im Gemeinderat anfangs kontrovers diskutiert wurde, später jedoch auf eine breitere Zustimmung stieß, war der Bericht des Bürgermeisters über ein Gespräch mit Verantwortlichen bei der Regierung von Mittelfranken zur Städtebauförderung, zur Neuausrichtung des Projektmanagements und zum Pilotprojekt Bürgerhaus.

Bogner bekräftigte in diesem Gespräch, wie auch in der Sitzung - anders als in einem irritierenden Zeitungsbericht dargestellt - dass die Gemeinde Happurg weiterhin am Städtebauförderungs-programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ festhalten wolle und auch werde. Man wolle nun aber einen Schnitt machen und eine Neuausrichtung des Projektmanagements, das seit 2011 von der Agentur CIMA (Frau Ritter, ferner: Herr Wölfel) geleitet wird, anstreben. Bogner habe auch die Absicht, die Schwerpunkte mehr im investiven Bereich zu setzen. Ob dies mit der CIMA oder einem anderen Projektmanagement erreicht werde, müsse geprüft werden. Gemeint sei die schrittweise Inangriffnahme von Baumaßnahmen wie etwa im Hochbau das Bauprojekt Bürgerhaus (Umbau Mader-Scheune mit Veranstaltungsraum im EG, div. Zimmer zur Vereinsnutzung im OG sowie Grunderwerb u. Abriss Albrecht/Maul-Anwesen, Anbau an Scheune mit Parkplätzen) oder im Tiefbau das Bausanierungsprojekt Ortsdurchfahrt und Marktplatz. Durch die Schließung einer weiteren Gastwirtschaft in Happurg („Obere Mühle“, Fam. Haberstumpf) haben Vereine kaum noch die Möglichkeit unterzukommen. Geeignete öffentlich nutzbare Räumlichkeiten gebe es laut Bürgermeister kaum noch im Dorf. Auch das neue Sportheim (weit ab vom Schuss, für Ältere wenig attraktiv) und das evangelische Gemeindehaus (bereits oft als Ausweichmöglichkeit genutzt) seien auf Dauer keine geeigneten Lösungen, so der Bürgermeister.

Bernd Bogner bat das Gremium um Diskussion und wollte eine Bekräftigung des ursprünglich erzielten Konsenses im Gemeinderat erreichen, was zur Folge hätte, dass im Zuge der Realisierung des Bürgerhaus-Projektes erste Planungsschritte nötig seien (Architektenvertrag, Leistungsphasen 1 und 2). Thomas Schmidt (2. Bürgermeister, CSU) plädierte angesichts der Finanzlage der Gemeinde gegen eine Bekräftigung dieses Bauvorhabens und stellte eine derzeitige Realisierung des Bürgerhaus-Projektes in Frage. Alfred Pürzer (SPD) freute sich über das Festhalten des Bürgermeisters am Städtebauförderprogramm. Die FWG-Gemein-deräte Weidinger, Spieß, Laurer und Martin sprachen sich deutlich für die Realisierung dieses Projektes aus und meinten, dass man sich große Zukunftschancen verbaue, wenn man dieses in Happurg „sterben“ lasse. Somit kam es zur Abstimmung: 15 Räte bekräftigten die schrittweise Verwirklichung des Bürgerhaus-Projektes in den nächsten Jahren, zwei CSU-Gemeinderäte stimmten dagegen. Verwaltungsleiter Stefan Krimm wurde schließlich beauftragt, bis zur nächsten Sitzung die Vergabe eines Architektenvertrages (Leistungsphasen 1 und 2) für dieses Vorhaben vorzubereiten.

Neben drei kleineren Bauanträgen, die allesamt bewilligt wurden (einer davon mit einer geringfügigen Auflage), stand als weiterer Tagesordnungspunkt mit Beschlussfassung die Bestellung von Herrn Jens Schmidt (aus Förrenbach) zum Datenschutzbeauftragten der Gemeinde Happurg auf der Tagesordnung. Jens Schmidt wurde per einstimmigen Beschluss als Datenschutzbeauftragter der Landkreiskommunen für die Gemeinde Happurg bestellt.

Abschließend informierte der Bürgermeister das Gremium und die Zuhörer wie gewohnt in seinem „Info-Block“ über das aktuelle Gemeindegeschehen. Zu erwähnen sei hier u.a., dass die Gemeinde Happurg wieder jeweils eine bzw. einen Jugend-, Senioren- und Behindertenbeauftragte(n) berufen müsse. Das erstmals von Bogner initiierte Ferienprogramm der Gemeinde liefe sehr gut. Man konnte an den ersten zwei Tagen bereits über 100 Ferienpässe ausstellen. Mit Vertretern der Bayerischen Gedenkstättenstiftung fand ein Ortstermin an der Hunnenschlucht statt. Die Standortfrage und die Bauwerksausführung der KZ-Gedenkstätte wurden dabei noch einmal gemeinsam mit Anwohnern vor Ort näher betrachtet.  Hier sei man langsam auf einem guten Wege, eine für alle Beteiligten annehmbare Lösung zu erzielen.

Nachdem die Räte unter „Sonstiges“ noch einige kleinere Themen der Bürger zur Sprache brachten, beschloss Bürgermeister Bogner den öffentlichen Teil der Sitzung.

 

Jörg Kirschner, Fraktionssprecher

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