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Gemeinderatssitzung 24.09.2014

Der Baggersee-Kiosk (hier: Rückansicht) soll im Herbst 2015 einem modernen Neubau mit Gastraum und Betreiberwohnung weichen.
Das Wasserwachtgebäude und der Rettungsturm (links im Bild) bleiben erhalten, die Terrasse soll weiterhin bestehen bleiben und sogar vergrößert werden. Das neue, zweigeschossige Gastronomiegebäude wird laut Betreiber Rolf Klecker ca. 2,5 Meter länger als der alte Kiosk.
Das Förrenbacher Schulhaus beherbergt seit 1975 den evangelischen Kindergarten, dessen Räume und Ausstattung längst nicht mehr zeitgemäß sind. Nun wird eine umfangreiche Sanierung angestrebt. Ein Konzept sowie eine Kostenschätzung liegen bereits vor und werden derzeit geprüft.

26.09.2014

Kioskanlage und Kindergartensanierung

Nach der Begrüßung aller anwesenden Gemeinderäte, Zuhörer und geladenen Gäste übergab Sitzungsleiter Bernd Bogner Herrn Architekt Hofmann das Wort, der für den bisherigen Kioskbetreiber vom Happurger Baggersee, Rolf Klecker, ein Bauvorhaben mit Hilfe von Planskizzen vorstellte.

Der Planer beugte gleich zu Beginn den Gerüchten um die Entstehung einer „Partymeile am Baggersee“ vor und stellte klar, dass es sich lediglich um die Errichtung einer modernen, großzügigen Kioskanlage am bisherigen Standort mit einem Gastraum für 40 Personen im Erdgeschoss und einer kleinen Betreiberwohnung im Obergeschoss handle. Während der Sommermonate und bei Badebetrieb soll der Gastraum geschlossen bleiben. Dafür sollen die Kioskgäste an drei Ausgabestellen mit Essen und Getränken versorgt werden. Dieses System habe sich bei Gastronomiebetrieben am Rothsee bewährt, so Hofmann. Ausreichende Sitzmöglichkeiten bestünden auf den Terrassen auf drei Seiten des Gebäudes. In den Übergangszeiten und im Winter soll das Restaurant geöffnet haben. Der Neubau wird um etwa 2,5 Meter länger als der bestehende Kiosk. Es handle sich um ein zweigeschossiges, nicht-unterkellertes und modernes Gebäude, das sich mit Fachwerk und Holzverkleidung gut in das Landschaftsbild einfügen werde. Ganzjährig würden Toiletten und Umkleiden öffentlich zugänglich gemacht, das Wasserwachtgebäude mit Rettungsturm bliebe aber weiterhin so bestehen, so Hofmann. Sobald alle Behörden grünes Licht geben, könnte unmittelbar nach der nächsten Sommersaison mit dem Abriss des alten Kiosks und dem Neubau begonnen werden. Zum Start der Badesaison 2016 könnte die neue Anlage in Betrieb genommen werden. Bürgermeister und Gemeinderat begrüßten diesen Vorstoß Kleckers zur Errichtung und Betreibung einer solchen Gastronomie am Baggersee, da der alte Kiosk sowohl optisch als auch technisch längst nicht mehr zeitgemäß sei. Rolf Klecker freute sich über den Zuspruch seitens der Gemeinde Happurg und hofft nun auf eine zügige Genehmigung seines Bauprojektes.

Anschließend stellte Revierförster Tobias Vorwieger die in Kürze stattfindende Hiebmaßnahme im Gemeindewald Förrenbach vor. Mit einem Spezialgerät soll im schwer zugänglichen, steilen Wald oberhalb des Förrenbacher Festplatzes (unterhalb des Kuhangers, Bewirtschaftungsfläche: 2 bis 3 Hektar) eine in dieser Gegend neue Seilbaggertechnik zum Einsatz kommen. Der schwenkbare Baggerarm trägt eine Winde mit 200 Metern Stahlseil. Mit Hilfe dieser Technik könnten entlang schmaler Rückegassen große Baumstämme sehr bodenschonend herauf- und herantransportiert werden, so Vorwieger. Am Waldrand entlang werde lediglich eine 4 bis 5 Meter breite Zufahrt benötigt. Geschlagen werden sollen bei dieser pflegerischen Durchforstung ca. 250 Festmeter Kiefern und Fichten. Aus der Entfernung sei der Eingriff im Wald nicht erkennbar und es entstünden keine lichten Stellen, so der Förster. Der Hieb bringe einen Ertrag von etwa 12.500 €. Die Aufarbeitungs- und Rückekosten werden sich auf ca. 8000 € belaufen. Vom Freistaat werde zudem noch ein Zuschuss in Höhe von 3000 € gewährt. Somit könnte für die Gemeinde ein Gewinn von 7500 € erzielt werden. Vorwieger empfahl jedoch, einen Teilbetrag für Zäune zur Aufforstung von jungen Tannen auf diesem Gebiet zu verwenden. Gerade die in unserer Region immer seltener werdende Tanne benötige besondere Pflege, so der Förster abschließend. Es erfolgte ein einstimmiger Beschluss zugunsten dieser waldbaulichen Maßnahme.

Als nächstes stand die Vorstellung der Planung zur Sanierung des Förrenbacher Kindergartens auf der Tagesordnung. Zunächst hielt der Trägervertreter, Pfarrer Dr. Alexander Reichelt, eine informative und zugleich eindringliche Rede mit Appellcharakter. Er schilderte die Entwicklung des Kindergartens von seiner Eröffnung bis in die Gegenwart, bezog Stellung zu den Betriebskostendefiziten der letzten Jahre und erläuterte die Schwierigkeiten der Personalsituation. Zudem nannte Reichelt wichtige Zahlen und Fakten aus der Vergangenheit, machte auf die prekäre Situation der Kinder im Kindergarten aufmerksam und verdeutlichte die gravierenden baulichen und sicherheitstechnischen Mängel. Gleichzeitig verwies er auf die Unterhaltspflicht und den eigentlichen Bildungsauftrag der Gemeinde und machte noch einmal deutlich, wie wichtig ihm selbst, dem Kirchenvorstand, dem Elternbeirat, den Eltern, den Dorfbewohnern und nicht zuletzt den Kindern der Erhalt dieses traditionsreichen Gebäudes und damit der gesicherte Fortbestand dieses Kindergartens sei. Er bat abschließend noch einmal den Bürgermeister und den Gemeinderat, nach vielen Jahren des Aufschubs, um eine baldige Sanierung dieser für den gesamten Ort Förrenbach und die Gemeinde Happurg notwendigen sozialen Einrichtung. Wolfgang Weidinger vom Planungsbüro WHW Planen und Bauen aus Förrenbach brachte dem Gremium danach das Sanierungskonzept näher. Es würde sich – im Falle einer Genehmigung durch den Gemeinderat – um eine sehr umfangreiche Sanierung des Erdgeschosses handeln. Auch Teilbereiche des Kellers und die veraltete Heizungsanlage müssten in diesem Zuge überarbeitet werden. Neue Fenster seien unumgänglich, auch neues Mobiliar sei dringend erforderlich. Die Toilettenanlage entspreche nicht mehr den heutigen Auflagen und in Sachen Akustik müsse auch nachgeholfen werden. Zudem benötige man dringend einen Fluchtweg zum Garten, der gleichzeitig als Schmutzschleuse benutzbar wäre. Diverse arbeits- und brandschutzrechtliche Erfordernisse müssten ebenfalls berücksichtigt werden, so Wolfgang Weidinger. In der Summe würden sich die Kosten auf geschätzte 236.000 € belaufen. Bürgermeister Bogner erklärte, dass nach Rücksprache mit der Regierung von Mittelfranken mit staatlichen Zuschüssen in Höhe von fast 50 Prozent gerechnet werden könne, da die sogenannte „Bagatellgrenze“ von 100.000 € überschritten werde. Bogner versprach Herrn Pfarrer Reichelt und Herrn Weidinger, den Antrag auf Sanierung sowie das Sanierungskonzept sehr bald wohlwollend im Gemeinderat und in den zuständigen Ausschüssen zu prüfen.

Zwei Bauvoranfragen erforderten in der Sitzung den Erlass einer Einbeziehungssatzung für den Bereich „Deckersberg-Nord“. Einige Träger öffentlicher Belange bezogen schriftlich hierzu Stellung, so z.B. das Landratsamt Nürnberger Land (Bauordnung). Verwaltungsleiter Krimm erläuterte näher: Die Fachstelle für technische Aufgaben sprach bei einer Einbeziehung der zu bebauenden Außenbereichsfläche von einer „dornförmigen Entwicklung Deckersbergs in Richtung Norden“ (zit.) und somit von einer „städtebaulichen Fehlentwicklung“ (zit.). Und dies obwohl das Grundstück direkt an eine bestehende Baufläche angrenzt und sich am westlichen Ortsrand landwirtschaftliche Gebäude noch nördlicher befinden, so die Auffassung des Gemeinderats. Es müsse zudem eine Ausgleichsfläche geschaffen werden, die mit Obstbäumen zu versehen ist, so die Behörde. Eine künftige Bebauung füge sich in das Landschaftsbild durchaus ein, meinte jedoch die Verwaltung. Der Bund Naturschutz brachte ebenfalls Einwände vor und bestand auf eine Eingrünung der Fläche mit Obstbäumen entlang der nördlichen Grundstücksgrenze sowie auf den Erhalt einiger Obstbäume und eines Nussbaums. Es seien keine schützenswerten Biotope betroffen, auch befinde sich die Außenfläche nicht im Landschaftsschutzgebiet, so die Auffassung von Verwaltung und Gemeinderat. Folglich konnte der Erlass der Einbeziehungssatzung einstimmig beschlossen werden. Es obliege nun den prüfenden Behörden, ob die neue Satzung in der geänderten Form erlassen werden kann und die Bauwerber auf dem einbezogenen Grundstück bauen dürfen, so der Bürgermeister.

Die maroden Wasserleitungen in der Hohenstädter Straße (Stichweg) sowie im Bereich Untere Mühlstraße/Untere Bachgasse sorgten weiterhin für Gesprächsstoff. Nach einer Anliegerversammlung und vielen Einzelgesprächen hatte man endlich eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung gefunden, allerdings seien nun die Ausschreibungsergebnisse der dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten preislich fast doppelt so hoch wie die Kostenschätzungen des Ingenieurbüros Reeder &  Raum, so Bogner. Der Gemeinderat nahm dies zur Kenntnis.

Vier Bauanträge (eine Tektur in Vorderhaslach, ein Abriss/Umbau in Thalheim, ein Carport in Happurg, ein Einfamilienhaus in Happurg) wurden vom Gremium behandelt. Bis auf einen Antrag, der keinen Beschluss erforderte (EFH in Happurg), wurden alle einstimmig genehmigt.

Bernd Bogner informierte im letzten Tagesordnungspunkt „Berichtswesen“ über den Beginn der Bauarbeiten an der Dreschhalle in Deckersberg, über die erfolgreich abgelegten Leistungsprüfungen der Feuerwehren Kainsbach und Schupf, über den Beginn der Straßenbaumaßnahmen im Thalheimer Saarweg und den Abschluss der Bauarbeiten am Happurger Gänsberg. Die Arbeiten in der Siedlungsstraße seien noch im Gange, so der Bürgermeister. Am Happurger Kriegerdenkmal werden im Zuge der Baumpflanzaktion der Sparkasse Nürnberg vier Hainbuchen gestiftet und gepflanzt. Ein Bürger aus Hersbruck bot sich an, die Obstbäume entlang der alten Hersbrucker Straße zu pflegen. Im Gegenzug dafür wolle man ihm das Obst kostenlos überlassen, so Bogner. Er informierte zudem über die Abschlussfahrt in den Tiergarten im Rahmen des erfolgreich verlaufenen Ferienprogramms der Gemeinde und dankte noch einmal allen ehrenamtlichen Helfern. Schließlich beendete der Bürgermeister den öffentlichen Teil der Sitzung.

 

Jörg Kirschner, Fraktionssprecher

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