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Gemeinderatssitzung 20.01.2016

26.01.2016

Personalwechsel und Forstmaßnahmen
Neues Mitglied im Gemeinderat - Jürgen Vogel (FWG) aus Kainsbach ersetzt als "Nachrücker" den ausgeschiedenen Gemeinderat Bernd Grötsch, der sein Amt nach knapp zwei Jahren aufgrund eines Wohnortwechsels in eine andere Gemeinde niederlegte.

In der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr begrüßte Bürgermeister Bernd Bogner zuerst alle Räte, Zuhörer und geladenen Gäste. Nach der Genehmigung der Protokolle (TOP 1) musste nach dem Ausscheiden eines Ratsmitgliedes im zweiten Tagesordnungspunkt ein Personalwechsel innerhalb des Gemeinderates vollzogen werden.

Bernd Grötsch (FWG) hat sein Gemeinderatsmandat am 12.01.2016 schriftlich niedergelegt, da er seinen Wohnsitz von der Gemeinde Happurg in eine andere Gemeinde verlegen wird (nach Art. 48 Abs. 1 u. 2 Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz). Listennachfolger des Wahlvorschlags der Freien Wähler ist nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl vom 16.03.2014 Jürgen Vogel, der bereits informiert worden ist. Vogel hatte zuvor seine Bereitschaft erklärt und war als Gast zur Sitzung eingeladen. Somit konnte Jürgen Vogel (FWG) sogleich durch den Bürgermeister zum Gemeinderat vereidigt werden. Bogner gratulierte Vogel anschließend zu seinem neuen Amt und wünschte ihm für sein Wirken alles Gute.

Im dritten Tagesordnungspunkt erstattete der für die Gemeinde Happurg zuständige Revierförster Tobias Vorwieger einen ausführlichen Bericht über die Forstmaßnahmen im Gemeindegebiet.

Er blickte, unterstützt durch zahlreiche Bilder, auf die umfangreichen Maßnahmen des vergangenen Jahres zurück. Als ein Beispiel nannte er die groß angelegte Durchforstung im Förrenbacher Gemeindewald („Am Kuhanger“) mittels eines Seilbaggers mit dem Ziel, heimische Jungtannen aufzuforsten. Als anderes Beispiel für nachhaltige Forstwirtschaft in der Gemeinde führte Vorwieger den durch den Borkenkäfer notwendig gewordenen Kahlschlag einer Teilfläche des Gemeindewaldes in Förrenbach mit anschließender Aufforstung mit der Elsbeere, einer seltenen heimischen Baumsorte, an. Zur Veranschaulichung nannte er Zahlen, zeigte Diagramme und berichtete über erfreuliche Erlöse für die Gemeinde Happurg aus dem Holzverkauf sowie über erzielte Zuschüsse vom Freistaat Bayern.

In seinem Ausblick auf das Jahr 2016 gab Vorwieger als wichtigste Maßnahme im Gemeindegebiet die Erschließung des Gemeindewaldes zwischen Schupf und Vorderhaslach durch den Ausbau des Forstweges „Geisleitenweg“ an, um auch dort umfangreiche Durchforstungs- und Rückemaßnahmen durchführen zu können. Es handle sich hierbei um rund 700 lfm (laufende Meter), die Wegbreite soll 3m zuzüglich je einem seitlichen Bankett von 0,5m Breite betragen. Auch seitliche Wasserabflussrinnen, wenn dies das Gelände erfordert, seien vorgesehen, so Vorwieger. Diese Breite sei erforderlich um mit „schwerem Gerät“ (zit.) durchforsten zu können, so der Förster. Die Kosten für diese umfangreiche Vorbereitungsmaßnahme belaufen sich auf ca. 44.000 Euro. Als Förderung vom Freistaat Bayern werden Zuschüsse in Höhe von ca. 24.000 Euro erwartet. Der Restbetrag von 20.000 Euro muss in Eigenleistung durch die Gemeinde Happurg erbracht werden, was wiederum durch den Holzverkauf refinanziert werden kann.

Vorwiegers langjähriger Ausblick auf die nächsten Jahre sah folgende Eckpunkte vor: Pflegerückstände der letzten Jahre aufarbeiten, Mischbaumarten verstärkt fördern, Gemeindewalderschließungen durch den Bau von Rückewegen fortsetzen, Verkehrssicherungen im Straßenbereich betreiben, staatliche Förderungen ausschöpfen, naturschutzfachliche Aspekte in die Planungen mit einbeziehen; Vorwieger kündigte zum Schluss noch an, dass die erforderlichen neuen Forstbetriebsgutachten bis zum Sommer 2016 fertiggestellt sein werden. Momentan sei man noch in der Erhebungs- und Planungsphase. In Happurg sind diese Forstbetriebsgutachten längst überfällig. Sie geben Auskunft über die langfristigen Forstmaßnahmen für den Zeitraum der nächsten 20 Jahre. Darin enthalten sein werden z.B. die Planungen und Kostenschätzungen zum Ausbau der Forstwege Kainsbach-Schupf sowie Förrenbach-Thalheim, die als Nächstes realisiert werden sollen.

Im Folgenden behandelte der Gemeinderat zwei Bauanträge. Beiden wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt:

- Errichtung eines Heizraumes in Thalheim (siehe Sitzung vom 02.12.2015);

- Errichtung eines Nebengebäudes zur Büro-, Sozialraum- und Lagernutzung im Gewerbegebiet „Im Gässlein“ in Happurg;

Unter TOP 6 berichtete Bernd Bogner aus dem Gemeindegeschehen:

- Zum Thema „Breitbandausbau“ sei man einen weiteren Schritt zur Verbesserung der unbefriedigenden Situation in der Gemeinde gegangen, so Bogner. Man sei jetzt in einer sog. Markterkundung, um Schwächen und Nutzungsmöglichkeiten des Breitbandausbaus im Gemeindegebiet zu erfassen und um an zusätzliche Fördermöglichkeiten zum weiteren Teilausbau zu gelangen.

- Demnächst sollen Gespräche mit den Verantwortlichen des Wasserzweckverbandes Pettenhofener Gruppe, mit der Gemeinde Alfeld, dem zuständigen Wasserwart und mit Tiefbauingenieur Manfred Raum zur Realisierung des Wasserversorgungs- und Notverbundprojektes geführt werden.

- Beim Landratsamt haben die „Sicherheitsgespräche Asyl“ stattgefunden. Bis auf einen Zwischenfall seien keine Auffälligkeiten in den Landkreiskommunen und von den Polizeidienststellen hinsichtlich der Flüchtlinge im Nürnberger Land zur Sprache gekommen.

- Am 14.04.2016 soll eine Informationsveranstaltung durch die Polizei und die Freiwillige Feuerwehr Happurg zu den Themen „Einbruchsicherheit“ und „Rauch-/Brandmelder“ stattfinden. Veranstalter ist die Gemeinde Happurg. Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben.

- Am Freitag, 29.01.16 findet eine mehrstündige nichtöffentliche Haushaltsklausur des Gemeinderates im Happurger Sportheim statt.

Unter „Sonstiges“ wurde von einigen Räten die fortwährende Anhäufung von Folien- und Kunststoffmaterial auf einem Gewerbegrundstück „Im Gässlein“ angesprochen. Das Problem sei schon länger bekannt. Bürger äußerten ihr Missfallen, aber auch die Feuerwehr hat bereits Sicherheitsbedenken angemeldet, so Bogner.

 

Jörg Kirschner, Fraktionssprecher