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FW Kreisfraktion bei der Firma Zapf Daigfuss

Freie Wähler fordern weitere Impulse für den Wohnungsbau

Wohnen ist ein Grundbedürfnis, das für immer mehr Bürger zum Problem wird. Experten sprechen von einer Lücke auf dem deutschen Wohnungsmarkt, die nur durch den Bau von 400.000 Wohnungen/Jahr geschlossen werden kann. 2016 wurde dieses Ziel glatt verfehlt, nur 278.000 Wohnungen wurden gebaut. Gebraucht werden bezahlbare Mietwohnungen, sowie Wohneigentum für Familien mit Kindern und für Haushalte mit mittleren Einkommen. Die Wohnungssuche ist längst schon nicht mehr nur in den Ballungsräumen ein Marathon, auch in unserem Landkreis gibt es nicht ausreichend bezahlbaren Wohnraum. Die Integration geflüchteter Menschen vergrößert den Bedarf zusätzlich.

Die FW Kreisfraktion beleuchtete das Thema im Rahmen eines Fraktionsbesuches bei der Firma Zapf Daigfuss, eines der Produktionsunternehmen von Baustoffen im Nürnberger Land. Geschäftsführer Dr. Hannes Zapf führte die Kreisräte durch sein Unternehmen, das schon seit 1899 in vierter Generation als klassisches Familienunternehmen geführt wird. Zapf Daigfuss ist Marktführer für den Kalksandstein. Am Firmensitz in Behringersdorf steht das neue moderne Bürogebäude für Geschäftsleitung und Verwaltung. Täglich werden hier Kalksandsteine für vier Einfamilienhäuser produziert. Fünf weitere Produktionsstandorte in Bayern ergänzen das Unternehmen. Am Standort in Behringersdorf verfügt man über Rohstoffsicherheit (Quarzsand) für die nächsten 30 Jahre. Einen Engpass gibt es beim Personal. „Es ist schwer qualifizierte Mitarbeiter für die Produktion zu finden“, so der Geschäftsführer.

Zum Thema Wohnungsknappheit weist er die Kreispolitiker darauf hin, dass das Ziel der 400.000 Wohnungen pro Jahr nur erreichbar ist, wenn mehr Baufläche möglich ist. „Die Ausweisung neuer Wohngebiete, weitere Verdichtung (Rücknahme von Abstandsflächen) und auch eine höhere Bauhöhe sei hier notwendig“, so Hannes Zapf. Seine Branche reagiert bereits auf die neuen Anforderungen. Steine im XL-Format sind im Trend, sie beschleunigen den Bau und erlauben größere Gebäude.

In der Diskussion waren sich die Kreisräte einig: der vom Freistaat im Okt 2015 aufgelegte Wohnungspakt (28.000 neue staatlich finanzierte oder geförderte Mietwohnungen bis 2019) kann nur eine Anfang sein. „Wohnungsbaugesellschaften, die bisher in großem Maße bezahlbaren Wohnraum geschaffen haben, sind in der 2. Förderstufe ausgeschlossen, das ist unverständlich“ so Fraktionssprecher Robert Ilg. „Es müssen zusätzliche Investitionsanreize geschaffen werden, die Wirtschaftlichkeit des Wohnungsbaus muss steigen“. Die Freien Wähler drängen auf die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für Mietwohnungsneubauten. Eine weitere Verschärfung der Energiesparverordnung ist im Sinne der Baukosten vehement abzulehnen und rechtliche Schranken müssen auf ein sinnvolles Minimum reduziert werden.