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Kehrtwende statt Energiewende?

 

NÜRNBERGER LAND (lra) – Landrat Armin Kroder zur Debatte über die Stromautobahnen und die Energiewende mit Blick auf die Informationsveranstaltung der Firma Amprion am 29. Januar in Nürnberg:

„Wir möchten lieber selber atmen – und nicht zwangsbeatmet werden.

Die aktuellen politischen Weichenstellungen auf Bundes- und Landesebene führen nach Lage der Dinge zu einer teuren, umweltbedenklichen und abhängigeren Stromsituation in Bayern. Und eben zu Stromautobahnen. Das wäre möglicherweise der Anfang vom Ende der Wende.

Eine gute Energiewende mit hoher Wertschöpfung vor Ort ohne Atomstrom und mit denkbar wenig Kohlestrom geht anders. Sie ist mit ‚hoher‘ politischer Anstrengung natürlich immer noch möglich:

Gemeinsames Ziel für Bayern sollte eine sichere, saubere, bezahlbare, regenerative und regionale Stromerzeugung in möglichst weitem Umfang sein. Ernsthafte und zügige Investitionen in die Weiterentwicklung und Etablierung von Speichertechnologien und in neue, hochflexible und hocheffiziente Kraftwerke zum Überbrücken von ‚Lücken‘ sind dafür unerlässlich. Begleitet werden muss die Energiewende von weiteren Anstrengungen bei den Themen Energieeinsparung und Effizienzsteigerung.

Strom und Energie gehören zur Daseinsvorsorge – und damit zu einem guten Teil in die Hände der Kommunen, Stadtwerke und Bevölkerung. Die Gewinnmaximierung für wenige sollte hierbei nicht im Vordergrund stehen.

Vor diesem Hintergrund und mit entsprechenden Entscheidungen auf den ‚hohen Ebenen‘ reicht ein anpassender Netzumbau; riesige Stromautobahnen braucht es dafür – auch nach Einschätzung namhafter Wissenschaftler (Prof. Dr. Lorenz Jarass u. a.) – sicher nicht.

Diese offenkundig sehr schwierige politische Debatte hat einen recht unsicheren Ausgang. Daher werden die Belange unserer Bürgerinnen und Bürger fachlich und rechtlich in die Verfahren der konkreten Stromautobahn nachdrücklich eingebracht. Das Landratsamt arbeitet schon lange an entsprechenden Stellungnahmen in den Bereichen Gesundheits-, Umwelt-, Natur-, Landschafts-, Immissions-, Brand-  und Denkmalschutz.

Zudem gehen wir im Nürnberger Land den eingeschlagenen Weg zusammen mit unseren Kommunen und der Bevölkerung voran, um unseren eigenen Beitrag für mehr regenerative und dezentrale Energieerzeugung mit hohem Wertschöpfungspotenzial weiter zu verbessern.

Es braucht wahrlich keine seherischen Fähigkeiten, um zu erkennen, worum es halt insgesamt auch geht: Um die ‚Kohle‘ – im doppelten Sinne.“