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Gemeinsam gegen die Stromautobahn

 

NÜRNBERGER LAND (lra) – Gemeinsam gegen die Stromautobahn: Auf einer Versammlung, zu der Armin Kroder geladen hatte, beschlossen alle Bürgermeister und der Landrat des Nürnberger Lands eine gemeinsame Resolution gegen die geplante Stromtrasse Süd – Ost zwischen Bad Lauchstädt und Meitingen.

Inhaltlich stimmt sie überein mit der Resolution, die Landrat Armin Kroder und weitere zehn Landräte aus Ober- und Mittelfranken, der Oberpfalz, Schwaben und Oberbayern beschlossen hatten. Bürgermeister und Landrat regten an, dass auch andere Landkreise diesen Text für eine Resolution verwenden, um gegenüber Amprion mit einer Stimme zu sprechen und einheitlich aufzutreten.

Darüber hinaus sollen in allen kreisangehörigen Städten, Märkten und Gemeinden Unterschriftenlisten gegen die geplante Stromtrasse ausgelegt werden.

„Unser Landkreis geht den eingeschlagenen Weg zusammen mit unseren Kommunen und der Bevölkerung – auch im Rahmen der Energiegenossenschaft – voran, um unseren eigenen Beitrag für mehr regenerative und dezentrale Energieerzeugung mit hohem Wertschöpfungspotenzial weiter zu verbessern“, erläutert Landrat Armin Kroder. „Eine gute Energiewende mit hoher Wertschöpfung vor Ort ohne Atomstrom und mit denkbar wenig Kohlestrom kommt ohne Stromautobahnen aus. Eine technische Umgestaltung des Netzes reicht dann aus. Gemeinsames Ziel für Bayern sollte eine sichere, saubere, bezahlbare, regenerative und regionale Stromerzeugung in möglichst weitem Umfang sein.“

Im Folgenden der Text der Resolution:

Die Bürgermeister und der Landrat des Landkreises Nürnberger Land fassen zum im Juli 2013 in Kraft getretenen Bedarfsplanungsgesetz und zu den Plänen der Übertragungsnetzbetreiber Amprion und 50Hertz bezüglich des Vorhabens Nr. 5 Bad Lauchstädt – Meitingen (Gleichstromtrasse Süd-Ost) folgende

 

Resolution

  1. Die vorgelegten Planungen der „Gleichstromtrasse Süd-Ost“, einschließlich aller Alternativtrassen, werden vollumfänglich abgelehnt.
    Die Trassen stellen für die betroffenen Regionen eine Belastung ohne Nutzen dar. Bayern hat durch Bau zahlreicher Biomasse-, Windkraft- und Photovoltaikanlagen bereits einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende geleistet.

  2. Die Bundesregierung, Bundesnetzagentur und die Bayerische Staatsregierung werden aufgefordert,

Þ    die Notwendigkeit der „Gleichstromtrasse Süd-Ost“ im Hinblick auf bereits im Bau befindliche bzw. geplante Lückenschlüsse im Stromübertragungsnetz sowie den Einsatz neuer Technologien einer erneuten Prüfung zu unterziehen und den sofortigen Stopp der Planung einzuleiten.

Þ    Im Sinne einer dezentralen Energieversorgung in Bayern muss versucht werden, an den bestehenden Netzknoten (Umspannwerken und Kraftwerksstandorten) die notwendige Reserveleistung zu installieren.
Damit bleibt die energiewirtschaftliche Wertschöpfung in den Regionen mit all den Vorteilen für die Kommunen.

  1. Amprion wird aufgefordert,

Þ    bis zum Abschluss einer erneuten grundsätzlichen Überprüfung der Notwendigkeit einer Gleichstrompassage von einer Antragstellung bei der Bundesnetzagentur abzusehen. Der andernfalls erzeugte Zeitdruck ist für Bürger und die beteiligten Kommunen nicht vertretbar. In diesem Zusammenhang wird nochmals die mangelnde Transparenz der Informationspolitik kritisiert, insbesondere wurden die politischen Mandatsträger vorab nicht ausreichend von dem Vorhaben in Kenntnis gesetzt.

 

Lauf, 12. Februar 2014