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Hersbrucker Arzt Hartwig Kohl in den Bundestag

Der FW-Bundestagskandidat Hartwig Kohl und Gattin Monika, umrahmt von Armin Kroder (Landrat Nürnberger Land), dem Landtags-Direktkandidaten des FW-Kreisverbands Nürnberger Land, Andreas Tiedtke (l.), und Walter Schnell, Joachim Lang, Hermann Kratzer und Angelika Feisthammel, Listenkandidatin der FW Nürnberger Land. Foto: Rödel

 

 

 

ALLERSBERG/HERSBRUCK (hr) — Die Freien Wähler treten zum ersten Mal in ihrer Geschichte bei Wahlen zum Bundestag an. Im Wahlkreis 246, der sich aus den Landkreisen Nürnberger Land und Roth zusammensetzt, wird der Hersbrucker Dr. Hartwig Kohl, der sich in einer Kampfabstimmung gegen Siegfried Frank, den Vorsitzenden des Wendelsteiner FW-Ortsverbandes, durchsetzte, den Hut für die Freien Wähler in den Ring werfen.

Für Kohl, im Hauptberuf niedergelassener Urologe, stimmten 25 der 38 wahlberechtigten Mitglieder der Kreisverbände Roth und Nürnberger Land. Nach seinem Sieg betonte er, dass er den Bundestagswahlkampf „nicht als Solo-Vorstellung, sondern als Teamarbeit“ verstehe. Dieser Wahlkampf werde „sehr schwierig“, nicht zuletzt, weil es ihm an Popularität mangle. Deswegen sei er auf die Kooperation mit den Ortsverbänden angewiesen, für die er jederzeit zur Verfügung stünde.

In seiner Nominierungsrede erklärte Kohl, dass er den Weg zu den Freien Wählern über das gesundheitspolitische Programm der FW gefunden habe. „Es zeigte sich eine fast vollständige Übereinstimmung dieses gesundheitspolitischen Programms mit meinen eigenen gesundheitspolitischen Vorstellungen“, betonte er in der Bundeswahlkreisversammlung in Allersberg.

„Gesundheitspolitik wird in Berlin gemacht. Für freiberuflich tätige Ärzte gibt es eigentlich keine wählbare Partei mehr, und somit war es naheliegend, mich bei den FW als Kandidat für das Direktmandat für den Deutschen Bundestag zu bewerben“, sagte der 56-Jährige Hersbrucker, dessen „politisches Hauptthema natürlich die Gesundheit ist“.

Neben der Gesundheitspolitik will sich Kohl auch den Themen „Sozial-, Familien- und Bildungspolitik“ widmen. Was den Sektor „Bildung“ angeht, forderte er, dass die Frühförderung von Kindern mit Familie und Beruf vereinbar sein müsse. So votierte er „klar für den Ausbau von Krippenplätzen“, weil in diesen Einrichtungen der „Grundstein für soziales Lernen gelegt“ werde.

Kleinere Klassen, mehr pädagogisches Personal forderte er mit Blick auf das Schulsystem genauso wie länderübergreifende Standards. Hinsichtlich der Situation an den Hochschulen müssten Studiengebühren abgeschafft, das BAFöG ausgebaut und mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. „Kinder dürfen nicht zum Armutsrisiko werden“, sagte Kohl, der Altersarmut frühzeitig einen Riegel vorschieben will.

Hier will er sich vor allem für Frauen einsetzen, die bei der Rentenbemessung zu kurz kommen würden – unter anderem wegen der Kindererziehung, der Pflege von Angehörigen und nicht zuletzt, weil Frauen prinzipiell weniger Lohn bekämen. Er bedauert, dass Frauen auf einem Rentenniveau von 50 Prozent des letzten Nettogehalts stehen.

„Gesundheitspolitisch steuern wir auf einen dramatischen Einbruch der wohnortnahen haus- und fachärztlichen Versorgung hin oder sind teils schon mittendrin“, so Kohl. Selbstständigen Arztpraxen werde sukzessive die finanzielle Basis entzogen, kritisierte er die Bundesgesundheitspolitik. Fehlende Planungssicherheit, immer stringentere Budgets sowie ein permanentes Regressrisiko würden dazu führen, dass Praxisübernahmen unattraktiv würden. „Das jetzige Gesundheitssystem ist nicht mehr reformierbar. Wir brauchen ein vollkommen neues, modernes, transparentes, einfaches und zeitgemäßes Konzept, das den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts gerecht wird“, schloss er seine Rede.

Die Wertschöpfung in der Region belassen und weniger auf Großkonzerne setzen. Diese Zielsetzung gab der 52-jährige – später Kohl unterlegene – Siegfried Frank in seiner Präsentationsrede aus. Als gelernter Bankkaufmann kenne er die Szene und wolle deswegen die „Banken stärker an die Kandare genommen“ wissen. Ein großes Anliegen sei ihm auch die Umweltpolitik, und hier sprach er sich deutlich gegen eine Privatisierung der Wasserversorgung aus. Auch auf den Pferdefleisch-Skandal kam er zu sprechen, der für ihn allerdings kein Skandal, sondern schlichtweg Betrug sei. Er möchte schon Lobbyist sein, erklärte er, aber für den ganz normalen Menschen, sagte der Hausverwalter Frank.

Quelle : Harald Rödel Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung

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