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28.10..Wahlauftakt für Robert Ilg

HERSBRUCK (gz) - Im überfüllten Saal des Grünen Baums in Kühnhofen legte der Kandidat des Rathausblocks Robert Ilg seine Pläne fürs Bürgermeisteramt dar: Er will Angebote wie die Therme stärker mit anderen Tourismusbereichen vernetzen und Hersbruck durch viel gemeinsames Engagement auch in finanziell klammen Zeiten attraktiv halten. Zwar gehörten zu den 250 Zuhörern am Donnerstagabend auch einige Parteigänger der Freien aus dem ganzen Landkreis. Aber ganz überwiegend wollten die Hersbrucker den Kandidaten beschnuppern. Das Rahmenprogramm dazu boten die Musiker des MTV mit Mozart- und Bach-Klängen, die Miniköche mit einer Bratwurst-Création im Glas und die FWG-Politiker Günther Langheinrich, Joachim Lang, Armin Kroder, Klaus Hähnlein und Helmut Reich mit Lobreden auf den Kandidaten.

Ilg selbst gab sich bei seiner Jungfernrede leutselig und locker, hielt sich aber weitgehend ans Manuskript aus Sachthemen und Analysen. Der gebürtige Berliner lebt seit 32 Jahren in Hersbruck, ging aufs PPG - wie jetzt seine drei Kinder - und begann seine „Banker“-Karriere in Offenhausen. Seit 2003 leitet er die Hauptstelle der Raiffeisenbank in Hersbruck. Seit 2002 ist er Stadtrat, seit 2006 Sprecher seiner Fraktion. Der 2. Vorsitzende des TV Hersbruck ist auch in vielen anderen Vereinen dabei. Seine Motivation zur Kandidatur erklärt er so: „Mir macht es viel Freude, Menschen zusammenzubringen und Probleme gemeinsam mit anderen anzupacken.“ In der Kommunalpolitik träfen viele Themen und „Menschen unterschiedlichster Prägung und Qualifkation aufeinander“. Diese „verborgenen Schätze an Ideen, Visionen und Chancen“ möchte er als Bürgermeister zusammenführen. Als geglückte Beispiele nannte er von seiner Seite die Entschärfung des Haushaltskonflikts Kinderkrippe gegen Feuerwehrauto und die Initiierung des Runden Tisches zur Innenstadtsanierung. Dort sei es nicht nur um Verkehrsfragen gegangen, sondern aus dem „Wir-“ und „Regionalbewusstsein“ hätten sich gute Ideen wie die Hersbruck-Card entwickelt.  

Bei den anstehenden Aufgaben konzentrierte sich Ilg auf Dringliches wie Kanal- und Straßennetz oder die Instandsetzung des Kindergartens Sandgasse. Beim Bau der neuen Dreifachturnhalle kritisierte er das „unsinnige Vergeben der Aufgabe nach draußen“, die man inzwischen bekanntlich aufgegeben hat. Wichtig sei, die alte Halle für die Vereine zu erhalten: „Ich will diese Förderung des Sports, insbesondere der Jugend!“ Ebenso stellte er sich hinters Jugendzentrum als „Talentschmiede für Nachwuchsmusiker“. Die Diskussion um den Bau der Therme sei „hinlänglich bekannt und abgeschlossen“, so Ilg. Man habe mit dem Bad zu viel gleichzeitig gewollt, aber die „eierlegende Wollmilchsau“ doch nicht gefunden.

Jetzt gehe es darum, die schöne Therme so zu organisieren und mit anderen touristischen Angeboten zu vernetzen, dass für die Stadt „wenigstens eine schwarze Null“ (also kein Minus wie jetzt) herauskomme, um auch für Instandsetzungen und Attraktivitätssteigerungen Geld zu haben. Das Bad müsse besser mit Stadtverwaltung, Tourismusbüro und dem künftigen Citymanager vernetzt werden: „So verstehe ich den Begriff Stadtentwicklung.“ Ilg bekannte sich zur B-14-Umgehung von Reichenschwand, („weil die Hersbrucker einen schnellen Anschluss an die A3 brauchen“) und zur Anbindung des Gewerbegebiets Krötensee („vielleicht geht doch noch was“). Er will weitere attraktive Wohnmöglichkeiten für Familien schaffen, den Runden Tisch fortführen, auch für Vereine. Das Stichwort Vernetzung sieht er auch als Lösung bei der Vielzahl der Labels wie Cittaslow, Heimat auf'm Teller, Gesundheitsregion und mehr. Als Positivbeispiel aus der Welt des Handels stellte er das Engagement des neuen Kaufhauses Schickedanz dar. Imponiert habe ihm der Satz von Eigentümer Harald Herbrig: „Es geht, wenn man nur gemeinsam etwas will!“ Das regionale Wir-Gefühl zeige sich im Hersbrucker Land vielerorts: Beim Gastgeber Grüner Baum mit seinem Hotelausbau, bei den einheimischen Gastronomen als „Lehrer“ der Miniköche, bei der Restaurierung des Rosengarten-Brunnens oder bei Ideen wie einem Bewegungstag in Hersbruck.

Angesichts dieses breiten ehrenamtlichen Engagements sei ihm vor dem Spagat nicht bange, „Hersbruck finanziell zu konsolidieren und gleichzeitig attraktiv zu halten“.

Landrat Armin Kroder gratulierte Ilg zu seiner Rede: „Du hast dich toll vorgestellt, aber auch ausreichend Demut gezeigt.“ Sein Vorgänger Helmut Reich beschrieb launig einen Besuch in der Therme in Ilgs Nachbarschaft. Dort habe man zwar ihn nicht mehr als Altlandrat erkannt, aber man empfahl ihm Ilg als neuen Bürgermeister.

 

 

Quelle : Hersbrucker Zeitung

 

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