Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

FW zur Milchpreiskrise...[mehr]

Kreisklausur der Fraktion

Klausurtagung der Kreistagsfraktion der FREIEN WÄHLER im Nürnberger Land [mehr]

Neuer Vorstand gewählt...[mehr]

Freie Wähler Kreistagsfraktion besucht das Herrmann-Kessler-Stift...mehr

Freie Wähler Kreistagsfraktion im Nürnberger Land besucht die generalsanierte Johannes-Scharrer-Realschule in Hersbruck.....mehr

Soziales und Finanzen im Blick - Kreistagsfraktion besucht Rummelsberg mehr

Junge Freie Wähler Nürnberger Land gegründet....[mehr]

Zu den Seiten des Bezirksverbandes gelangen sie hier.  Link

Seiteninhalt

18.01.2007

PsoriSol-Klinik

HERSBRUCK (gz) – Können das Hersbrucker Krankenhaus und die PsoriSol-Klinik sich unter ihren neuen Geschäftsleitungen noch besser zusammentun, um in Zeiten stürmischer Reformen den Gesundheits-Standort Hersbruck zu festigen? Um diese Frage kreiste ein Gespräch der Freien Wähler mit der PsoriSol, an dem sich auch Landrat Helmut Reich und Dr. Hans-Heinrich Lauterbach vom Krankenhaus beteiligten. Dazu eingeladen hatte der Freie Rathausblock Hersbruck.

Die PsoriSol hat – wie berichtet – seit heuer mit Alois Greil einen neuen Manager. Der 62-Jährige, der seit 30 Jahren Kliniken führt, hat von Fritz Mayer und seiner Gesellschaft EKT die Betriebsgesellschaft der PsoriSol persönlich erworben — sein erster Klinikkauf und aus Überzeugung, wie Greil sagt. Denn nicht umsonst rangiere das Zentrum für Hautkrankheiten unter den Top 5 in Deutschland. Mit 160 Betten ist es sogar die größte Facheinrichtung dieser Art.

Der Aufschwung mit seinem ganzheitlichen Ansatz zur Behandlung akuter Allergien und Hautprobleme wird dem ärztlichen Leiter Prof. Dr. Ulrich Amon zugeschrieben, der die Stadt- und Kreisräte der Freien auch stolz durchs eben renovierte Haus führte. Die acht Gebäude auf der Pegnitzinsel wirken wie ein Hotel mit Restaurant, Schwimmbad und Park — nicht wie ein Krankenhaus. In nur drei Monaten wurden zu Beginn des Jahres alle Zimmer auf neuen Standard gebracht. Nächsten Monat feiert die Klinik ihren 15. Geburtstag.

Es gibt keine Krankenstationen. Die Patienten gehen von sich aus zu den Arztterminen und Anwendungen. Aufnahme ist auch am Wochenende. Außer dem medizinischen Programm gibt es Sport- und Aktionsangebote in der Region. 4 000 Patienten, vor allem aus Süddeutschland, weilen jährlich in der PsoriSol, davon zwei Drittel stationär und durchschnittlich zwei Wochen lang.

Das individuelle Konzept verschiedenster Behandlungsmethoden, Ernährungs- und Lebenshaltungsberatung schlägt sich auch in einer abschließenden Befragung aller Patienten nieder. Von den drei Vierteln, die den Fragebogen ausfüllen, so Geschäftsführer Greil stolz, verteilen 97 Prozent die Gesamtnoten hervorragend, sehr gut oder gut. Trotzdem sei die Behandlung in Hersbruck für die Kassen (93 Prozent gesetzliche) im Schnitt um ein Viertel billiger als an vergleichbaren Unikliniken.

Weil der neue Manager Ausbaumöglichkeiten sieht, hat er den früheren Oberarzt und Allergologen Dr. Raul Yaguboglu, der sich mit der DermAllegra in Hohenstadt selbstständig machte, stundenweise fürs Haus zurückgewonnen. In den Wintermonaten wurden etliche Patienten ins Hersbrucker Krankenhaus ausgelagert. In den alten Zimmern dort fehlen allerdings die für Hautpatienten wichtigen Duschen.

Insgesamt bewerten sowohl PsoriSol-Leitung als auch Dr. Hans-Heinrich Lauterbach vom Hersbrucker Krankenhaus die Zusammenarbeit beider Einrichtungen als gut. In den OPs an der Robert-Koch-Straße werden Hautoperationen durchgeführt. Umgekehrt kommen die Belegärzte des Krankenhauses auf die Psorisol-Insel zur internistischen Versorgung von Patienten. Ob eine weitergehende Verbindung, etwa durch ständige Belegung von Betten im Krankenhaus, Sinn macht, sondiert die PsoriSol derzeit in Gesprächen mit der neuen Nürnberger Geschäftsleitung der Krankenhaus GmbH.

Landrat Helmut Reich gab sich in der Gesprächsrunde insofern erleichtert, als der Kreis keinen direkten Einfluss mehr auf die Geschäftspolitik seiner einstigen GmbH hat: „Wir sitzen ja nicht einmal im Aufsichtsrat“. Empfehlungen will er aber gern weitergeben. Und er setzt weiterhin auf den Willen von GmbH-Manager Dr. Alfred Estelmann, den Standort Hersbruck zu erhalten. An den im Radio verbreiteten Schließungsgerüchten, so Reich, sei jedenfalls nichts dran (HZ berichtete).

Wie die PsoriSol ansonsten gestützt werden kann, blieb zunächst offen. Nach der Zimmer-Sanierung und dem Ausbau von Behandlungsräumen für 1,1 Mio. Euro wurde die Sanierung des hauseigenen Sole-Schwimmbeckens für eine halbe Million Euro zurückgestellt. Eine Nutzung der Hersbrucker Therme eignet sich nicht nur von der räumlichen Distanz her nicht: Das Krankenhaus-Becken braucht einen doppelt so hohen Salzgehalt. Auch ansonsten gibt es bisher kaum Zusammenarbeit mit dem Thermen-Management, wie Rathausblock-Fraktionsführer Robert Ilg verwundert feststellte.

In einem anderen Punkt sieht er die Möglichkeit zu prüfen, ob mit Mitteln der Städtebauförderung der Klinik unter die Arme gegriffen werden kann: Die Brücke zur Insel und Staumauern der Pegnitz müssten demnächst saniert werden.

 

 

Quelle: Grezsiek, Hersbrucker Zeitung