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Informationsgespräch mit Prof.Dr. Hankel

Angst um den Euro-wie sicher ist unser Geld?

Prof.Dr. Wilhelm Hankel
Volles Haus beim Informationsgespräch

Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion hat auf Initiative von MdL Jutta Widmann den Volkswirtschaftler und Währungskritiker Prof. Dr. Wilhelm Hankel zu einem Informationsgespräch über die Eurokrise nach Landshut eingeladen. Der ausgewiesene Währungsexperte gehört zu den Eurokritikern der ersten Stunde  und  hat bereits mehrfach vor dem Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht, unter anderem gegen die Einführung des Euro und weitere Milliardenhilfen.

„Das Thema Euro bewegt die Menschen und wir wollten dieses Thema auch einmal kritisch hinterfragen, daher freue ich mich, dass wir Herrn Prof.Dr. Hankel nach Landshut holen konnten“, erklärte MdL Jutta Widmann.  Rund 400 interessierte Bürgerinnen und Bürger verfolgten in Landshut aufmerksam die kritische Auseinandersetzung mit dem Euro und der aktuellen Krise. 

„Der Euro ist gescheitert, das Abenteuer einer gemeinsamen Währung für 17 unterschiedliche Länder geht zu Ende“, konstatierte Prof.Dr. Hankel. Der Euro vereine zu viele unterschiedliche Länder,  Kulturen und Wirtschaftssysteme und könne auf Dauer nicht funktionieren.  Das sei in etwa so, wie wenn ein Schneider einen Maßanzug für 17 unterschiedlich große, dicke und dünne Menschen anfertigen solle, dieser platze dann aus allen Nähten. Ähnlich, so Prof.Dr. Hankel, ergehe es aktuell dem Euro.

Enttäuscht zeigte sich Herr Prof.Dr. Hankel über die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Klage gegen weitere Milliardenhilfen.  Leider sei diese abgewiesen worden, somit stehe weiteren Milliardenkrediten für Griechenland nichts mehr im Weg. Dies sei jedoch keine sinnvolle Lösung und auch keineswegs „alternativlos“, wie häufig als Rechtfertigung angeführt werde.  Griechenland und Co. könnten ökonomisch nur außerhalb des Euro langfristig bestehen.

„Wir brauchen entweder eine deutlich verkleinerte Eurozone der starken Staaten oder ein Zurück zu den einzelnen nationalen Währungen vor der Einführung des Euro“, so Prof.Dr. Hankel. Mittels einer eigenständigen Währungspolitik könnten die einzelnen Staaten besser auf Krisen reagieren. Der Euro habe Europa nicht, wir politisch gewollt, näher zusammengebracht, sondern einen Keil zwischen die Länder getrieben. Einzelne  ökonomisch starke Länder könnten nicht auf Dauer für die schwachen Länder zahlen, dies sei auch der Bevölkerung nicht zu vermitteln. Leider würden diese Argumente bei den meisten politischen Parteien kein Gehör finden, diese würden sich zu sehr auf Europa und zu wenig auf die Interessen Deutschlands und seiner Bevölkerung konzentrieren.  Europa habe bereits vor der Einführung des Euro in vielen Bereichen gut zusammengearbeitet, das Ende des Euro bedeute nicht automatisch den Zusammenbruch Europas.