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Aktuelles

Straßenausbau: Wiederkehrende Beiträge bald auch im Landkreis Augsburg?

Kreisräte der FREIEN WÄHLER haben sich im pfälzischen Pirmasens über ein Erfolgsmodell informiert.

Unsere Kandidaten für die Bundestagswahl

finden Sie unter www.7-schwaben-fuer-berlin.de.

SOMMERFEST

Sonntag, 20. August 2017

Stadelbräu Adelsried

Energiewende vorantreiben

Mit Bezug zur Sitzung des Umwelt- und Energieausschusses des Landkreises Augsburg am 22.05.2017 in der bifa Umweltinstitut GmbH in Augsburg-Lechhausen fordern die Freien Wähler ein beherzteres Vorgehen bei der Energiewende im Landkreis.

Bundestagswahl

Dr. Markus Brem einstimmig zum schwäbischen Spitzenkandidat zur Bundestagswahl gewählt.

ÖPNV-Tarifgipfel

Drei Zonen sind genug: Parteifreie im AVV-Tarifgebiet machen sich für ländlichen Raum und regionalen Mittelstand stark und initiieren einen ÖPNV-Gipfel.

Klausurtagung FW Schwaben

Teilnahme an der Bundestagswahl beschlossen.

Aktuelle Pressemitteilungen

zu den politischen Themen im Landkreis Augsburg finden Sie hier.

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Klausurtagung: Kommunaler Wohnungsbau

21.11.2016

Klausurtagung: FREIE WÄHLER wollen bezahlbaren Wohnraum im ländlichen Raum schaffen

Kreisverband und Kreistagsfraktion haben Jahrestagung dem kommunalen Wohnungsbau gewidmet

 

Im Jahresrhythmus gehen der Kreisverband und die Kreistagsfraktion der Freien Wähler im Augsburger Land für ein Wochenende in Klausur. Dafür haben sich die Parteifreien in diesem Jahr in das ,Heilbad Krumbad‘ im Nachbarlandkreis Günzburg zurückgezogen, wo sie von Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer und den Kreistagskollegen aus dem Nachbarlandkreis persönlich willkommen geheißen wurden. Ein besonderes Vergnügen hatte anschließend Peter Heinrich aus Westendorf im nördlichen Landkreis Augsburg. Erst vor wenigen Wochen hat er die Geschäftsführung der Kuranstalt in Krumbach übernommen und ließ es sich daher nicht nehmen, den Gästen aus seinem Heimatlandkreis persönlich einen Blick hinter die Kulissen des Krumbads zu eröffnen.

Den inhaltlichen Einstieg in die Tagung, an der auf Einladung des Augsburger Kreisverbandes FW-Kommunalpolitiker aus ganz Schwaben teilnahmen, markierte danach der Vortrag von Josef Hartmann, dem Geschäftsführer der kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft im Augsburger Land. Die spezifische Perspektive kommunaler Wohnungsbaugesellschaften schilderte in seiner Funktion als Aufsichtsrat auch Rudolf Helfert, der vom Erfolgsmodell einer kommunalen Bauträgerschaft in der Marktgemeinde Meitingen berichten konnte. Diesen Rückenwind nahm nicht nur Gersthofens 3. Bürgermeister Reinhold Dempf auf, der von den aktuellen Überlegungen zur Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft in der Ballonstadt berichtete, wovon sich die Parteifreien um Bürgermeister Wörle eine effektivere Wirtschaftsförderung und mehr Steuerungsmöglichkeiten bei der Ansiedlung von Gewerbe versprechen.

Aus Sicht privater Bauträger argumentierte indes Innungsobermeister Joachim Puhle, der auf die vielfältigen Herausforderungen seiner Branche einging. Innovative Wege im Bereich des sozialen Wohnungsbaus zeigten Architekt Norbert Stiebeiner und Holzbauingenieur Johannes Ranzmeier auf, deren baukastenähnliches Bausystem insbesondere im Hinblick auf die Beherbergung von Asylsuchenden auf großes Interesse  bei den Kommunalpolitikern stieß. Eine weitere Facette des schnellen Herstellens von Wohnraum präsentierte FW-Kreisrat und Unternehmer Stefan Steinbacher. Anhand bekannter Beispiele zeigte er den interessierten Teilnehmern auf, dass man mit Neubauten nicht „auf die grüne Wiese“ gehen muss, sondern auch Ortskerne und brachgelegene Flächen innerorts sinnvoll nachverdichten kann.

 

Kreischef Dr. Markus Brem untermauerte dies am Beispiel seiner eigenen Liegenschaften. Durch Umbau und Sanierungen von teilweise leerstehenden Bestandsgebäuden konnten in Hirblingen kleinere Wohneinheiten geschaffen werden die dazu führten, dass das Gebäude nunmehr von verschiedenen Mietern komplett bewohnt wird, wobei die ohnehin vorhandenen Betriebskosten des Gebäudes so durch mehrere Mieter getragen werden können. „Gerade im ländlich geprägten Raum mit zunehmendem Leerstand aufgrund demographischer Effekt und des Strukturwandels der Landwirtschaft ist das ein vielversprechendes Modell zur Herstellung von Wohnraum in bestehenden Siedlungsstrukturen. Der Vorteil liegt dabei auch im Kostenmanagement der kommunalen Infrastruktur  wie Straßen, Kanal und Wasserversorgung“, so Brem.

Entsprechend engagiert fällt schließlich auch das Resumee des schwäbischen FW-Chefs zur Tagung aus: „Die Verfügbarkeit von Wohnraum ist in Bayern längst zu einem bedeutenden Standortfaktor geworden. Dabei müssen wir aufpassen, dass wir der Nachfrage gerecht werden und trotzdem nachhaltig mit unseren Ressourcen umgehen“, so der praktizierende Landwirt. Dass dies möglich wird, müsste der Freistaat seinen Fokus von den Ballungsräumen stärker in den ländlichen Raum verlagern, findet FW-Landtagabgeordneter Johann Häusler. „Es braucht einen strategischen Ansatz der über die Probleme der drei bayerische Großstädten und die Herausforderungen der Asylkrise hinausreicht. Insbesondere die Anliegen des ländlichen Raumes müssen mehr Berücksichtigung in den staatlichen Förderkulissen finden“, so der Heimatabgeordnete, der erst kürzlich einen entsprechenden Antrag zum Wohnpakt Bayern in den Landtag eingebracht hat.

Ausdrückliches Lob für die Wohnungsbaugesellschaften des Landkreises und seiner Kommunen, die zuletzt immer wieder öffentlicher Kritik der Kreis-SPD ausgesetzt waren, gab es schließlich von FW-Fraktionsvize Fabian Mehring aus dem Augsburger Kreistag. Dabei betonte Mehring die besondere Bedeutung kommunaler Bauträger für den sozialen Wohnungsbau und regte  die weitere Intensivierung des Engagements der WBL im ertragreichen Bereich der Asylunterbringung an: „Den wenig lukrativen Bereich des sozialen Wohnungsbaus stemmen die kommunalen Gesellschaften ohnehin fast alleine und haben daher naturgemäß oft Schulden, für die der Steuerzahler bürgt. Die Gewinne im Asylbereich, in dem unanständig viel Geld verdient wird, überlässt man dagegen noch zu oft den Privaten“, so Mehring. In Meitingen hat sich der FW-Schwabenvize deshalb bereits erfolgreich dafür stark gemacht, dass Flüchtlinge in Immobilien der markteigenen Wohnungsbaugesellschaft untergebracht werden. „So landen die Einnahmen nicht bei einem privaten Vermieter sondern bei der Allgemeinheit, die sich ja anschließend auch wieder um die kostenintensiven Integrationsaufgaben kümmern soll“, argumentiert Mehring. Solche Projekte seien auch auf Landkreisebene wichtig, denn: „Die eigentlichen Herausforderungen der Flüchtlingskrise auf dem Wohnungsmarkt kommen ja erst noch wenn klar ist, wer längerfristig hier bleiben darf“, so Mehring.

Über alle kommunalen Ebenen hinweg und im Bayerischen Landtag wollen die Parteifreien deshalb künftig noch stärker für einen „Wohnungsbau mit Maß und Ziel“ eintreten, der sich nicht nur auf die Großstädte und ihre Speckgürtel  konzentriert, sondern insbesondere die besonderen Chancen des ländlichen Raums nutzt und dessen strukturelle Probleme mildert, so das abschließende Fazit von Kreischef Dr. Markus Brem.