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Aktuelles

Straßenausbau: Wiederkehrende Beiträge bald auch im Landkreis Augsburg?

Kreisräte der FREIEN WÄHLER haben sich im pfälzischen Pirmasens über ein Erfolgsmodell informiert.

Unsere Kandidaten für die Bundestagswahl

finden Sie unter www.7-schwaben-fuer-berlin.de.

SOMMERFEST

Sonntag, 20. August 2017

Stadelbräu Adelsried

Energiewende vorantreiben

Mit Bezug zur Sitzung des Umwelt- und Energieausschusses des Landkreises Augsburg am 22.05.2017 in der bifa Umweltinstitut GmbH in Augsburg-Lechhausen fordern die Freien Wähler ein beherzteres Vorgehen bei der Energiewende im Landkreis.

Bundestagswahl

Dr. Markus Brem einstimmig zum schwäbischen Spitzenkandidat zur Bundestagswahl gewählt.

ÖPNV-Tarifgipfel

Drei Zonen sind genug: Parteifreie im AVV-Tarifgebiet machen sich für ländlichen Raum und regionalen Mittelstand stark und initiieren einen ÖPNV-Gipfel.

Klausurtagung FW Schwaben

Teilnahme an der Bundestagswahl beschlossen.

Aktuelle Pressemitteilungen

zu den politischen Themen im Landkreis Augsburg finden Sie hier.

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Industrieansiedlung auf dem Lechfeld

Industrieansiedlung auf dem Lechfeld: BMW bestätigt Aussagen der FREIEN WÄHLER

Parteifreie haben mit ihren Rückfragen zur Ansiedlung des Automobilkonzerns ins Schwarze getroffen

Der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER im Landkreis, Dr. Markus Brem, hatte in den letzten Wochen Rückfragen zur Ansiedlung des Automobilkonzerns BMW auf dem Lechfeld gestellt, unter anderem auch während der FW Jahreshauptversammlung in Langweid sowie in einer FW Sommerversammlung in Großaitingen-Reinhartshofen. Brem, der mit seiner Firma mittelständische Unternehmensgruppen auf dem Gebiet der Konzernverrechnungspreise berät und hierzu auch an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg lehrt, hatte die Vermutung geäußert, dass es sich bei der Niederlassung des BMW-Logistikzentrums auf dem Lechfeld um eine Industrieansiedelung mit nur geringem Nutzen für die Region handeln könnte. Diese Vermutung wurde in den Medien sogar als „standortfeindlich“ bezeichnet.

Nun hat Brem schwarz auf weiß, dass er mit seinen Befürchtungen und den Fragestellungen zur Definition des Begriffs Wirtschaftsförderung für unsere Region richtig lag. Absender des Schreibens ist der BMW-Konzern selbst, an den sich Brem unter Verweis auf die aktuellen Diskussionen mit einer Anfrage gewandt hatte. Auf Brems Rückfragen hin räumt die Pressesprecherin der BMW Group darin ein, dass nicht der Automobilhersteller BMW am Standort auf dem Lechfeld investieren wird, sondern die Goodman Germany GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Diese ist wiederum eine Tochtergesellschaft der Goodman Gruppe mit Hauptsitz im australischen Sydney, die weltweit in gewerbliche Immobilien investiert. Überdies teilte BMW gegenüber den Freien Wählern mit, dass der neue Standort auf dem Lechfeld mit etwa 220 anstatt der bisher in einigen Medien genannten 300 Mitarbeitern betrieben werde. Diese würden, so BMW weiter, nicht bei BMW selbst, sondern bei einem beauftragten Dienstleister angestellt sein, der das Logistiklager operativ betreibe; dieser stehe gemäß Schreiben von BMW derzeit noch nicht fest.

„Außer dem Türschild und einem großen Firmenlogo wird auf dem Lechfeld nicht BMW sein, sondern nur Betriebsstätten anderer weltweit tätiger Konzerne, die die BMW Gruppe hierzu vertraglich engagiert“, fasst Dr. Markus Brem die Antwort aus der Münchner Konzernzentrale des Automobilherstellers zusammen und verweist auf die damit verbundenen Konsequenzen für die Region. „Während die Gemeinde und unsere Region für diese Industrieansiedelung einen hohen Aufwand zur Bereitstellung der Flächen und der Infrastruktur betreiben, wird von dem regelmäßig ertragreichen Ersatzteilgeschäft vermutlich nur wenig in der Region hängen bleiben und es ist nicht mal eine BMW-Ansiedlung. Wäre da bei der Wirtschaftsförderung der Fokus auf mittelständische Unternehmen nicht besser gewesen, die ja regelmäßig eine höhere Wertschöpfung in den Gebietskörperschaften belassen?“, fragt sich Brem.

In ähnlicher Form argumentiert Fabian Mehring, der im Kreistag Fraktionsvize ist: „Mich erinnert vieles an die Diskussionen zur Stromtrasse im nördlichen Landkreis, wo zunächst gar nicht öffentlich diskutiert wurde, dann unsere Position ebenfalls heftig im Landkreis kritisiert wurden, bevor dann scheibchenweise klar wurde, dass wir richtig lagen. Wenn erhebliche Ressourcen unserer Heimat eingesetzt werden haben die Menschen ein Recht darauf zu wissen wofür und zu welchem Gegenwert“, so Mehring. FW-Landtagsabgeordneter Johann Häusler betont vor diesem Hintergrund, dass die Freien Wähler sich nicht generell gegen die Ansiedlung von BMW verwehren würden: „BMW hat in Bayern zu Recht Kultstatus. Trotzdem muss man doch im Rahmen der Ansiedelungspolitik den Menschen in der Region sagen, wer tatsächlich in unserer Heimat investiert und welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind, sodass jeder für sich abwägen kann, ob die entsprechenden Ressourcen hierfür bereitgestellt werden sollen“, so der mittelstandspolitische Sprecher der FW-Landtagsfraktion. Es gehe doch bei jeder politischen, gesellschaftlichen und unternehmerischen Entscheidung um das Abwägung des Für und Wider, und dies kam bisher noch zu kurz im öffentlichen Diskurs zu diesem Projekt der Wirtschaftsförderung des Landkreises.